Oberrieden (Bad Sooden-Allendorf)

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Oberrieden
Koordinaten: 51° 18′ 33″ N, 9° 55′ 33″ O
Höhe: 146 m ü. NHN
Fläche: 5,3 km²[1]
Einwohner: 581 (31. Dez. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 37242
Vorwahl: 05542
Luftbild
Luftbild

Oberrieden ist der größte Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberrieden liegt in der Nähe des Dreiländerecks HessenThüringenNiedersachsen nahe der Mündung des Oberrieder Bachs in die Werra. Südlich des Dorfs befindet sich das Soodener Bergland (482,4 m) mit daran anschließendem Hohem Meißner (753,6 m), und nordöstlich der Schürzeberg (213,9 m), die wie das Dorf alle im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald) liegen. Jenseits der Werra erhebt sich im Nordosten der thüringisch-hessische Höheberg (511,7 m).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ereignis
1150 Erste urkundliche Erwähnung: Graf Gyso von Bilstein übergibt sein Grundstück in Rieden dem Kloster Fulda
1415 Errichtung der Burg Ludwigstein durch Landgraf Ludwig I. von Hessen, später Zugehörigkeit zum hessischen Amt Ludwigstein/Witzenhausen
1447 Erwerb des Patronats für die Kirchengemeinde Oberrieden durch Hans von Dörnberg auf dem Ludwigstein
1747 Erstmalige Nennung des Namens „Ober Rieden“ zur Unterscheidung von Unterrieden
1870 bis 1875 Bau der Eisenbahnlinie Göttingen – Bebra durch die Gemarkung Oberrieden
1945 Sprengung der Eisenbahnbrücke Oberrieden-Werleshausen und der Werrabrücke nach Lindewerra durch deutsche Truppen; Besetzung durch amerikanische Truppen am 6. April
1947 bis 1949 Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke
1970 Schließung der Grundschule
1971 Im Rahmen der hessischen Gebietsreform Eingliederung als Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf am 31. Dezember[3]
1978 Schließung des Oberriedener Bahnhofs
1987 bis 1992 Bau des Schürzebergtunnels, um den Ort vom Verkehr der beim Dorf als Umgehungsstraße angelegten B 27 zu entlasten
1993 Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm
1999 Wiedereinweihung der Brücke nach Lindewerra
2001 Beginn des Rückbaus der Ortsdurchfahrt

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbeirat von Oberrieden hat sieben Mitglieder. Derzeitiger Ortsvorsteher ist Mario Babacz (SPD).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordöstlich vorbei an Oberrieden führt im Abschnitt GöttingenEschwege die beim Dorf durch den Schürzebergtunnel (530 m lang) verlaufende Bundesstraße 27. An dieser Straße liegt beim 12 km nördlich gelegenen Friedland die Anschlussstelle Friedland der Bundesautobahn 38 (Göttingen–Friedland–HeiligenstadtHalle), auf der man zum nahen Autobahndreieck Drammetal (A 7) fahren kann. Auch nordöstlich vorbei am Dorf verläuft durch den Schürzeberg-Tunnel (173 m) die Bahnstrecke Göttingen–Bebra; im Dorf gibt es aber keine Haltestelle.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jubiläumsfestschrift 850 Jahre Oberrieden. Druck: Keitz+Fischer 2000.
  • Wolfgang Koch: Eisenbahnbrücke Oberrieden. Verlag Vogt GmbH, Hess. Lichtenau 1989.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oberrieden, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 12. Februar 2016)
  2. Geodatenzentrum: Oberrieden, abgerufen im März 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 410.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberrieden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien