Oberleitungsbus Salzburg

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Oberleitungsbus Salzburg
Salzburger Obusnetz, noch ohne Linie 9
Salzburger Obusnetz, noch ohne Linie 9
Eröffnung: 1. Oktober 1940[1]
Betreiber: Salzburg AG
Stromsystem: 600 Volt Gleichspannung
Streckenlänge: 146,45 km[2]
Linien: 12
Haltestellen: 154
Unterwerke: 16
Luftweichen: 106
Fahrgäste: circa 41 Millionen jährlich[3]
Fahrzeuge: circa 100
Zurückgelegte Wegstrecke pro Jahr: 5,19 Mio. km

Der Oberleitungsbus Salzburg, lokal meist Obus genannt, ist neben dem Oberleitungsbus Linz einer von zwei verbliebenen Oberleitungsbus-Systemen in Österreich. Mit zwölf Linien, 154 Haltestellen und circa 100 Wagen besitzt Salzburg nach Athen/Piräus, San Francisco, Seattle und Vancouver das fünftgrößte Oberleitungsbusnetz der westlichen Welt. Es besteht seit 1940 und ersetzte damals die Straßenbahn Salzburg.

Der Obus befördert jährlich mehr als 41 Millionen Fahrgäste,[4] wird heute von der 2000 gegründeten Salzburg AG betrieben und ist in den Salzburger Verkehrsverbund (SVV) integriert. Ergänzend zur S-Bahn Salzburg stellt der Obus das Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Salzburg dar. Der 1927 aufgenommene städtische Autobusverkehr spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle und wird überwiegend vom Albus Salzburg Verkehrsbetrieb durchgeführt.

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bis 2012 verwendete Logo
Das seit Juni 2012 bis Anfang 2016 verwendete Logo auf einem Solaris Trollino 18 AC

Während die Straßenbahn noch von der Salzburger Eisenbahn- und Tramwaygesellschaft (SETG) im Auftrag der Stadt Salzburg betrieben wurde, übernahm diese 1940 im Zuge der Umstellung auf Oberleitungsbus selbst die Verantwortung. Hierzu gründete man die Städtischen Verkehrsbetriebe Salzburg, die anfangs nur für den Oberleitungsbus, ab 1. Oktober 1948 dann aber auch für die Lokalbahnstrecken nach Hangender Stein und nach Lamprechtshausen zuständig waren. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Salzburg wiederum wurden am 3. Juli 1950 in das neue Dachunternehmen Salzburger Stadtwerke integriert. Ebenfalls 1950 nahm die Stadt auch den kommunalen Autobusverkehr auf. Die genaue Bezeichnung der Verkehrssparte lautete nun Salzburger Stadtwerke – Verkehrsbetriebe, kurz SStW–VB – ab 1972 dann in der Kurzform Salzburger Verkehrsbetriebe, kurz SVB.

Die nächste Umstrukturierung erfolgte 2000, als die Salzburger Stadtwerke und die Salzburger AG für Elektrizitätswirtschaft (SAFE) sich zur Salzburg AG zusammenschlossen. Fortan war der neue Teilbetrieb Salzburger Lokalbahn für die Lokalbahnstrecken und der ebenfalls neue Teilbetrieb StadtBus Salzburg für den kommunalen Oberleitungsbus- und Autobusverkehr zuständig. 2005 übernahm Albus schließlich alle Autobuslinien von der Salzburg AG, seither ist die Salzburg AG eine der wenigen Verkehrsunternehmen weltweit, die zwar Oberleitungsbusse, aber keine Autobusse betreiben. 2012 änderten sich die Marketingbezeichnungen erneut, die Verkehrsparte firmiert seither einheitlich unter Salzburger Lokalbahnen, der Obus wird als ObusSLB bezeichnet.[5] Jedoch wurde nach vier Jahren das Logo wieder erneuert. Seit Mitte 2016 verkehren die Obusse nun mit dem Logo OBUS/SalzburgAG.[6]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit verkehren die zwölf Salzburger Obus-Linien wie folgt, einige Linien überqueren dabei die Stadtgrenze Salzburgs:

Linie Strecke heute bis 2003 bis 1986 bis 1972
01 Kleßheim Kavalierhaus – Salzburg Arena Linie 01 Linie 1 Linie M
02 Walserfeld Schule – Obergnigl Linie 02 Linie 2 Linie L
03 Salzburg Süd S-Bahn – Itzling Pflanzmann Linie 51 Linie 3 Linie D
04 Mayrwies Daxluegstraße – Forellenwegsiedlung Linie 29 Linie 4 Linie A
05 Birkensiedlung – Salzburg Hbf Linie 05 Linie 5 Linie F
06 Parsch Ludwig Schmederer Platz – Itzling West Linie 06 Linie 6
07 Salzburg Süd S-Bahn – Salzachsee Linie 49 Linie 7
08 Messe / Bessarabierstraße – Salzburg Süd Linie 95 (A)
09 Europark – Justizgebäude ( - Kommunalfriedhof (nur HVZ)) -
10 Lankessiedlung – Himmelreich Outletcenter (Walserfeld)
12 Josefiau – Europark
14 Polizeidirektion – Forellenwegsiedlung (Verstärkerlinie, nur in der morgendlichen Hauptverkehrszeit und nur an Schultagen)

Die 1986 neu eingeführte Linie 77 wurde 2003 zugunsten der Linie 2 aufgelassen. Die 1989 neu eingeführte Verstärkerlinie 95 wurde ebenfalls 2003 eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberleitungsplan 1993
Oberleitungsplan 1995
Verknüpfung zwischen Obus und S-Bahn in Gnigl

Am 1. Oktober 1940 fuhr der erste Obus durch die Straßen Salzburgs. Er verkehrte als Linie M – für Maxglan – auf der Strecke Sigmundsplatz–Maxglan, welche heute ein Teilstück der Linie 1 ist. Schon am 24. Oktober erfolgte die Verlängerung zum Makartplatz und am 10. November weiter bis Hauptbahnhof. Am 12. Dezember 1941 ging außerdem die erste Remise in der Zaunergasse in Betrieb.

Am 19. Februar 1942 wurde die Verbindungsstrecke Maxglan–Lehen–Hauptbahnhof eröffnet. Fortan verkehrten zwei Ringlinien, L stand dabei für Lehen:

  • M: Maxglan–Lehen–Hauptbahnhof–Zentrum–Maxglan
  • L: Maxglan–Zentrum–Hauptbahnhof–Lehen–Maxglan.

Am 1. Februar 1944 ging als dritte Verbindung die Linie A zwischen Sigmundsplatz und Obergnigl in Betrieb, am 21. Dezember 1949 folgte als vierte Verbindung die Linie D vom Hauptbahnhof in die Alpensiedlung. Am gleichen Tag wurde auch die an der neuen Strecke gelegene Zentralgarage Alpenstraße eröffnet. Eine fünfte Linie B führte ab 1. März 1951 vom Sigmundsplatz nach Liefering, eine sechste Linie F – für Friedhof – ab 1. November 1956 von Itzling Pflanzmann zum Kommunalfriedhof.

2004 verlängerte man die Obuslinie 1 um circa 500 Meter vom Messezentrum zur Salzburgarena. Als Besonderheit wurde die neue Endstelle zunächst nur bei Veranstaltungen angefahren, ansonsten blieb die Oberleitung in diesem Bereich abgeschaltet. Der jeweilige Status wurde den Obusfahrern mittels eines Lichtsignals angezeigt.

Am 1. Oktober 2005 wurde die Linie 1 vom Europark über das EM-Stadion bis zum Kavaliershaus erweitert. Am 11. Dezember 2005 ging die Verlängerung der Linie 2 vom Hauptbahnhof über den Mirabellplatz und die Sterneckstraße bis nach Obergnigl in Betrieb.

Eine Betriebsstrecke von der Versorgungshausstraße (Linie 2) über die Fürbergstraße zur Fadingerstraße wurde im Frühjahr 2006 erbaut und besonders während Veranstaltungen in der Innenstadt und während der Radrenn-Veranstaltungen intensiv genutzt. Über diese Strecke rücken seither auch die Obusse der Linien 2 und 4 ein und aus. Damit wird zum ersten Mal in der Salzburger Obusgeschichte der Kapuzinerberg umrundet. Außerdem bildete dieser Abschnitt die Grundlage für die später erfolgte Elektrifizierung der Albus-Linie 20.

Auch die Kreuzung Gaswerkgasse/Ignaz-Harrer-Straße, sowie der Bereich am Hauptbahnhof um das Forum-Kaufhaus/Fanny-von-Lehnert-Straße wurde bis September 2006 mit zusätzlichen Abbiege- und Wendemöglichkeiten versehen. Ebenso sind seit Frühjahr 2007 eine Betriebsstrecke vom Landeskrankenhaus (Linie 7) zur Willibald-Hauthaler-Straße (Linie 4), sowie eine zusätzliche Wendemöglichkeit am Makartplatz, vor der Dreifaltigkeitskirche, in Betrieb. Eine neue Abbiegemöglichkeit an der Aiglhofkreuzung von der Linie 4 auf die Linie 2 wurde im Frühjahr 2008 ebenso geschaffen wie eine Standspur für Obusse in der Griesgasse im Zentrum. Letztere ermöglicht das Stapeln und bedarfsorientierte Abrufen von Obussen im Zentrum bei Veranstaltungen. Zum Fahrplanwechsel am 7. Dezember 2007 wurde die Linie 4 von Langwied über die Stadtgrenze hinweg nach Mayrwies verlängert und ersetzte damit die Autobuslinie 4A.

Im Herbst 2008 beschloss der Salzburger Gemeinderat, den Ast der Autobuslinie 20 nach Sam/Lankessiedlung zu elektrifizieren. Die Streckenführung folgt jener der Linie 20 von der Lankessiedlung über die S-Bahn-Haltestelle Salzburg-Gnigl, Fuggerstraße, Volksgarten, Hanuschplatz zum Landeskrankenhaus; über die Eduard-Baumgartner-Straße und den Herbert-von-Karajanplatz wird die Linie wieder zum Hanuschplatz und nach Sam geführt. Diese Arbeiten wurden Mitte 2009 abgeschlossen, aus der Autobus-Linie 20 wurde im Bereich Sam die Obus-Linie 10.

Am 9. Juli 2009 wurden die Linien 3 und 5 um 500 Meter zur neuen Endhaltestelle Itzling Pflanzmann verlängert. Hierbei handelte es sich um die erste privat finanzierte Obusstrecke in Salzburg.[7]

Seit dem 25. September 2011 verkehren alle Kurse der Linie 1 einheitlich bis zur Salzburgarena. Die Abschaltung der Oberleitung entfiel.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 wurde eine neue Linie 14 von der Haltestelle Schmidingerstraße bei der Autobahnabfahrt Salzburg-Mitte über die Ignaz-Harrer-Straße zur Saint-Julien-Straße/Rainerstraße eingeführt. Von dort fährt sie – wie die Linie 3 – zur Josefiau weiter. Es ist eine Verstärkerlinie, die nur in der morgendlichen Hauptverkehrszeit – das heißt zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr – betrieben wird.

Eröffnung der Obuslinie 10 im März 2012

Am 7. März 2012 ging eine 1,3 Kilometer lange Erweiterung in der Strubergasse in Betrieb. Zunächst verkehrte die Linie 10 abweichend zur vorherigen Führung ab der Haltestelle Strubergasse durch die Gaswerkgase, die Strubergasse, die Rudolf-Biebl-Straße und die Schuhmacherstraße. Statt der bisherigen Endstelle Schule Lehen bediente sie entweder die Endstellen Salzburg Arena beziehungsweise Bessarabierstraße. Dadurch wurde die Anbindung des Stadtwerke-Areals und der Neue Mitte Lehen mit der Stadtbibliothek verbessert.[8]

Mit Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 wurde die Streckenführung der Linien 8 und 10 ab Hanuschplatz geändert. So fährt statt der Linie 8 die Linie 10 zum Outletcenter in Himmelreich, und die Linie 8 über die Neue Mitte Lehen zur Messe/Arena bzw. unter der Woche zur Bessarabierstraße. Mit der Eröffnung des neugebauten Nelböckviadukts am 20. Dezember 2012 wurde die Linie 12 eingeführt. Diese verkehrte zunächst zwischen 6 und 9 Uhr vormittags und zwischen 15:00 und 19:00 Uhr nachmittags von der Haltestelle Josefiau über Volksgarten, Sterneckstraße durch das Nelböckviadukt zum Landeskrankenhaus, beziehungsweise am Nachmittag zum Europark.[9]

Im Jahr 2013 wurden vier Solaris/Ceglec 18AC des Trolleybusbetriebs aus La Chaux-de-Fonds angekauft, sie wurden nach einer Generalüberholung ab dem Sommer 2013 eingesetzt.[10] Mit dem Fahrplanwechsel 2014 wurde die Linie 3 zur Hauptverkehrszeit auf 7,5 Minuten verdichtet, zugleich wurde Itzling-Pflanzmann in der Hauptverkehrszeit nicht mehr von der Linie 5 angefahren.[11]

Im Januar 2016 wurde von der Stadt Salzburg und der Salzburg AG beschloßen, die Siezenheimer Straße und die darauf verkehrende Buslinie 20 auf einer Länge vom 2,2 Kilometern als Linie 9 zu elektrifizieren.[12] Diese wurde am 12. Dezember 2016 feierlich eröffnet, damit einhergehend einige Änderungen im innerstädtischen Busverkehr sowie im "Nachtstern". Die Linie 9 fährt von Montag bis Samstags vom Europark über die Siezenheimer Straße und Aiglhof ins Zentrum zum Justizgebäude. An Schultagen fahren zudem am Morgen einige Kurse zum Kommunalfriedhof zur Entlastung der Linie 5. Die Kosten für den Bau der Oberleitung zwischen der Doktor-Gmelin-Straße und dem Hans-Schmid-Platz beliefen sich auf 2,8 Millionen Euro.[13][13][14]

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Momentan in Planung sind eine Oberleitungsverbindung in der Bessarabierstraße für einen direkten Weg für die Linie 8 von der Haltestelle Fasaneriestraße zum Messegelände, sowie ein Bau einer Strecke von der Station Zweigstraße zur Station Landstraße, welche die Linie 3 tagsüber abwechselnd mit der Endstelle Itzling-Pflanzmann anfahren soll. In diesem Zuge soll zudem die Linie 5 in der Hauptverkehrszeit wieder bis Itzling-Pflanzmann verkehren. Geplant ist für 2018/19 außerdem eine Verlängerung der Linie 5 von Birkensiedlung bis zur Station Untersbergbahn in Grödig, dabei soll die Fahrleitung nur bis zum Grödiger Ortszentrum führen, und von dort die Busse im Batteriemodus weiderverkehren. Im Februar 2017 wurde darüber eine Vereinbarung mit der Gemeinde Grödig erzielt.[15]

Auch schon seit längerem im Gespräch ist eine Verlängerung der Linie 4 nach Eugendorf beziehungsweise in die deutsche Nachbarstadt Freilassing.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschaffungen im Laufe der Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1986 bis 1994 erhielt der Salzburger Obus insgesamt 35 hochflurige Gräf & Stift-Gelenkwagen, die ab 1990 einen Drehstrommotor besaßen. Ab 2002 wurden sie nach und nach ausgemustert, im Sommer 2016 verkehrte der letzte Wagen dieser Serie. Der am 29. Dezember 2015 abgestellte Wagen 219 war dabei nach Wagen 102 (1940–1967) das erste Fahrzeug, welches fast 27 Jahre im Betrieb war. Seine Laufleistung betrug 1.473.000 Kilometer. Ein 36. hochfluriger Gräf & Stift-Gelenkwagen mit der Nummer 220 kam erst 2005 gebraucht vom Oberleitungsbus Kapfenberg nach Salzburg, er besitzt jedoch keinen Drehstrommotor. Als weitere Besonderheit verfügt er außerdem über einen Schaffnersitz.

Die ersten Niederflurwagen sind die 23 Gräf & Stift/MAN-Gelenkwagen der Baujahre 1994 bis 1997. Einer von ihnen, der Wagen 240, ist dabei ebenfalls ein Gebrauchtwagen aus Kapfenberg. Obus 232 dieser Serie ist dabei seit Februar 2013 der erste Niederflurobus mit einer Laufleistung von über einer Million Kilometern.

