Oberleitungsmast

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Die bisherige Aussage, dass Betonmasten vorwiegend auf Neubaustrecken verwendet werden, ist falsch. Richtig ist, dass bei der DB neue errichtete Masten meist Betonmasten sind. Ob die Strecke neu oder alt ist, schnell oder langsam befahren wird, spielt keine Rolle. So ist zu beobachten, dass abgängige Stahlmasten in der Regel durch Betonmasten ersetzt werden (Beispiel Murnau - Oberammergau, die rund 100 Jahre alten Masten wurden mit wenigen Ausnahmen durch Betonmasten ersetzt), ebenso kommen seit rund 20 Jahren auch bei der nachträglichen Elektrifizierung vorhandener Strecken mehrheitlich Betonmasten zum Einsatz (Beispiel Dachau - Altomünster oder Hamburg - Lübeck) ==> Beweisfotos hier:

Murnau - Oberammergau

http://www.bahnbilder.de/name/galerie/kategorie/deutschland~strecken~kbs-104-hamburg---travemunde.html

Dachau - Altomünster

http://www.tramreport.de/2014/12/15/s-bahn-eroeffnungsfeier-in-altomuenster/


Hamburg-Lübeck:

http://www.bahnbilder.de/name/galerie/kategorie/deutschland~strecken~kbs-104-hamburg---travemunde.html)

Stahl-Oberleitungsmast
Oberleitungsmast aus Holz an der Strecke Oslo - Trondheim (Norwegen)

Ein Oberleitungsmast ist ein Mast für die Montage der Oberleitung einer elektrifizierten Bahn oder eines Oberleitungsbusses. Bei der Deutschen Bahn beträgt der Regelabstand zwischen den Masten 60 Meter.

Oberleitungsmaste können aus Holz, Stahlbeton oder Stahl gefertigt sein. Oberleitungsmaste aus Holz werden in Deutschland nicht verwendet, beispielsweise in Norwegen sind sie jedoch noch weit verbreitet. Die meisten Oberleitungsmaste der Deutschen Bahn AG sind Stahlmaste, bei Neuelektrifizierungen sowie beim Ersatz abgängiger Oberleitungsmasten werden jedoch mehrheitlich Stahlbetonmasten aus Schleuderbeton verwendet. Fallweise werden jedoch auch neue Stahlmasten errichtet. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Sonderbauformen erforderlich sind (z.B. auf Brücken oder in Bahnhöfen) oder wenn der Streckenabschnitt in einer unübersichtlichen Kurve liegt. Letzteres hängt damit zusammen, dass Stahlmasten als Gittermasten gestaltet werden können, was insbesondere bei der Aufstellung von Masten auf der Innenseite eines Gleisbogens dem Triebfahrzeugführer eine bessere Sicht auf die Strecke ermöglicht als die relativ dicken Schleuderbetonmasten.

Bei modernen Oberleitungsmasten hängt der Fahrdraht meist an einem N-förmigen Ausleger, während früher auch andere Bauarten üblich waren. Da der Fahrdraht stets straff gespannt sein muss, erfolgt die Abspannung des Fahrdrahts stets über eine Rolle, an der ein Seil mit einem Gewicht hängt.

Oberleitungsmaste können neben der Oberleitung auch noch weitere Leitungen tragen. Gelegentlich tragen sie auf Traversen oberhalb der Leiterseile noch Zuleitungen von der Schaltstelle oder vom Unterwerk zu entfernteren, separat zu speisenden Oberleitungsabschnitten.

Es gibt auch Oberleitungsmaste, auf deren Spitze eine Traverse für eine Bahnstromleitung angebracht ist. Aus statischen Gründen wird hierbei entweder nur ein Stromkreis auf den Mast verlegt (bei zweigleisigen Strecken besitzt jeder Oberleitungsmast eine Traverse für eine Bahnstromleitung) oder die Bahnstromleitung wird in Zweiebenenanordnung auf den Traversen aufgehängt, wobei jeder Stromkreis eine Masthälfte beansprucht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Oberleitungsmast – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen