Oberleitungsbus Solingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oberleitungsbus Solingen
Strecke der Oberleitungsbus Solingen
Karte des Obusnetzes
Streckenlänge:56,6 km
Stromsystem:600 Volt =
Weichen: 24
Einlaufweichen: 25
Kreuzungen: 28
Unterwerke: 20
Fahrzeuge: 50
Linien: 6
Depots: 1

Der Oberleitungsbus Solingen, im Volksmund auch Stangentaxi genannt, ist neben Eberswalde und Esslingen am Neckar eines von drei verbliebenen Oberleitungsbus-Systemen in Deutschland. Mit einer Streckenlänge von 56,6 Kilometern[1], einer Fahrleitungslänge von 98,7 Kilometern[2] und einem Fahrzeugbestand von 50 Gelenkwagen besitzt Solingen das größte Obus-System in Deutschland. Elektrisch betrieben werden die sechs Durchmesserlinien 681 bis 686.

Örtliches Verkehrsunternehmen sind die Stadtwerke Solingen (SWS). Sie betreiben ergänzend zu den Obus-Linien auch diverse Stadtbus-Verbindungen. Ein kleiner Teil des Solinger Obus-Netzes führt in der benachbarten Stadt Wuppertal zum dortigen Bahnhof Vohwinkel.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke Fahrtzeit (in Minuten) Haltestellen
681 HauptbahnhofMerscheidGraf-Wilhelm-PlatzBahnhof Mitte – Hästen 36 28 / 27
682 Hauptbahnhof – WaldCentral – Graf-Wilhelm-Platz – Grünewald - Höhscheid-Brockenberg 45 / 43 32
683 Wuppertal-Vohwinkel BahnhofWuppertal-Vohwinkel SchwebebahnGräfrath – Central – Graf-Wilhelm-Platz – Bahnhof Mitte – Krahenhöhe – Burger Bahnhof 47 / 46 36 / 35
684 Schule Widdert – Vockert – Wittenberg - Bahnhof Mitte P&R – Graf-Wilhelm-Platz – Hasselstraße 27 / 28 22
685 Aufderhöhe – Schmalzgrube – Klingenhalle – Graf-Wilhelm-Platz 33 / 34 24 / 23
686 Graf-Wilhelm-Platz – Mangenberg – Kotten – Schmalzgrube – Aufderhöhe 40 / 39 29

Die Linien 681 und 682 sind am Hauptbahnhof genauso wie die Linien 685 und 686 am Graf-Wilhelm-Platz betrieblich miteinander verknüpft, sodass eine Weiterfahrt im gleichen Fahrzeug möglich ist. Dadurch besteht zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof ein Ringverkehr. In der Innenstadt existiert im Abschnitt Rathausplatz–Mühlenplatz–Graf-Wilhelm-Platz eine Stammstrecke, die von allen sechs Linien bedient wird. Insgesamt werden 115 Haltestellen bedient, davon sieben auf Wuppertaler Stadtgebiet. Vier von ihnen werden mit dem Hilfsantrieb angefahren, darunter eine in Wuppertal. Die insgesamt sieben Zwischen-Wendeschleifen Gräfrath, Wald Kirche, Höhscheid, Schmalzgrube, Bülowplatz, Bahnhof Mitte und Krahenhöhe ermöglichen verkürzte Linienführungen. Die Wendeschleife Schmalzgrube ist als einzige nicht elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende der Straßenbahn und Umstieg auf den Oberleitungsbus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberleitungsbus der ersten Generation: ÜHIIIs
Drehscheibe Unterburg

Die Infrastruktur des seit 1896 in Solingen bestehenden Straßenbahnnetzes nahm infolge der Bombenangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg beträchtliche Schäden. Ein moderner, zweigleisiger Ausbau des Netzes hätte etwa zehn Millionen D-Mark gekostet; so diskutierte der Stadtrat in den ersten Nachkriegsjahren über Alternativen zur Straßenbahn. Zunächst wurde sie jedoch provisorisch weitestgehend wieder instand gesetzt, so dass der Öffentliche Personennahverkehr in Solingen wieder gewährleistet werden konnte.

Anfang der 1950er Jahre beschloss die Stadtverwaltung die Einstellung der Solinger Straßenbahn und den Umstieg auf den Oberleitungsbus. Wesentliche Gründe für diese Entscheidung waren trotz der hohen Kosten für die Installation der Oberleitungsinfrastruktur die niedrigen Betriebs- und Treibstoffkosten sowie die lange Lebensdauer der O-Busse. So wurden die Strecken der Straßenbahn innerhalb von siebeneinhalb Jahren schrittweise auf Oberleitungsbusbetrieb umgestellt. Die letzte Straßenbahnlinie ging im November 1959 außer Betrieb.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in Deutschland hatte Solingen damit sein gesamtes Hauptverkehrsnetz auf den Betrieb mit Oberleitungsbussen umgestellt und nicht nur kleinere Teilstücke wie andere Städte.

Die einzelnen Abschnitte der ersten vier Oberleitungsbuslinien gingen wie folgt in Betrieb, aufgeführt sind die heutigen Haltestellenbezeichnungen:

19.06.1952 Graf-Wilhelm-Platz – Rathausplatz – Mangenberg – Hauptbahnhof 8,3 km Linie 1
01.08.1953 Hauptbahnhof – Wald Kirche 4,2 km Linie 2
01.10.1953 Wald Kirche – Central – Rathausplatz 3,9 km Linie 2
15.06.1955 Graf-Wilhelm-Platz – Birkerstraße – Höhscheid 2,4 km Linie 2
07.08.1955 Graf-Wilhelm-Platz – WerwolfBahnhof Mitte – Hästen 3,4 km Linie 1
01.06.1957 Werwolf – Schule Widdert 4,6 km Linie 4
07.10.1958 Central – Wuppertal-Vohwinkel Schwebebahn 5,8 km Linie 3
02.12.1959 Bahnhof Mitte – Burg Brücke 6,1 km Linie 3

Die neuen Linien wurden hauptsächlich mit Fahrzeugen des Typs ÜHIIIs bedient. Zum 2. Dezember 1959 war mit der Umwandlung der letzten Straßenbahnstrecke das Schienennetz von 1939 vollständig umgestellt. Gleichzeitig ging auch die Drehscheibe Unterburg in Betrieb, inzwischen ein überregional bekanntes Kuriosum des Solinger Betriebes.

Mit einer Streckenlänge von 38,7 Kilometern hatte Solingen damals nach dem Oberleitungsbus Moers und dem Oberleitungsbus Siegen das drittgrößte O-Bus-Netz Deutschlands. Bezüglich des Fahrzeugbestands war Solingen sogar führend, alle vier Linien wurden zu den Hauptverkehrszeiten im Fünf-Minuten-Takt bedient.[3] Zum Obusnetz der Wuppertaler Stadtwerke, es bestand von 1949 bis 1972, existierte hingegen nie eine Verbindung.

Die Ära Trolleybus Solingen (1968–1988)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Eigenbau entstandene Typ Trolleybus Solingen

Die Fahrzeuge der ersten Generation erreichten teilweise eine Lebensdauer von über 20 Jahren; sie wurden erst Anfang der 1970er Jahre ausgemustert, nachdem die zweite Oberleitungsbusgeneration mit insgesamt 80 Fahrzeugen – die in Eigenbau der Stadtwerke entstandenen Wagen des Typs Trolleybus Solingen – vollständig betriebsbereit war. Der Hintergrund dieser Eigenbaumaßnahme war das Fehlen eines passenden, serienmäßigen Fahrzeugtyps, der den Ansprüchen der Solinger Stadtwerke bezüglich Geräumigkeit und Leistungsstärke gerecht wurde.

Seit der Gründung des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am 1. Januar 1980 ist auch der Solinger Oberleitungsbus in diesen integriert. Infolgedessen änderten sich die Liniennummern, aus den Linien eins bis vier wurden die Linien 681 bis 684. Zu Beginn der 1980er Jahre erfolgten zudem zwei kleinere Erweiterungen:

30.05.1981 Rathausplatz – Hasselstraße 2,6 km Linie 684
11.09.1982 Höhscheid – Höhscheid-Brockenberg 0,787 km Linie 682

Im Jahre 1988 wurden sämtliche Fahrzeuge der zweiten Generation ausgemustert und an den Oberleitungsbusbetrieb im argentinischen Mendoza verkauft, am 1. Mai 2010 wurde sie endgültig außer Dienst gestellt.

Die Generation der MAN-Solo- und Gelenkwagen (1984–2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MAN-Gelenkoberleitungsbus der dritten Generation
Dreiachsiger MAN-Solowagen

Schon zu Beginn der 1980er Jahre entstanden die Planungen zur Beschaffung der dritten Fahrzeuggeneration. Man entschied sich diesmal wieder für Serienfahrzeuge. Ab 1984 schließlich wurden die ersten Gelenkwagen des Typs MAN SG 200 HO ausgeliefert und in Dienst gestellt. Zwei Jahre später folgten die dreiachsigen MAN SL 172 HO-Solowagen. 1987 war der komplette Fuhrpark erneuert.

In den 1990er Jahren wurde das Netz erweitert, sodass es seine heutige Ausdehnung erreichte. In diesem Zusammenhang erhöhte sich die Zahl der Linien von vier auf sechs:

22.08.1993 Mangenberg – Kotten zusammen
8,2 km
Linie 686
22.08.1993 Birkerstraße – Kotten Linie 685
22.08.1993 Kotten – Aufderhöhe Linien 685 und 686

Mitte der 1990er Jahre wurden die Stadtwerke Solingen, der Betreiber des Oberleitungsbusbetriebes, teilprivatisiert. Der neue Investor schlug 1995 aus Kostengründen die Aufgabe des O-Busbetriebes vor. Man beabsichtigte, die inzwischen veraltete Fahrzeugflotte durch moderne Dieselbusse zu ersetzen. Von 1996 an formierte sich immer mehr Widerstand aus Politik und Bevölkerung gegen diese Planungen, neue Gutachten ergaben unter anderem durch die Kosten für die Deinstallation der Infrastruktur (Oberleitungen, Masten, Unterwerke) einen viel geringeren Kostenvorteil als zunächst angenommen. Im November desselben Jahres verwarfen die Stadtwerke die Planungen, zum Wechsel des Jahrtausends sollten mithilfe von Fördermitteln des Landes neue Oberleitungsbusse angeschafft werden.

Im Jahre 1999 gründete sich das Obus-Museum Solingen als ehrenamtlicher Verein zur Wiederinstandsetzung und Pflege von historischen Oberleitungsbussen.

Im Zusammenhang mit dem Übergang zur vierten Fahrzeuggeneration wurden die MAN-Gelenkwagen Anfang des neuen Jahrtausends schrittweise stillgelegt, den Abschluss bildete Wagen 20 am 18. Juni 2003. Auch viele Solowagen gingen außer Betrieb. Lediglich 15 Fahrzeuge dieses Typs blieben erhalten und bedienten bis zum Herbst 2009 hauptsächlich die Linie 683 auf der Strecke von Wuppertal-Vohwinkel nach Burg. Wagen 32 ging 2006 an das Deutsche Museum in München und ist seither im Verkehrszentrum ausgestellt.

Ein Großteil der außer Dienst gestellten Obusse der Typen SG 200 HO und SL 172 HO wurde an den Oberleitungsbus Sarajevo abgegeben. Dort sind sie teilweise bis heute im Einsatz. Ausgenommen davon sind die beiden Museumswagen 5 und 42. Sie gehören dem Obus-Museum Solingen, kommen aber fallweise im planmäßigen Linienverkehr der Stadtwerke zum Einsatz. Dadurch sollen in erster Linie Standschäden vermieden werden.

Vierte Generation (seit 2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Einführung der vierten Fahrzeuggeneration ging gleichzeitig der Umstieg auf moderne Niederflurtechnik einher. Zudem verkehren seit 2009 ausschließlich Gelenkwagen.

2001 begann die Auslieferung der ersten von insgesamt 15 Berkhof-Gelenkwagen, die ersten der insgesamt 20 Van-Hool-Gelenkwagen folgten ein Jahr darauf. Beide Fahrzeugtypen entstammten Gemeinschaftsbestellungen mit anderen Oberleitungsbusbetrieben in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.

