Zum Inhalt springen

Oberstaufenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Oberstaufenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberstaufenbach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 31′ N,  31′ OKoordinaten: 49° 31′ N,  31′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 2,68 km²
Einwohner: 249 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66879
Vorwahl: 06385
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 071
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Website: www.oberstaufenbach.de
Ortsbürgermeister: Thorben Müller
Lage der Ortsgemeinde Oberstaufenbach im Landkreis Kusel
Karte
Karte
Ortsbild von oberstaufenbach

Oberstaufenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Der Ort liegt im Nordpfälzer Bergland innerhalb des Musikantenlandes in der Westpfalz. Südlich schließt sich der Landkreis Kaiserslautern an. Im Norden befindet sich Niederstaufenbach, im Südosten Reichenbach-Steegen und südwestlich liegt Neunkirchen am Potzberg. Zu Oberstaufenbach gehört der Wohnplatz Birkenhof.[2]

Mitten durch Oberstaufenbach verläuft der Reichenbach. Innerhalb der Gemeindegemarkung nimmt er jeweils von links den Limbach und den Gerschbach auf. Der Oberlauf des Niederstaufenbach befindet sich ebenfalls auf dem Gebiet von Oberstaufenbach.

Im Mittelalter befand sich im Gemeindegebiet die Heidenburg.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Lauterecken sowie der Schultheißerei Reichenbach.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Oberstaufenbach in den Kanton Wolfstein eingegliedert. 1815 gehörte der Ort zunächst zu Österreich. Nach dem Wiener Kongress wurde er ein Jahr später dem Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 gehörte Ober-Staufenbach – so die damalige Schreibweise – weiterhin dem Kanton Wolfstein an und war Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. ach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Oberstaufenbach 1972 Bestandteil der Verbandsgemeinde Altenglan. Seit 2018 gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan.

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberstaufenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

JahrEinwohner
1815161
1835195
1871202
1905216
1939183
1950213
1961206
JahrEinwohner
1970218
1987190
1997250
2005261
2011244
2017262
2024249[1]

Thorben Müller wurde 2024 Ortsbürgermeister von Oberstaufenbach.

Sein Vorgänger war Thomas Andes seit Juli 2019.[4] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Bewerber angetreten war, erfolgte die anstehende Neuwahl gemäß Gemeindeordnung durch den Rat.[5] Dieser entschied sich einstimmig für Andes.[4]

Vorgänger von Andes waren der 2016 ebenfalls vom Rat gewählte Eckhard Schneidereit,[6] Nicole Fleischer bis zu ihrem Wegzug aus der Gemeinde zum 31. Oktober 2015,[7] sowie bis 2014 Wilhelm Junk.[8]

Im Wappen wird mit dem Wellenbalken (Bach) und dem Felsen (Stauf) der Ortsnamen dargestellt. Der goldene Löwe verweist auf die Kurpfalz, zu der Oberstaufenbach früher gehörte.

Die Oberstaufenbachermühle ist als Denkmalzone ausgewiesen. Hinzu kommen vier Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Frühere Schule

Im 19. Jahrhundert hatte in der Region das Westpfälzer Wandermusikantentum Bedeutung. In neuer Zeit wird in Oberstaufenbach eine Kuk-Sool-Won-Schule betrieben.

Durch den Ort verlaufen die Landesstraßen 364 und 367. Im Südwesten befindet sich die A 62. In Theisbergstegen ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel. Oberstaufenbach selbst ist durch die Buslinie 277 des VRN, die von Altenglan nach Etschberg verläuft, an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.

Durch Oberstaufenbach verläuft der Pfälzer-Land-Radweg.

Persönlichkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit Oberstaufenbach verbunden sind

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Nerdkultur, Moderator und Webvideoproduzent, stammt aus Oberstaufenbach
  • Jan Fickert: Rund um den Potzberg. Sutton-Verlag, Erfurt 2010.
Commons: Oberstaufenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 151 (PDF; 3,3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Mein Dorf, meine Stadt. (rlp.de [abgerufen am 12. Februar 2024]).
  4. 1 2 Eric Sayer: Gemeinderat Oberstaufenbach wählt Thomas Andes zum Ortsbürgermeister. In: Die Rheinpfalz. 7. Juli 2019, abgerufen am 16. Mai 2020.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 16. Mai 2020 (siehe Kusel-Altenglan, Verbandsgemeinde, 26. Ergebniszeile).
  6. Schneidereit Ortsbürgermeister. In: Die Rheinpfalz. 20. Februar 2016, abgerufen am 16. Mai 2020.
  7. Wegzug: Fleischer tritt von Amt zurück. In: Die Rheinpfalz. 10. Oktober 2015, abgerufen am 16. Mai 2020.
  8. Anträge umsonst gestellt. Ortsbürgermeister Wilhelm Junk. In: Die Rheinpfalz. 14. März 2014, abgerufen am 16. Mai 2020.