Oberpöring

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberpöring
Oberpöring
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberpöring hervorgehoben

Koordinaten: 48° 42′ N, 12° 50′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberpöring
Höhe: 349 m ü. NHN
Fläche: 17,39 km2
Einwohner: 1187 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94562
Vorwahl: 09937
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 139
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Niederpöring 23
94562 Oberpöring
Website: www.oberpoering.de
Erster Bürgermeister: Thomas Stoiber (FWG/ Unpart.Wgem.N/FWG)
Lage der Gemeinde Oberpöring im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild

Oberpöring ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin in Oberpöring
Ansicht von Niederpöring

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald an der Isar am Südrand des Gäubodens.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt sechs amtlich benannte Gemeindeteile: Alttiefenweg, Bürg, Gneiding, Niederpöring, Oberpöring und Oberpöringermoos.[2] Es existieren die Gemarkungen Niederpöring und Oberpöring.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein für das Bootsunglück am 10. Mai 1945 in Niederpöring, bei dem elf der 17 Insassen einer gekenterten Fähre ums Leben kamen[3]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberpöring gehörte den Grafen von Yrsch. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die die Grafen von den Freiherrn von Closen auf Arnstorf und Gern gegen Ende des 18. Jahrhunderts übernommen hatten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1834 wurde das Schloss Oberpöring mit der Kapelle niedergerissen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Nachbargemeinde Niederpöring eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Ettling mit dem Ort Gneiding[5] hinzu.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1.013 auf 1.169 um 156 Einwohner bzw. um 15,4 %.

  • 1961: 1112 Einwohner
  • 1970: 1080 Einwohner
  • 1987: 1014 Einwohner
  • 1991: 1035 Einwohner
  • 1995: 1097 Einwohner
  • 2000: 1085 Einwohner
  • 2005: 1157 Einwohner
  • 2010: 1160 Einwohner
  • 2015: 1131 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Thomas Stoiber.[7] Dieser erreichte in der Kommunalwahl 2014 62,13 % der gültig abgegebenen Stimmen. Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wurde er ohne Gegenkandidat im ersten Wahlgang mit 83,25 Prozent zum 1. Bürgermeister wiedergewählt.[8]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angaben geben die Anzahl der erreichten Ratssitze und in Klammern den Stimmenanteil wieder:

FWG UWG FW Gneiding Gesamt Wahlbeteiligung
2020[9] 6 (48,5 %) 4 (31,6 %) 2 (19,8 %) 12 63,9 %
2014 6 (53,7 %) 4 (30,2 %) 2 (16,1 %) 12 69,4 %
2008 6 (41,0 %) 4 (31,8 %) 2 (17,2 %) 12 96,9 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Oberpöring
Blasonierung: „In Silber über einem grünen Dreiberg ein schwarzer Schrägbalken, der mit drei goldenen Kugeln belegt ist, links oben ein schwarzes Schildchen mit drei senkrechten silbernen Rauten.“[10]

Das Wappen wird seit 1984 geführt.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberpöring mit Sitz ebenda.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 14 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 384. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 31 Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1194 ha, davon waren 1155 ha Ackerfläche und 37 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtung: 68 Plätze mit 42 Kindern, davon vier unter drei Jahren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberpöring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberpöring in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Juni 2020.
  3. http://niederpoering.de.tl/Schreckliches-F.ae.hrungl.ue.ck-auf-der-Isar.htm
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 585.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 59, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 15).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  7. Verwaltung. Gemeinde Oberpöring, abgerufen am 30. September 2020.
  8. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  9. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Oberpöring 2020 – Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 15. März 2020, abgerufen am 3. Mai 2020.
  10. Eintrag zum Wappen von Oberpöring in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 26. August 2020.