Oberostendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberostendorf
Oberostendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberostendorf hervorgehoben
Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Westendorf
Höhe: 674 m ü. NHN
Fläche: 21,04 km2
Einwohner: 1372 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86869
Vorwahl: 08344
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 155
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Angerstr. 12
86869 Oberostendorf
Webpräsenz: www.oberostendorf.de
Bürgermeister: Helmut Holzheu (Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Oberostendorf im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Allgäu)Wald (Allgäu)Waal (Allgäu)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Allgäu)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild

Oberostendorf ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberostendorf liegt in der Region Allgäu.

Es existieren folgende Gemarkungen: Gutenberg, Lengenfeld, Oberostendorf, Unterostendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals 890 als Ostrindorf urkundlich erwähnt und gehört damit neben Waal zu den ältesten Orten der Gegend. Im heutigen Gemeindegebiet teilte sich das Hochstift Augsburg die Herrschaft mit der Freien Reichsstadt Kaufbeuren sowie den Herren Hörmann von und zu Gutenberg. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Jahr 1818 entstand die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unterostendorf eingegliedert.[2] Am 1. Mai 1978 kamen Gutenberg und Lengenfeld hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1108 Einwohner[3]
  • 1970: 1033 Einwohner[3]
  • 1987: 1158 Einwohner
  • 1991: 1224 Einwohner
  • 1995: 1238 Einwohner
  • 2000: 1256 Einwohner
  • 2005: 1289 Einwohner
  • 2010: 1311 Einwohner
  • 2015: 1372 Einwohner

Oberostendorf wuchs von 1988 bis 2008 um 130 Einwohner bzw. um ca. elf Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberostendorf
Pfarrkirche von Gutenberg

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Helmut Holzheu (Wählergruppe).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot auf einer silbernen Spitze sitzend eine silberne Taube, die im Schnabel einen sechsstrahligen goldenen Stern trägt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die ehemalige Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt (Oberostendorf) aus dem 15. Jahrhundert. In der Gutenberger Pfarrkirche St. Margareta befindet sich eine Gruft der Kaufbeurer Patrizierfamilie Hörmann, von 1543 bis 1803 Grundherrn von Gutenberg.[4] In Gutenberg existiert ein Heimatmuseum.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 516. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 784 ha. Davon waren 612 ha Ackerfläche und 172 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberostendorf liegt direkt an der Staatsstraße 2035.

Der Bahnhof Buchloe (zwölf Kilometer entfernt) ist der Knotenpunkt der Eisenbahnlinien München–Kempten (Allgäu)–Lindau ("Allgäubahn"), Augsburg–Buchloe und Buchloe–Memmingen–Lindau mit IC-Anschluss sowie EC-Direktverbindungen in die Schweiz.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2013):

  • Kindergarten: 43 Kindergartenplätze mit 35 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Lengenfeld, Gemeinde Oberostendorf stammt der katholische Moraltheologe Jakob Danzer (1743–1796).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberostendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  4. Karl Prestele: 750 Jahre Gutenberg 1238 - 1988 (Festschrift, 1988)
  5. http://www.oberostendorf.de/oeffentliche-einrichtungen/heimatmuseum/