Auch die Fahrzeuggeneration Van Hool ab Baujahr 2000 bietet ausschließlich Niederflureinstiege, 13 der insgesamt 30 Van Hool-Wagen verfügen außerdem, als Neuheit für Salzburg, über einen dieselbetriebenen Hilfsantrieb. Am 24. November 2008 gelangten außerdem zwei weitere Van Hool-Gelenkwagen gebraucht vom Trolleybus Vevey–Villeneuve aus der Schweiz in den Bestand des Salzburger Oberleitungsbusses. Hierbei handelt es sich um die 1995 gebauten Wagen 2 und 15, sie wurden nach einer Aufarbeitung mit den neuen Betriebsnummern 259 und 260 in Dienst gestellt. Außerdem wurden sie, wie die Schienenfahrzeuge des Unternehmens, in einem dunklen Rot lackiert. Mittlerweile wurden diese, aufgrund defekter E-Ausrüstung, vom Unternehmen ausgemustert.

Kilometermillionär 219

Von der neuesten Fahrzeuggeneration Solaris Trollino 18 wurden die ersten drei Wagen am 14. September 2009 ausgeliefert. Die zwölf weiteren Fahrzeuge 304 bis 315 folgten 2010 und 2011. Die neuen Wagen sind ebenfalls dunkelrot lackiert und verfügen wiederum über einen Hilfsantrieb. Wagen 301 war dabei zu Präsentationszwecken im Februar 2010 an den Oberleitungsbus Eberswalde ausgeliehen.

Im Mai 2012 begann die Auslieferung der sogenannten MetroStyle-Oberleitungsbusse von Solaris, diese sind äußerlich einer Straßenbahn nachempfunden. Wagen 330 wurde 2013 für Testzwecke nach Budweis verliehen. Einige Fahrzeuge vom Typ MAN NGT 204 M 16 wurden ab 2013 generalüberholt. Bei diesen Fahrzeugen wurden neue Sitzbezüge, LED-Außenanzeigen und andere Stromabnehmerstangen installiert. Auch wurde das komplette Fahrgestell entrostet und die Karosserie aufgearbeitet. Im Februar 2015 brach beim Obus 251 auf der Lehener Brücke das Gelenk auseinander, wodurch ein Totalschaden entstand.

Tabelle ehemalige Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummern Stück Hersteller Typ Art Einsatz ab Einsatz bis Bemerkungen
101–110 10 MAN / Schumann MPE I Solo 1940 1967 102 bis heute der am längsten planmäßig eingesetzte Obus in Salzburg (1940–1967)
114–117 04 VETRA CS 60 Solo 1941 1943
111–117 10 MAN / Schumann MPE II Solo 1942 1966
121–126 06 MAN / Gräf & Stift EO I Solo 1948 1974 Ab 1. Januar 1965 111–116
127–130 04 MAN / Gräf & Stift EO II Solo (1950) 1956 1970 Ab 1. Januar 1965 117–120
131–133 03 Uerdingen / Henschel ÜHIIIs Solo 1956 1976 Ab 1. Januar 1965 121–123
134–135,
143–145
05 Henschel HS 160 OSL-G Gelenk 1961 1979 Ab 1. Januar 1965 124–128
136–142 07 Gräf & Stift GEO II Gelenk 1961 1980 Ab 1. Januar 1965 129–135
146–150 05 Gräf & Stift GE 105/54/57 Gelenk 1964 1983 Ab 1. Januar 1965 136–140
141–154 14 Gräf & Stift GE 105/54/54 Gelenk 1966 1989
Salzburg OBus1983 1.jpg 101–102 02 Gräf & Stift OE 105/54 Solo 1971 1986
103–112 10 Gräf & Stift OE 110/54/2 Solo 1971 1990
113–123 11 Gräf & Stift OE 110/54/A Solo 1975 1993
Salzburg OBus1983 2.jpg 155–160 06 Gräf & Stift GE 110/54/57/A Gelenk 1976 1992
161 01 Gräf & Stift GE 150 M 16 Gelenk 1979 1993 Drehstromantrieb, mit Batterienotfahrt
129–147,
162–177
35 Gräf & Stift GE 110 M 16 Gelenk 1980 2002 136–139 und 162–173 mit Batterienotfahrt
Medias trolleybus 655, ex-Salzburg.jpg 101–106 06 Gräf & Stift OE 112 M 11 Solo 1986 2002
Medias Steyr trolleybus 654, ex-Salzburg 107.jpg 107–108,
110
03 Steyr STS 11 HU Solo 1989 2003
111–114 04 Steyr STS 11 HU 140 Solo 1990 2003
Bereits verschrotteter Obus 218.jpg 179–188,
200–214,
218–219,
221–228
35 Gräf & Stift GE 112 M 16 Gelenk 1986 2016 Ausmusterung ab 2002
Gräf&Stift NGT 204 M16.JPG 230, 235,
237–238,
240, 249,
251–252
08 Gräf & Stift / MAN NGT 204 M 16 Gelenk 1994 Schwesterfahrzeuge bis heute Ausmusterung ab 2015, 240 ehemals Oberleitungsbus Kapfenberg 35, ab 2005 im Bestand, 251 nach Drehgelenkschaden ausgeschlachtet und verschrottet
259 5 Mirabellplatz.jpg 259–260 02 Van Hool AG 300 T Gelenk 2008 2014 ehemals VMCV 2 und 15, Hilfsantrieb, ohne automatischen Stangenabzug, erste ausgemusterte Niederflurwagen, 260 wurde verschrottet, 259 an die Feuerwehrschule Salzburg als Übungsobjekt übergeben