Im Dezember 2009 ersetzten die Stadtwerke schließlich die letzten verbliebenen hochflurigen MAN-Solowagen durch Gelenkwagen des Typs Swisstrolley 3 von Carosserie Hess. In diesem Zusammenhang wurde am 16. November 2009 die Linie 683 bis zur neuen Endhaltestelle Burger Bahnhof verlängert, die zuvor Burgtalstraße hieß. Als Besonderheit wurden jedoch keine neuen Oberleitungen installiert, vielmehr benutzen die dorthin verkehrenden O-Busse auf einer Strecke von circa einem Kilometer seither erstmals ihren Hilfsantrieb im regulären Fahrgastbetrieb. Mit diesem kann auch im Ottomotorbetrieb eine Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h erreicht werden. Mit den Haltestellen Haus Sonne und Burger Bahnhof kamen zwei neue Stationen hinzu. Ab- und angedrahtet wird an der Haltestelle Burg Seilbahn, dieser Vorgang erfolgt jeweils automatisch. Die Drehscheibe Unterburg wird seitdem nicht mehr benötigt, ist aber für Sonderfahrten weiterhin betriebsbereit und soll dauerhaft museal erhalten bleiben. Die Verlängerung der Linie 683 zum Burger Bahnhof steigerte die Linienattraktivität deutlich. Dort entstand ein neuer Knotenpunkt mit den Buslinien Richtung Remscheid (Verkehrsbetriebe Remscheid) und Wermelskirchen (Regionalverkehr Köln).

Allerdings reduzierte sich im Zuge des dritten Generationswechsels die Zahl der O-Busse von 67 auf 50. Dies hat einen verstärkten Dieselbuseinsatz auf Obus-Linien zur Folge.

Verlängerung zum Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel (2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 4. August 2014 befahren die Obusse der Linie 683 nach ihrer vorherigen Endstation an der Schwebebahn eine knapp 350 Meter lange Verlängerung zum Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel. Dies erfolgt ebenfalls mittels Hilfsantrieb. Eine Elektrifizierung scheiterte an der geringen Höhe der Eisenbahnunterführung beim Bahnhof, dort wäre eine kostspielige Tieferlegung der Fahrbahn nötig gewesen.[4][5]

Die Verbindung zu dieser SPNV-Station war bereits seit 1983[6] geplant, scheiterte jedoch lange Jahre an der zunächst erforderlichen Umgestaltung des Vorplatzes. Der Bahnhof Vohwinkel befand sich früher im Besitz der Deutschen Bahn AG und steht unter Denkmalschutz. Ein weiteres Problem wären die hohen Kosten für eine Wendeschleife der O-Busse gewesen: Es wurden in der Planungsphase 160.000 Euro veranschlagt. Ursprünglich wollte die Deutsche Bahn den Platz an die Stadt Wuppertal verkaufen, trat ihn aber später kostenlos ab.

Batterie-Oberleitungs-Busse (ab 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Dezember 2017 möchten die Stadtwerke vier sogenannte Batterie-Oberleitungs-Busse (BOB) von Solaris und Vossloh Kiepe testen. Es besteht eine Option auf 16 weitere Fahrzeuge. Sie sollen ab März 2018 auf der 14,3 Kilometer langen Linie 695 vom Abteiweg in Gräfrath nach Meigen fahren, die bisher mit Dieselbussen betrieben wird und auf lediglich 2,3 Kilometern über eine Oberleitung verfügt. Auf den restlichen zwölf Kilometern soll der Batteriehilfsantrieb zum Einsatz kommen.[7]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummern Stück Hersteller Elektrik Typ Art Niederflur Einsatzzeitraum / Bemerkungen
Erste Generation
(79 Wagen)
1–62 62 Uerdingen / Henschel Kiepe / BBC ÜHIIIs Solo nein 19. Juni 1952 bis 27. Dezember 1974, ausgenommen Museumswagen 59
63 1 Uerdingen / Henschel BBC ÜHIIIs Solo nein 1954 für die Bogestra gebaut, 1959 gebraucht übernommen
64–69 6 Henschel Kiepe HS 160 OSL Solo nein 1960 bis 15. Juli 1971
70–75 6 Henschel Kiepe HS 160 OSL-G Gelenk nein 1960 bis 15. Juli 1971
01–04 4 Uerdingen / Henschel SSW ÜHIIIs Solo nein 1953 für den Oberleitungsbus Minden gebaut, 1965 gebraucht übernommen
Zweite Generation
(80 Wagen)
1–14 14 Eigenbau SWS Kiepe TS 1 Solo ja ab 13. März 1968
15–45 31 Eigenbau SWS Kiepe TS 2 Solo nein ab 1970
46–80 35 Eigenbau SWS Kiepe TS 3 Solo nein ab 1972 bis 7. Juli 1988, Wagen 68 kehrte Mitte September 2014 aus Mendoza/Argentinien zurück und soll in den nächsten Jahren zum Museumswagen aufgearbeitet werden.
Prototypen und Vorführwagen 55 1 FBW BBC-Sécheron 91 GTL Gelenk nein 1976, Wagen vom Trolleybus Bern. Seit 2004 befindet sich dieser Wagen als Schenkung im Bestand des Obus-Museums.
81 1 MAN Kiepe SG 200 TH Gelenk nein 1979 bis 1983, danach zurück an MAN, Prototyp
82 1 Daimler-Benz BBC-Sécheron O 305 GT Gelenk nein 1982, Prototyp, noch im gleichen Jahr zum Oberleitungsbus Kaiserslautern
83 1 Van Hool Kiepe AG 280 T Gelenk nein März bis August 1985, Prototyp, noch im gleichen Jahr zum Oberleitungsbus Gent
Dritte Generation
(68 Wagen)
1–6, 7 I, 7 II, 8–21 22 MAN Kiepe SG 200 HO Gelenk nein 15. Februar 1984 bis 18. Juni 2003, ausgenommen Museumswagen 5
22–67 46 MAN Kiepe SL 172 HO Solo nein 7. April 1986 bis 15. November 2009, ausgenommen Museumswagen 42
Vierte Generation
(50 Wagen)
171–185 15 Berkhof Alstom / Traxis Premier AT 18 Gelenk ja seit 10. Juni 2001
251–270 20 Van Hool Kiepe AG 300 T Gelenk ja seit 25. September 2002
951–965 15 Carrosserie Hess Vossloh Kiepe Swisstrolley 3 Gelenk ja seit 26. Januar 2009

In der Tabelle nicht dargestellt sind die neun Obus-Anhänger der Peter Bauer Fahrzeugfabrik aus Köln. Sie wurden zwischen 1952 und 1962 in den Hauptverkehrszeiten auf den Linien 1 und 2 eingesetzt, von ihnen blieb kein Exemplar erhalten.[8] Außerdem erfolgte in den 1990er Jahren der versuchsweise Einsatz eines MAN NGE 152 aus Eberswalde. Ferner testete das Unternehmen Kiepe aus dem nahen Düsseldorf im Solinger Netz diverse O-Busse, die für andere Betriebe bestimmt waren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Walther: 50 Jahre Obus in Solingen. EK, Freiburg im Breisgau 2002, ISBN 3-88255-842-3.
  • Ludger Kenning, Mattis Schindler (Hrsg.): Obusse in Deutschland. Band 2: Nordrhein-Westfalen, Hessen. Kenning, Nordhorn 2011, ISBN 978-3-933613-31-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberleitungsbusse in Solingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Oberleitungsbusse in Wuppertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Obus Geschichte auf www.sobus.net
  2. Zahlen, Daten, Fakten auf www.sobus.net
  3. Der Obus in Solingen - kurzer Rückblick
  4. ST-Serie "Wir in Gräfrath": Linien-Verlängerung scheitert
  5. Bus-Linie 683: Neue Hoffnung auf Verlängerung
  6. Diplomarbeit von Reiner Nießen: "ÖPNV-Verknüpfungsbereich Wuppertal Vohwinkel", Uni Wuppertal 1983
  7. Neuer O-Bus der Stadtwerke fährt mit Batterie. Solinger Tageblatt, 4. August 2016; abgerufen am 20. September 2016.
  8. Fahrzeuginfos zum Orion Personenanhänger “06”