Oberreute

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberreute
Oberreute
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberreute hervorgehoben

Koordinaten: 47° 34′ N, 9° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Stiefenhofen
Höhe: 857 m ü. NHN
Fläche: 13,49 km2
Einwohner: 1672 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88179
Vorwahl: 08387
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 121
Gemeindegliederung: 15 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 8
D-88167 Stiefenhofen
Website: www.oberreute.de
Erster Bürgermeister: Stefan Schneider (Offene Bürger Oberreute)
Lage der Gemeinde Oberreute im Landkreis Lindau (Bodensee)
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Über dieses Bild
Oberreute an der Deutschen Alpenstraße
Die barocke Pfarrkirche St. Martin (errichtet 1797)

Oberreute (westallgäuerisch Obereite) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee). Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und staatlich anerkannter Luftkurort an der Deutschen Alpenstraße.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westallgäu und Oberschwaben, vom Hochgrat aus; Oberreute links im Vordergrund
Oberreute von Südwesten

Oberreute liegt in der Region Allgäu, genauer im Westallgäu, etwa fünf Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Das Gemeindegebiet befindet sich auf einer Höhe von 680 bis 1041 m ü. NN.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 15 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die Einöden Kremlerbad und Kremlermühle sind keine amtlich benannten Ortsteile.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiefenhofen
Weiler-Simmerberg Nachbargemeinden Oberstaufen
Sulzberg (Vorarlberg)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Ortsteile Stadels und Schönebühl waren einst Gerichtssitz. Oberreute entstand erst Ende des 18. Jahrhunderts. 1797 wurde von den Bewohnern die erste Kirche errichtet. Der Ort war Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg, seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört er zu Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1010 Einwohner[3]
  • 1970: 1040 Einwohner[3]
  • 1987: 1283 Einwohner
  • 1991: 1456 Einwohner
  • 1995: 1395 Einwohner
  • 2000: 1471 Einwohner
  • 2005: 1609 Einwohner
  • 2010: 1641 Einwohner
  • 2015: 1635 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1283 auf 1662 um 379 Einwohner bzw. um 29,5 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist nach der Wahl 2020 Stefan Schneider.[4]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Wahl 2020 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberreute
Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Dreiberg gekreuzt ein silbernes Rodungsbeil und ein silberner Spaten mit goldenen Stielen.“[5]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stiefenhofen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe noch im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 459. Das verarbeitende Gewerbe zählte sechs, das Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. 1999 bestanden außerdem 54 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 881 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1999 besuchten in Oberreute 49 Kinder den Kindergarten und 82 Schüler die Volksschule, an der vier Lehrer unterrichteten.

Landschaft und Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Wildrosenmoos, ein Landschaftskomplex aus Feuchtwiesen und Mooren, bietet vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum. Als grenzüberschreitender Naturraum zwischen Deutschland und Österreich bietet es auch Wanderern und Naturliebhaber eine abwechslungsreiche Idylle.
  • Oberreute teilt sich sein bekanntestes Geotop, die Hausbachklamm, mit Weiler-Simmerberg. Der Tobelabschnitt ist rund anderthalb Kilometer lang und beeindruckt durch Auswaschungen und Strudeltöpfe im Sand- und Nagelfluhgestein.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grenzüberschreitender Naturlehrpfad zwischen Oberreute und Sulzberg (A)
  • Hausbachklamm mit Abenteuerspielplatz
  • Nordic Walking Park
  • Wanderwege ca. 40 km
  • Skilifte mit Skischule und Skiverleih (drei Schlepplifte und ein Förderband)
  • 25 km Langlaufloipen
  • beheiztes Freibad mit Beachvolleyballplatz und Slackline
  • Museum im Rathaus
  • Skimuseum mit Exponaten aus dem Ende 19. Jahrhunderts
  • Pfarrkirche St. Martin

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Standkonzerte im Kurgarten
  • Sommerfeste
  • Kinderferienprogramm
  • Gästebegrüßungen
  • Heimatabende
  • geführte Schneeschuhwanderungen im Winter
  • Weihnachtsmarkt

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Evangelist Keller (1824–1910), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, Bürgermeister von Lindenberg
  • Gunter Steinbach (1938–2002) Sachbuchautor und Herausgeber einer erfolgreichen Naturführerreihe, lebte seit Ende der 1970er Jahre auf einem Hof bei Oberreute-Irsengund.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberreute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberreute in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 18. August 2019.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 786.
  4. Gemeinderat. Gemeinde Oberreute, abgerufen am 30. September 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Oberreute in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. https://cfran.cancilleria.gob.ar/userfiles/2018/oberreute_lacumbrecita_convenio_amistad.pdf