Ein Teil der in Salzburg ausgemusterten Wagen wurde an andere Betriebe abgegeben. Sie gingen zum ehemaligen Oberleitungsbus Kapfenberg sowie nach Deutschland (Eberswalde), Litauen (Vilnius), Rumänien (Mediaș und Timișoara), Russland (Perm und Rybinsk), Serbien (Belgrad) beziehungsweise in die Ukraine (Iwano-Frankiwsk).

Bis 1975 verkehrten die Obusse außerdem mit Anhängern. Salzburg war das letzte österreichische Obus-Netz, bei welchem diese Betriebsform anzutreffen war. Es standen vier verschiedene Baureihen zur Verfügung, sie stammten von Gräf & Stift (Typ OA I), Kässbohrer (ohne Typenbezeichnung), Lohner (Typ OM 5/1) und Schumann (ohne Typenbezeichnung).

Tabelle gegenwärtiger Bestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummern Stück Hersteller Elektrik Baujahre Typ Niederflur Hilfsantrieb Bemerkungen
Steyr STS HU 110.JPG 109 01 Steyr Kiepe 1989 STS 11 HU nein nein seit 2003 Museumswagen im Besitz von Pro Obus Salzburg e. V., zeitweise im Planbetrieb
Obus 178 im Planeinsatz.jpg 178 01 Gräf & Stift Kiepe 1985 GE 110 M 16 nein nein seit 2005 Museumswagen im Besitz von Pro Obus Salzburg e. V., zeitweise im Planbetrieb
11-12-23-obus-salzburg-by-RalfR-31.jpg 220 01 Gräf & Stift Kiepe 1989 GE 112 M 16 nein nein ehemals Oberleitungsbus Kapfenberg 25, seit 2005 im Bestand, mit Schaffnersitz, seit 2014 Museumswagen im Besitz von Pro Obus Salzburg e. V., zeitweise im Planbetrieb
Gräf&Stift 245 in der Haltestelle Walserfeld.jpg 229,
231–234,
236,
241–248,
250
15 Gräf & Stift / MAN Kiepe 1994–1997 NGT 204 M 16 ja, außer an Tür 3 nein
VanHool AG 300 T Salzburg.JPG 261–290 30 Van Hool Kiepe 2000–2005 AG 300 T ja ja: 261, 279–290
nein: 262–278
Solaris Trollino 18 AC - Obus 305 am Salzburger Hauptbahnhof.JPG 301–315 15 Solaris Cegelec 2009–2010 Trollino 18 ja ja
316–319 04 Solaris Cegelec 2005 Trollino 18 ja ja ehemals Trolleybus La Chaux-de-Fonds 141–144, seit 2013 im Bestand
Solaris Trollino 18 Metrostyle an der Staatsbrücke.JPG 321–370 50 Solaris Cegelec 2012–2018 Trollino 18 MetroStyle ja ja, ab 345 mit Batterie statt Hilfsdiesel abgeliefert 2012: 321–330
abgeliefert 2013: 331
abgeliefert 2014: 332
abgeliefert 2015: 333–344
abgeliefert 2016: 345–358
abgeliefert 2016: 359–362
abgeliefert 2017: 363–366
geplant für 2018: 367–370

