Oberoppurg

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Oberoppurg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberoppurg hervorgehoben

Koordinaten: 50° 42′ N, 11° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Oppurg
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 5,07 km2
Einwohner: 163 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 03647
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 075
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Website: www.vg-oppurg.de
Bürgermeister: Werner Böhme
Lage der Gemeinde Oberoppurg im Saale-Orla-Kreis
Bad LobensteinBodelwitzBurgkDittersdorfDittersdorfDittersdorfDöbritzDrebaDreitzschEßbachGefellGerodaKeilaGörkwitzGöschitzGössitzGrobengereuthHirschberg (Saale)GertewitzKirschkauKnauKospodaKrölpaLangenorlaLausnitzLemnitzLinda bei Neustadt an der OrlaLöhmaMiesitzMittelpöllnitzMoßbachMoxaNeundorf (bei Schleiz)Neustadt an der OrlaNeustadt an der OrlaNimritzOberoppurgOettersdorfOppurgPaskaPeuschenPlothenPörmitzPößneckQuaschwitzRanisRemptendorfRosendorfRosenthal am RennsteigSaalburg-EbersdorfSchleizSchmieritzSchmordaSchöndorfSeislaSolkwitzTannaTegauTömmelsdorfTriptisVolkmannsdorfWeiraWernburgWilhelmsdorf (Saale)WurzbachZiegenrückThüringenKarte
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Oberoppurg ist eine Gemeinde im ostthüringischen Saale-Orla-Kreis. Sie gehört seit 1992 mit zwölf weiteren Gemeinden zur Verwaltungsgemeinschaft Oppurg. Die Einwohnerzahl des Ortes ist, wie im gesamten Kreisgebiet, leicht rückläufig. Sie liegt bei etwa 160 Personen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 2 km südlich des Orlatales zwischen den Städten Pößneck und Neustadt an der Orla. Die Landschaft in der Orlasenke ist landwirtschaftlich geprägt, nördlich und südlich dieses breiten Tales ist das Gebiet sehr waldreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Oberoppurg fand Wolfgang Kahl die erste urkundliche Erwähnung 1378.[2]

Blick auf Oberoppurg von Süden
Wehrkirche von Oberoppurg

Wahrzeichen des 1071 erstmals erwähnten Ortes ist die Wehrkirche mit ihrem charakteristischen Turm, die auch auf dem Wappen zu sehen ist. Neben verwinkelten Gassen, renoviertem Fachwerk und zwei Gasthäusern befindet sich hier ein kulturhistorisch wertvolles Umgebindehaus. Am zweiten Sonntag im November findet das Kirchweihfest statt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1933: 249[3]
  • 1939: 241[3]
  • 1994: 225
  • 1995: 228
  • 1996: 221
  • 1997: 221
  • 1998: 220
  • 1999: 226
  • 2000: 223
  • 2001: 219
  • 2002: 215
  • 2003: 208
  • 2004: 203
  • 2005: 192
  • 2006: 190
  • 2007: 193
  • 2008: 193
  • 2009: 184
  • 2010: 178
  • 2011: 167
  • 2012: 168
  • 2013: 162
  • 2014: 166
  • 2015: 164
  • 2016: 164
  • 2017: 165
  • 2018: 163
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im zwei Kilometer entfernten Oppurg besteht Bahnanschluss (Strecke Saalfeld/SaaleGera) und Anschluss an das Bundesstraßennetz (B 281). Die nächste Autobahnauffahrt ist 17 km entfernt (Triptis, A 9 Berlin – München).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der Gemeinde befindet sich das Landschaftsschutzgebiet "Döbritzer Schweiz" mit seinen urzeitlichen Höhlen und das Gebiet der Plothener Teiche, einem Teil des Naturparks Thüringer Schiefergebirge.
Derzeit wird das Radwanderwege-Netz ausgebaut, 2005 wurde der 34 km lange Orla-Radwanderweg von der Quelle bis zur Mündung des Flusses in die Saale freigegeben.
Die Thüringer Porzellanstraße von Pößneck nach Triptis verläuft durch die Orlasenke, die eine lange Tradition in der Porzellanherstellung aufweisen kann.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Gedenkstein bei den Gräbern von elf durch die SS ermordeten Häftlingen erinnert an die Todesmarsch-Kolonnen aus dem KZ Buchenwald, die im April 1945 durch den Ort getrieben wurden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 209.
  3. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Saalfeld. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  4. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 225.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberoppurg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien