Oberstedem

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Oberstedem
Oberstedem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberstedem hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 298 m ü. NHN
Fläche: 4,48 km2
Einwohner: 74 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54634
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 097
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Peter Endres
Lage der Ortsgemeinde Oberstedem im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
BW

Oberstedem ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oberstedem liegt etwa 5 km südlich von Bitburg und 25 km nördlich von Trier. Sie liegt im ländlich geprägten Raum und wird im regionalen Raumordnungsplan dem Raumtyp mit besonders ungünstiger Wirtschaftsstruktur zugeordnet. Die Gemarkung liegt im Bereich landwirtschaftlicher Vorrangflächen des „Bitburger Gutlandes“.[2]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung Oberstedem liegt im Kern der Trier-Luxemburger Bucht, im Bereich der Keuperhochfläche des Zentralen Bitburger Gutlandes auf einer schwach reliefierten Hochfläche. Diese bildet die Wasserscheide zwischen Nims und Kyll.


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Stedem wird als „Stedeheym“ erstmals im Jahre 893 im Prümer Urbar urkundlich genannt. Es wird zunächst nicht zwischen Nieder- und Oberstedem unterschieden. Der Ort gehörte in dieser Zeit zum Einflussbereich der Abtei Prüm. In einer päpstlichen Besitzbestätigung des Papstes Innozenz II.wird „Stedeheym“ im Jahr 1140 erneut urkundlich erwähnt. Es gehörte jetzt zum Kloster St. Maximin zu Trier sowie zur Propstei Bitburg in der Grafschaft Luxemburg. Erst 1570 sind in einem Visitationsprotokoll Ober- und Niederstedem getrennt benannt mit dem Schutzpatron Brictius für Oberstedem, das heißt zwischen 1140 und 1570 findet die Unterscheidung zwischen Ober- und Niederstedem statt. Im Jahre 1656, unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg, waren von ehemals elf oder zwölf Höfen oder Wohngebäuden neun verfallen oder zerstört. Nach 1816 gehört Oberstedem zur Bürgermeisterei Messerich; der Ort zählte zu dieser Zeit 104 Einwohner und 12 Wohnhäuser. Seit 1970 gehörte die Gemeinde verwaltungsmäßig der Verbandsgemeinde Bitburg-Land und seit 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Oberstedem besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glasmuseen im Jacobshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im aus dem Jahre 1750 stammenden Jacobshof, einem Trierer Langhaus, wurde nach umfangreicher Renovierung und Umbauten Mitte 2006 ein Glasmuseum eröffnet, das die Sammlungen des Frechener Arztes Helmut Wirges präsentiert. Das Museum ist vorerst in drei Abteilungen gegliedert:

  • Rohstoffe, Werkzeuge der Glasherstellung und -bearbeitung,
  • Gläser aus römischer Zeit bis zum Art déco
  • Glas zum Gebrauch: Bier-, Wein-, Medizin-, Chemie- und Pharmaziegläser, sowie eine umfangreiche Sammlung von Milchflaschen seit 1720
  • Europäisches Glas von 1945 bis zu hochwertigem neuzeitlichen Hütten- und Studioglas

Das zweite kleinere Museum zeigt Produktionen der Rheinische Glashütten (Dorotheenhütte in Quadrath-Ichendorf, Sindorfer Glashütte in Kerpen-Sindorf und Ingridhütte in Euskirchen)

Sonderausstellungen, wie 2008 "Gläserner Weihnachtsschmuck aus zwei Jahrhunderten", zeigen immer wieder neue Facetten des Werkstoffes Glas.

Als weiteres Highlight der Eifelmuseen ist im Jacobshof ein Museum für Brauereigeschichte in Planung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober- und Niederstedem liegen zwischen der Bundesstraße 51 (Europastraße 42) und der Bundesstraße 257, die sich etwa 2 km nördlich in Bitburg kreuzen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberstedem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Flächen Nutzungsplan der VG-Bitburg-Land, Zitat aus Topografie der Gemeinde Oberstedem des Kreises Bitburg-Prüm, S. 1, 1991.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen