Oberschwarzach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Markt Oberschwarzach im Landkreis Schweinfurt, weitere Bedeutungen unter Oberschwarzach (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Oberschwarzach
Oberschwarzach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Oberschwarzach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Verwaltungs­gemeinschaft: Gerolzhofen
Höhe: 278 m ü. NHN
Fläche: 24,51 km²
Einwohner: 1388 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97516
Vorwahl: 09382
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 164
Marktgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Brunnengasse 5
97447 Gerolzhofen
Webpräsenz: www.oberschwarzach.de
Bürgermeister: Manfred Schötz (Wählergemeinschaft Breitbach/Kammerforst)
Lage des Marktes Oberschwarzach im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Oberschwarzach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen.

Der Weinort Oberschwarzach vom 'Oberschwarzacher Hörnle' aus gesehen

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberschwarzach liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberschwarzach gliedert sich in zwölf Ortsteile[2]:

  • Breitbach
  • Düttingsfeld
  • Greuthermühle
  • Handthal
  • Kammerforst
  • Mutzenroth
  • Oberschwarzach
  • Schönaich
  • Siegendorf
  • Steinmühle
  • Wiebelsberg
  • Wiesenmühle

Es gibt die Gemarkungen Breitbach, Handthal, Mutzenroth, Siegendorf, Wiebelsberg, Oberschwarzach, Düttingsfeld und Schönaich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ebrach, Geiselwind, Prichsenstadt, Lülsfeld und Gerolzhofen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mutzenroth eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Wiebelsberg hinzu.[3] Breitbach, Handthal und Siegendorf folgten am 1. Mai 1978.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2014 waren es 1385 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Schötz (Wählergemeinschaft Breitbach/Kammerforst).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 480.000 Euro, davon die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 29.000 Euro.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weinbergskapelle 14 Nothelfer
Schloss Oberschwarzach mit Mariensäule

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft drei, im produzierenden Gewerbe 60 und im Bereich Handel und Verkehr 24 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 28 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 489. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 94 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1374 Hektar, davon waren 1072 Hektar Ackerfläche und 216 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Breitbach wird von der Bundesstraße 22 durchquert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 75 Kindergartenplätze mit 73 Kindern
  • eine Volksschule mit 13 Lehrern und 244 Schülern
  • Schulort der Teilhauptschule I Gerolzhofen (5. und 6. Klasse)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Ludwig (* 1640, † 1696), geboren in Oberschwarzach, Zisterzienserabt des Klosters Ebrach
  • Josef August Eichelsbacher, (* 1884, † 1968), geboren in Oberschwarzach, Schulrat i. R.; Eichelsbacher schrieb viele Bücher über die Heimatgeschichte des Kahlgrundes und Unterfrankens.
  • Georg Häfner (* 1900, † 1942), katholischer Pfarrer in Oberschwarzach, war ein entschiedener Gegner des NS-Regimes und kam im KZ Dachau ums Leben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberschwarzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/220444&attr=OBJ&val=1766
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 471.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 754.
  5. Tourismusmagazin Fränkisches Weinland Nr. 05/11