Oberklasse

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Mercedes-Benz Baureihe 222 (2014) als meistverkauftes Fahrzeug seiner Klasse in Deutschland

Oberklasse ist die Bezeichnung für das höchste PKW-Segment des Kraftfahrt-Bundesamtes. In den Fahrzeugsegmenten der Europäischen Kommission nennt sich dieses Segment Luxusklasse bzw. F-Segment, Oberklasse bezeichnet dort die obere Mittelklasse im Sinne des Kraftfahrt-Bundesamtes.[1] Diese Klasse enthält große, komfortable, leistungsstarke und somit sehr teure Fahrzeuge. Die US-amerikanischen Full-Size Cars entsprechen der Oberklasse in der Größe, aber nicht zwingend in Motorisierung und Ausstattung. [2]

In dieser Klasse werden üblicherweise nur Limousinen, Coupés und Cabriolets angeboten, jedoch keine Kombis. Neuerdings werden allerdings vermehrt auch SUVs dieser Fahrzeugklasse produziert. Weil viele Fahrzeuge im Laufe der Zeit immer größer und zudem stärker motorisiert werden, stellt die Beschreibung einer Fahrzeugklasse immer eine Momentaufnahme dar.

Aktuelle in der EU verfügbare Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle in der EU nicht verfügbare Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkmale 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberklasse-Fahrzeuge boten 1990 im Basismodell mindestens sechs Zylinder, 3,0 Liter Hubraum und eine Motorleistung von ca. 130 kW. Eine Ausnahme war der Mercedes 260 SE, ein Modell der W-126-Baureihe. Er hatte einen Motor mit 2,6 Liter Hubraum und 118 kW. Achtzylindermotoren waren bei Audi, Lexus und Mercedes verfügbar. Daneben waren die Oberklasse-Fahrzeuge von BMW und Jaguar auch mit Zwölfzylindermotoren lieferbar. Dieselmotoren spielten 1990 in der Oberklasse noch keine Rolle. Lediglich Mercedes baute die S-Klasse mit Dieselmotor, allerdings nur für den Export in die USA.

Die Länge von Oberklassenfahrzeugen begann 1990 bei etwa 4,9 Metern und endete in den Versionen mit langem Radstand bei ca. 5,20 Metern.

Oberklasse-Limousinen hatten fast ausschließlich Hinterradantrieb, erst mit der Präsentation des Audi V8 im Jahr 1988 wurde mit dem Allradantrieb eine neue Antriebsart in dieser Fahrzeugklasse eingeführt. Ab Mitte der 1990er-Jahre kam auch vermehrt der Frontantrieb hinzu.

Beispiele 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell Preisspanne Leistung Zylinder Länge Grundversion Länge Langversion
Audi V8 99.000 DM bis 150.000 DM 184 kW bis 206 kW 8 4871 mm 5190 mm
BMW 7er 65.000 DM bis 134.000 DM 138 kW bis 220 kW 6, 12 4910 mm 5024 mm
Jaguar XJ40 80.000 DM bis 111.000 DM 163 kW bis 194 kW 6, 12 4988 mm nicht erhältlich
Lexus LS400 88.000 DM 180 kW 8 5005 mm nicht erhältlich
Lincoln Town Car 70.000 DM bis 84.000 DM 140 kW 8 5560 mm nicht erhältlich
Mercedes-Benz S-Klasse 64.000 DM bis 137.000 DM 118 kW bis 205 kW 6, 8 5020 mm 5160 mm
Cadillac Fleetwood Brougham 70.000 DM bis 90.000 DM 191 kW 8 5715 mm nicht erhältlich

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberklassefahrzeuge bieten in der Regel ein deutlich höheres Maß an Komfort als die darunter angesiedelten Klassen und meist mehr aktive und passive Sicherheit. Zur üblichen Grundausstattung eines solchen Oberklasse-Wagens gehören zum Beispiel Echtlederpolsterung und ein Armaturenbrett aus poliertem Holz.

Historische Oberklasse-PKW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuzulassungen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Zahlen zu den jährlichen Neuzulassungen von Personenkraftwagen des Segments Oberklasse in Deutschland nach Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes, siehe Liste der Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Deutschland nach Segmenten und Modellreihen#Oberklasse.

Weitere Infos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Oberklasse – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Car prices within the European Union at 1 January 2011. Europäische Kommission, 26. Juli 2011; abgerufen am 8. Februar 2015 (PDF).
  2. Mark Christian Schneider: Luxusmodelle finden zu wenig Abnehmer. In: handelsblatt.com. 4. Januar 2011; abgerufen am 11. Februar 2015.