Oberleitungsmast

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Die bisherige Aussage, dass Betonmasten vorwiegend auf Neubaustrecken verwendet werden, ist falsch. Richtig ist, dass bei der DB neue errichtete Masten meist Betonmasten sind. Ob die Strecke neu oder alt ist, schnell oder langsam befahren wird, spielt keine Rolle. So ist zu beobachten, dass abgängige Stahlmasten in der Regel durch Betonmasten ersetzt werden (Beispiel Murnau - Oberammergau, die rund 100 Jahre alten Masten wurden mit wenigen Ausnahmen durch Betonmasten ersetzt), ebenso kommen seit rund 20 Jahren auch bei der nachträglichen Elektrifizierung vorhandener Strecken mehrheitlich Betonmasten zum Einsatz (Beispiel Dachau - Altomünster oder Hamburg - Lübeck) ==> Beweisfotos hier:
Stahlflachmast
Oberleitungsmast aus Holz an der Strecke Oslo–Trondheim (Norwegen)

Ein Oberleitungsmast oder Fahrleitungsmast ist ein Mast für die Montage der Oberleitung von elektrifizierten Bahnen oder Oberleitungsbusstrecken. In Deutschland beträgt der Maximalabstand zwischen zwei Stützpunkten 80, der Regelabstand auf Schnellfahrstrecken 60 Meter.

Oberleitungsmasten können aus Holz, Stahlbeton oder Stahl gefertigt sein. Oberleitungsmasten aus Holz werden in Deutschland nicht verwendet, beispielsweise in Norwegen sind sie jedoch noch weit verbreitet. Die meisten Oberleitungsmaste der Deutschen Bahn AG sind Stahlmaste, bei Neuelektrifizierungen sowie beim Ersatz abgängiger Oberleitungsmasten werden jedoch mehrheitlich Stahlbetonmasten aus Schleuderbeton verwendet. Fallweise werden jedoch auch neue Stahlmasten errichtet. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Sonderbauformen erforderlich sind (z.B. auf Brücken oder in Bahnhöfen) oder wenn der Streckenabschnitt in einer unübersichtlichen Kurve liegt. Letzteres hängt damit zusammen, dass Stahlmasten als Gittermasten gestaltet werden können, was insbesondere bei der Aufstellung von Masten auf der Innenseite eines Gleisbogens dem Triebfahrzeugführer eine bessere Sicht auf die Strecke ermöglicht als die relativ dicken Schleuderbetonmasten. In vielen Ländern, beispielsweise in Tschechien, der Slowakei und Italien, sind auch Rohrmasten üblich. Turmmasten für Quertragwerke oder mehrgleisige Ausleger sind üblicherweise Winkelmasten aus Stahl, Rechteckbetonmasten konnten sich nicht durchsetzen. In mehreren Bahnhöfen der Bahnstrecke Halle–Cottbus sind sie noch in Betrieb.

Die ältesten Bauarten, sowohl Beton- als auch Stahlmasten, waren Einsetzmasten. Sie wurden in vorher ausgehobene Baugruben eingesetzt, darauf verfüllte man diese mit Beton. Der Vorteil ist eine einfache Konstruktion, doch ist es kaum möglich, einen beschädigten Mast am selben Ort zu ersetzen. Außerdem müssen die Baugruben wegen der nötigen Tiefe mit Verbau gesichert werden. Der Aushub war häufig nur manuell möglich und während des Abbindens des Betons mussten die Masten abgestützt werden. Zur Vereinfachung entstanden später Aufsetzmasten. Bei diesen ist es möglich, die Fundamente vorher zu betonieren, insbesondere für nicht in Längsrichtung belastete Stützpunkte ist auch der Einbau von Fertigteilfundamenten möglich. Schleuderbetonmasten wurden in vorher verlegte Betonhülsen eingesetzt, verkeilt und ebenfalls einbetoniert. Nach Möglichkeit werden heute Rammpfähle genutzt. Für Stahlaufsetzmaste werden die Rammpfähle mit einem aufbetonierten Mastkopf versehen, Rammpfähle für Schleuderbetonmasten besitzen auf der Oberseite ein aufgeschweißtes Rohr. Auf dieses wird der Mast aufgesetzt, der Zwischenraum wird mit Beton verfüllt. Die Rammgründung verringert den Tiefbauaufwand drastisch.

Bei modernen Oberleitungsmasten hängt der Fahrdraht meist an einem N-förmigen Ausleger, während früher auch andere Bauarten üblich waren. Da der Fahrdraht stets straff gespannt sein muss, erfolgt die Abspannung des Fahrdrahts stets über eine Rolle, an der ein Seil mit einem Gewicht hängt.

Oberleitungsmaste können neben der Oberleitung auch noch weitere Leitungen tragen. Gelegentlich tragen sie auf Traversen oberhalb der Leiterseile noch Zuleitungen von der Schaltstelle oder vom Unterwerk zu entfernteren, separat zu speisenden Oberleitungsabschnitten.

Es gibt auch Oberleitungsmaste, auf deren Spitze eine Traverse für eine Bahnstromleitung angebracht ist. Aus statischen Gründen wird hierbei entweder nur ein Stromkreis auf den Mast verlegt (bei zweigleisigen Strecken besitzt jeder Oberleitungsmast eine Traverse für eine Bahnstromleitung) oder die Bahnstromleitung wird in Zweiebenenanordnung auf den Traversen aufgehängt, wobei jeder Stromkreis eine Masthälfte beansprucht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Oberleitungsmast – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen