Oberleichtersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberleichtersbach
Oberleichtersbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberleichtersbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 16′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Bad Brückenau
Höhe: 408 m ü. NHN
Fläche: 27,6 km2
Einwohner: 2062 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97789
Vorwahlen: 09741, 09744
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 138
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenstr. 10
97789 Oberleichtersbach
Webpräsenz: www.oberleichtersbach.de
Bürgermeister: Dieter Muth
Lage der Gemeinde Oberleichtersbach im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer Forst Forst Detter-Süd Geiersnest-Ost Geiersnest-West Waldfensterer Forst Kälberberg (Unterfranken) Mottener Forst-Süd Neuwirtshauser Forst Omerz und Roter Berg Römershager Forst-Nord Römershager Forst-Ost Roßbacher Forst Waldfensterer Forst Großer Auersberg Münnerstadt Thundorf in Unterfranken Maßbach Rannungen Nüdlingen Oerlenbach Bad Kissingen Aura an der Saale Bad Bocklet Euerdorf Sulzthal Ramsthal Elfershausen Fuchsstadt Hammelburg Elfershausen Wartmannsroth Oberthulba Oberthulba Oberthulba Burkardroth Burkardroth Zeitlofs Zeitlofs Bad Brückenau Bad Brückenau Oberleichtersbach Geroda (Unterfranken) Schondra Schondra Schondra Riedenberg Motten (Bayern) Wildflecken Hessen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Haßberge Landkreis Haßberge SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Oberleichtersbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberleichtersbach liegt südlich der Rhön und westlich vom Spessart im Adelsberger Wald, einem Naturraum der Südrhön. Es befindet sich in der Region Main-Rhön etwa vier Kilometer südsüdöstlich von Bad Brückenau. Nahe liegt die Quelle des Schondra-Zuflusses Leichtersbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberleichtersbach hat 15 Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde erfolgte im Jahr 812. Als Amt des Hochstiftes Fulda zugunsten Erzherzog Ferdinands von Oranien im Jahr 1803 säkularisiert, fiel es 1806 als Teil der province de Fulde an Frankreich (ab 1810 ein Departement des Großherzogtums Frankfurt des Fürstprimas von Dalberg) und wurde auf dem Wiener Kongress 1815 Österreich zugesprochen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch. Oberleichtersbach ist Sitz der römisch-katholischen Pfarrei St. Peter und Paul, die zum Dekanat Hammelburg des Bistums Würzburg gehört. Im Ortsteil Breitenbach befindet sich die Filialkirche Heilige Familie, in Modlos die Filialkirche St. Jakobus der Ältere. In Unterleichtersbach gibt es eine Kapelle.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Breitenbach, Mitgenfeld, Modlos und Unterleichtersbach eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.490 Einwohner[3]
  • 1970: 1.653 Einwohner[3]
  • 1987: 1.787 Einwohner
  • 1991: 1.931 Einwohner
  • 1995: 1.992 Einwohner
  • 2000: 2.046 Einwohner
  • 2005: 2.114 Einwohner
  • 2010: 2.050 Einwohner
  • 2015: 2.062 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Oberleichtersbach hat 15 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
Aktive Wählergruppe Breitenbach/Mitgenfeld: 5 Sitze
CSU/Freie Christliche Wählergruppe: 4 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Modlos: 3 Sitze
Freie Wählergruppe Unterleichtersbach: 3 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Dieter Muth. Seine Stellvertreter sind Karlheinz Schüßler (Zweiter Bürgermeister) und Bettina Hahn (Dritte Bürgermeisterin).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geviert; 1 und 4 in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz; 2 und 3 schräggeteilt im Doppelzinnenschnitt von Gold und Rot.

Wappengeschichte: Oberleichtersbach wurde 812 erstmals schriftlich erwähnt und gehörte bis zum Ende des alten Reichs 1803 zum Hochstift Fulda. Der Fürstabt Placidus von Droste (1678–1700) ließ die Pfarrkirche St. Petrus und Paulus erbauen und über dem Portal ein Wappen anbringen in dem das Wappen der Abtei Fulda (das fuldische Kreuz) und das Wappen des Fürstabts Droste vereint sind. Die Gemeinde wählte für ihr Wappen diese beiden Wappensymbole.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 5. Dezember 1980 verliehen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialkirche Heilige Familie im Ortsteil Breitenbach, die 1905 bis 1906 erbaut wurde, ist im Wesentlichen neugotisch, besitzt aber besonders in der original erhaltenen Ausstattung und Ausmalung der Erbauungszeit auch Elemente des Jugendstils.

Der stählerne Aussichtsturm Dreistelzberg auf dem 660,4 m ü. NHN hohen Dreistelzberg ermöglicht eine Fernsicht bis weit ins benachbarte Hessen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 866.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 155.000 Euro.

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 428 und im Bereich Handel und Verkehr 67 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 42 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 735. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2091 Hektar, davon waren 788 Hektar Ackerfläche und 1296 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2009):

  • 100 Kindergartenplätze mit ca. 65 Kindern
  • eine Volksschule mit zehn Lehrern und 97 Schülern

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz Oberleichtersbach ist ein kleiner, für den Motorseglerbetrieb zugelassener Flugplatz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonhard Rugel: Kath. Pfarrkirche Oberleichtersbach. = Oberleichtersbach (= Kunstführer. Nr. 1523, ZDB-ID 51387-8). Schnell und Steiner, Regensburg 1985.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberleichtersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111111/233356&attr=OBJ&val=1574
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 739.