Oberleitungsmast

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Stahl-Oberleitungsmast

Ein Oberleitungsmast ist ein Mast für die Montage der Oberleitung einer elektrifizierten Bahn oder eines Oberleitungsbusses. Bei der Deutschen Bahn beträgt der Abstand zwischen den Masten meist 60m.

Oberleitungsmaste können aus Holz, Stahlbeton oder Stahl gefertigt sein. Oberleitungsmaste aus Holz werden in Deutschland kaum verwendet. Bei der Deutschen Bahn AG werden im Regelfall Stahlmaste als Oberleitungsmaste verwendet. Stahlbetonmasten aus Schleuderbeton werden hauptsächlich für die Neubaustrecken verwendet. Sie kommen aber auch auf manchen anderen Strecken wie der Gäubahn Stuttgart–Singen oder der Oberen Jagstbahn zum Einsatz.

Bei modernen Oberleitungsmasten hängt der Fahrdraht meist an einem N-förmigen Ausleger, während früher auch andere Bauarten üblich waren. Da der Fahrdraht stets straff gespannt sein muss, erfolgt die Abspannung des Fahrdrahts stets über eine Rolle, an der ein Seil mit einem Gewicht hängt.

Oberleitungsmaste können neben der Oberleitung auch noch weitere Leitungen tragen. Gelegentlich tragen sie auf Traversen oberhalb der Leiterseile noch Zuleitungen von der Schaltstelle oder vom Unterwerk zu entfernteren, separat zu speisenden Oberleitungsabschnitten.

Es gibt auch Oberleitungsmaste, auf deren Spitze eine Traverse für eine Bahnstromleitung angebracht ist. Aus statischen Gründen wird hierbei entweder nur ein Stromkreis auf den Mast verlegt (bei zweigleisigen Strecken besitzt jeder Oberleitungsmast eine Traverse für eine Bahnstromleitung) oder die Bahnstromleitung wird in Zweiebenenanordnung auf den Traversen aufgehängt, wobei jeder Stromkreis eine Masthälfte beansprucht.