Technische Daten gegenwärtiger Bestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typ Länge in m Breite in m Leergewicht in t Leistung in kW v/max Sitzplätze Stehplätze
STS 11 HU 11,9 2,5 10,56 110 60 km/h 26 66
GE 110 M 16 16,5 2,5 13,8 105 60 km/h 34 112
GE 112 M 16.5 16,6 2,5 13,8 110 [2] / 147 60 [2] / 65 km/h 34 112
NGT 204 M 16 16,5 2,5 14,2 147 65 km/h 31 102
AG 300 T 17,95 2,5 16,76 / 16,96 [1] 155 / 185 [1] 65 km/h 29 / 30 129 / 98
Trollino 18 18, 2,55 18,2 250 65 km/h 38 98

[1] = bezogen auf die Wagen mit Hilfsaggregat

[2] = bezogen auf die Gleichstromversion

Pro Obus Salzburg e. V. und Museumswagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ÜHIIIs-Museumswagen mit der Nummer 123
Der HS 160 OSL-G in Kapfenberger Lackierung

Ältester betriebsfähiger Obus in Salzburg ist ein ÜHIIIs des Baujahrs 1957. Dieser ist jedoch kein Salzburger Originalfahrzeug, der Wagen mit der Nummer 123 stammt vom Oberleitungsbus Solingen (ehemalige Nummer 40) und ist eine Leihgabe englischer Sammler. In Salzburg ist er seit Juli 2007 im Rahmen von Sonderfahrten im Einsatz, hierzu trägt er Salzburger Lackierung. Das Fahrzeug kann auch privat gemietet werden. Anlässlich der Salzburger Festspiele ist der ÜHIIIs von Anfang Mai bis Ende August regelmäßig auf einer speziellen Museumslinie "M" des Vereins Pro Obus Salzburg e. V. im Einsatz.

Der ehemals Kapfenberger Wagen 35 des Typs HS 160 OSL-G, dieser lief nie planmäßig in Salzburg, wird derzeit von Pro Obus Salzburg e. V. aufgearbeitet. Das Fahrzeug ist eine Leihgabe des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten und soll für zukünftige Einsätze in Salzburg die Wagennummer 134 bekommen.

Die anderen drei betriebsfähigen Museumsfahrzeuge mit den Nummern 109, 178 und 220 werden in den Hauptverkehrszeiten noch im planmäßigen Fahrgastbetrieb eingesetzt. Dies dient zum einen dazu Standschäden zu vermeiden, zum anderen können dadurch Nachfragespitzen besser abgedeckt werden.

Außerdem befindet sich der Kässbohrer-Anhänger Nummer 31 aus dem Jahr 1940 in der Aufarbeitung durch den Verein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte des Salzburger Obusnetzes
  2. Obus Salzburg – Profil & Fakten
  3. Daten und Fakten über Salzburger Obus
  4. Neue Fahrzeugflotte in Salzburg auf www.salzburg24.at
  5. Salzburger Lokalbahnen: neue Obus-Generation, neue Marke, Meldung vom 22. Mai 2012
  6. City-News Archiv Salzburg [AT - J. Lehmann - 14.06.16.] Abgerufen am 14. Juni 2016.
  7. Obuslinie 3 um 300m verlängert, Meldung aus trolleymotion.com vom 13. Juli 2009
  8. Wieder 1,3 km mehr Obusnetz, Meldung auf trolleymotion.com vom 7. März 2012
  9. Linie 12 durch Nelböck-Unterführung eröffnet, Meldung auf trolleymotion.com vom 24. Dezember 2012
  10. Erster Solaris aus der Schweiz im Einsatz, Meldung auf trolleymotion.com vom 08. Juli 2013
  11. Ab Fahrplanwechsel wird die Linie 3 auf einen 7½-Minuten-Takt verdichtet, Meldung auf trolleymotion.com vom 08. Dezember 2014
  12. Neue Obuslinie 9 nach Taxham auf dem Weg gebracht, Meldung auf trolleymotion.com vom 08. Februar 2016
  13. a b Neue Obuslinie 9 ab Dezember 2016. Abgerufen am 29. Januar 2016.
  14. Eröffnung der Obuslinie 9 nach Taxham, Meldung auf trolleymotion.com vom 22. Dezember 2016
  15. Verlängerung der Linie 5 nach Grödig im ÖV-Maßnahmenpaket beschlossen, Meldung auf trolleymotion.com vom 17. April 2017

Koordinaten: 47° 46′ 56″ N, 13° 2′ 32″ O