Oberreichenbach (Birstein)

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Oberreichenbach
Gemeinde Birstein
Koordinaten: 50° 22′ 52″ N, 9° 19′ 38″ O
Höhe: 341 (315–460) m
Einwohner: 207 (31. Dez. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. März 1971
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054

Oberreichenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein am nordöstlichen Rande des Main-Kinzig-Kreises in Hessen (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft liegt am südlichen Fuße, auf einem wellenförmigen Plateau des Vogelsbergs, in einer Vertiefung in der Richtung von NO nach SW. Der Reichenbach entspringt oberhalb des Ortes und durchfließt ihn in südwestlicher Richtung und mündet bei Brachttal in die Bracht. Die Höhenlage in der Gemarkung schwankt von 315 bis 460 m über NN, wobei der Große Hohberg mit seinen 460 m über NN die höchste Erhebung ist. Von ihm hat man bei klarem Wetter eine überragende Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Die vorherrschenden Böden sind Verwitterungs-, Trümmer- und Gesteinsböden. Die am meisten vorkommende Bodenart ist der Lehm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erstmalige Erwähnung erfolgte am 13. März 1372 als Obern Richenbach, durch Gottfried Zippur, bei seinem Verzicht auf das Amt zu Birsenstein (Birstein) und Richenbach (Oberreichenbach), als Heinrich und Johann von Isenburg ihn aus der Gefangenschaft entlassen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war das Dorf fast menschenleer. Zwölf Häuser bildeten alten Überlieferungen zufolge die Gemeinde Oberreichenbach. Es dauerte fast 100 Jahre bis sich die Häuser- und Einwohnerzahl so vergrößert hatte, wie es vor dem Dreißigjährigen Krieg war.

1859 hatte man bereits wieder 263 Einwohner, die auf 55 Familien aufgeteilt waren, die waren wiederum auf 43 Wohnhäuser aufgeteilt. Der Haupterwerb zu dieser Zeit war die Landwirtschaft, die vom Großteil der Einwohner betrieben wurde. Am 1. März 1971[2] schloss man sich der heutigen Großgemeinde Birstein an und gab somit seine Eigenständigkeit auf. In der heutigen Zeit gibt es noch vier landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe im Ort, auf diese teilt sich ein Großteil der landwirtschaftlichen Fläche auf.

Von 1992 bis 2002 war Oberreichenbach im Dorferneuerungsprogramm. Während dieser Zeit wurde das alte Schulhaus zum Dorfhaus/Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Oberreichenbach ist zu einem hohen Anteil evangelischen Glaubens.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfhaus mit Dorfplatz
  • Vogelsberger Dom im Ortsteil Unterreichenbach
  • Hügelgräber im Wald bei Oberreichenbach

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeportrait Birstein: Zahlen, Daten & Fakten. Einwohnerzahl HW
  2. „Oberreichenbach, Main-Kinzig-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 14. August 2015.