Obernheim-Kirchenarnbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Obernheim-Kirchenarnbach
Obernheim-Kirchenarnbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Obernheim-Kirchenarnbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 22′ N, 7° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Thaleischweiler-Wallhalben
Höhe: 394 m ü. NHN
Fläche: 8,61 km2
Einwohner: 1593 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 185 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66919
Vorwahlen: 06371, 06375
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 219
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 52
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Website: www.vgtw.de
Ortsbürgermeister: Andreas Traub (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Obernheim-Kirchenarnbach im Landkreis Südwestpfalz
DarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad DürkheimKarte
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Obernheim-Kirchenarnbach ist die am weitesten nördlich liegende Ortsgemeinde des Landkreises Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die drittgrößte Ortsgemeinde darstellt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernheim-Kirchenarnbach liegt in einem Tal unterhalb der Sickinger Höhe am Rande des Pfälzerwaldes und bildet den nördlichen Abschluss des Landkreises Südwestpfalz. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Oberarnbach, Bann, Queidersbach, Weselberg, Hettenhausen, Gerhardsbrunn und Mittelbrunn. Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Obernheim, Kirchenarnbach und Neumühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obernheim und Kirchenarnbach waren vor 1791 geteilt in einen leiningischen und einen sickingischen Anteil. Der sickingische Anteil gehörte zur Herrschaft Landstuhl. 1791 erwarben die Sickinger auch den leiningischen Anteil. 1801 fiel die Herrschaft mit dem Linken Rheinufer an Frankreich.

Die Gemeinde Obernheim und Kirchenarnbach kam zum Kanton Landstuhl im Département Donnersberg. Von 1798 bis 1814, als die Region Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, unterstand sie der Mairie Gerhardsbrunn.

1815 wurde die Region dem Kaisertum Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte die Gemeinde wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte „Kirchenarnbach und Obernheim“ – weiterhin Teil des fortan bayerischen Kantons Landstuhl – dem Landkommissariat Homburg an; aus diesem ging 1862 das Bezirksamt Homburg hervor.

Der Gemeindename wurde 1911 von Kirchenarnbach-Obernheim in Obernheim-Kirchenarnbach abgeändert.[2] Da ein Teil des Bezirksamts – einschließlich Homburg selbst – 1920 dem neu geschaffenen Saargebiet zugeschlagen wurde, wechselte die Gemeinde in das Bezirksamt Kaiserslautern, 1939 umbenannt in Landkreis Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Pfalz innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des 1946 neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde am 22. April 1972 in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) umgegliedert und kam zur neu geschaffenen Verbandsgemeinde Wallhalben und 2014 zur Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Obernheim-Kirchenarnbach, bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 428
1835 683
1871 779
1905 789
1939 1.077
1950 1.169
Jahr Einwohner
1961 1.525
1970 1.746
1987 1.810
1997 2.016
2005 1.833
2020 1.593

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 waren 79,4 Prozent der Einwohner katholisch und 11,9 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Obernheim-Kirchenarnbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl CDU FWG N FWG O WGH WGF Gesamt
2019[5] 7 6 3 16 Sitze
2014[6] 7 4 1 4 16 Sitze
2009[7] 6 2 1 3 4 16 Sitze
  • FWG N = Freie Wählergemeinschaft Neumühle e. V.
  • FWG O = Freie Wählergemeinschaft Obernheim-Kirchenarnbach e. V.
  • WGH = Wählergruppe Heintz
  • WGF = Wählergruppe Flickinger

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Traub (CDU) wurde 2004 Ortsbürgermeister von Obernheim-Kirchenarnbach.[8] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 62,53 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Obernheim-Kirchenarnbach
Blasonierung: „Von Rot und Grün gespalten, rechts ein schwarzer Wappenschild, darin fünf silberne Kugeln 2:1:2, mit stahlblauem Spangenhelm und goldener Helmzier in Form eines Schwanenrumpfes mit schwarzem Schnabel, hinten mit drei von schwarzen Hahnenfedern geschmückten roten Kugeln besetzt, links ein wachsender, silbern gemauerter, oben mit schwarzem Fachwerk versehener rotbedachter Kirchturm mit goldenem Kreuz.“[10]

Es wurde 1960 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.

Wappenbegründung: Die fünf Bollen erinnern an die ehemaligen Ortsherren, die Herren von Sickingen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschütztes Wegekreuz im Ort

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existieren insgesamt 15 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die Katholische Kirchenruine aus dem 14. Jahrhundert, die in Relation zum Ort ungewöhnlich große St. Johannes-Kirche mit einer Orgel von Orgelbau Friedrich Weigle, die Wallfahrtskapelle Maria Bildeich und die protestantische Kirche; letztere beinhaltet eine von Hugo Mayer Orgelbau errichtete Orgel. .

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Linde im Siedlungsgebiet ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führen die Kreisstraßen 16 und 20; erstere verläuft in West-Ost-Richtung und letztere verbindet die Gemeinde mit Wallhalben. Über die nahegelegene A 62 besteht Anschluss an den Fernverkehr. Nächstgelegene Bahnstation ist Landstuhl.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Gemarkung der Gemeinde befindet sich die 1981 eingeweihte auf 320 Meter Höhe liegende Hütte zur Saudell, die von der in Obernheim-Kirchenarnbach ansässigen Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins betrieben wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Obernheim-Kirchenarnbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert, Richard Bauer: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. S. 487.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Gemeindestatistik KommWis, Stand: 31. Dezember 2014
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Obernheim-Kirchenarnbach. Abgerufen am 29. März 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2014 Obernheim-Kirchenarnbach. Abgerufen am 29. März 2020.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2009 Obernheim-Kirchenarnbach. Abgerufen am 29. März 2020.
  8. Kreis kompakt. Andreas Traub, 15 Jahre Amtszeit (zweiter Absatz). Die Rheinpfalz, 9. April 2019, abgerufen am 28. März 2020.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, Verbandsgemeinde, 15. Ergebniszeile. Abgerufen am 28. März 2020.
  10. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.