Oberstreu

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberstreu
Oberstreu
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberstreu hervorgehoben

Koordinaten: 50° 24′ N, 10° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Mellrichstadt
Höhe: 256 m ü. NHN
Fläche: 22,61 km2
Einwohner: 1492 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97640
Vorwahl: 09776
Kfz-Kennzeichen: NES, KÖN, MET
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 151
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 4
97638 Mellrichstadt
Website: www.oberstreu.de
Erster Bürgermeister: Stefan Kießner (CSU/Christliche Bürgerschaft)
Lage der Gemeinde Oberstreu im Landkreis Rhön-Grabfeld
FladungenHausen (Rhön)Bundorfer ForstBurgwallbacher ForstForst Schmalwasser-NordForst Schmalwasser-SüdMellrichstadter ForstSteinacher Forst rechts der SaaleSulzfelder ForstWeiglerWillmarsNordheim vor der RhönSondheim vor der RhönStockheim (Unterfranken)MellrichstadtMellrichstadtOstheim vor der RhönOberelsbachBischofsheim in der RhönBischofsheim in der RhönSandbergSchönau an der BrendHohenrothNiederlauerBurglauerStrahlungenSalz (Unterfranken)BastheimOberstreuUnslebenWollbach (Unterfranken)Bad Neustadt an der SaaleHeustreuHendungenHollstadtRödelmaierWülfershausen an der SaaleHöchheimSaal an der SaaleAubstadtHerbstadtTrappstadtGroßeibstadtGroßbardorfSulzfeld (im Grabfeld)Bad Königshofen im GrabfeldBad Königshofen im GrabfeldSulzdorf an der LederheckeThüringenLandkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtHessenLandkreis Bad KissingenKarte
Über dieses Bild

Oberstreu ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstreu liegt in der Region Main-Rhön. Der in der Rhön entspringende Fluss Streu durchfließt Ober- und Mittelstreu und gibt den Ortsteilen ihre Namen. Durch Oberstreu führt der Fränkische Marienweg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Mittelstreu und Oberstreu.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Oberstreu leitet sich vom die Gemeinde durchfließenden Fluss Streu ab, welcher der Fränkischen Saale bei Heustreu zufließt. Der Zusatz Ober sollte das Dorf von gleichnamigen, südwestlich liegenden Orten unterscheiden.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 800 „Streuu“
  • 1010 „Strewe“
  • 1143 „Strovve“
  • 1150 „Strowe“
  • 1230 „Stou“
  • 1256 „Obernstew“
  • 1319 „Obernstrow“
  • 1333 „Obernsteuwe“
  • 1441 „Oberstreu“
  • 1615 „Oberstrey“
  • 1801 „Oberstrew“
  • 1820 „Oberstreu“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 762 als "villa strewe". Das Amt des Hochstiftes Würzburg gehörte ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mittelstreu eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1615 Einwohner[4]
  • 1970: 1632 Einwohner[4]
  • 1987: 1481 Einwohner
  • 1991: 1553 Einwohner
  • 1995: 1577 Einwohner
  • 2000: 1643 Einwohner
  • 2005: 1689 Einwohner
  • 2010: 1607 Einwohner
  • 2011: 1554 Einwohner
  • 2012: 1561 Einwohner
  • 2013: 1533 Einwohner
  • 2014: 1533 Einwohner
  • 2015: 1529 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2020 Stefan Kießner (CSU/Christliche Bürgerschaft). Er wurde 2020 mit 62 % der Stimmen gewählt.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberstreu
Blasonierung: „Schräglinks geteilt von Rot und Silber; oben ein silberner Hühnerfuß, unten ein roter Schräglinksbalken.“[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 46 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 36 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 559. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 50 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1128 ha, davon waren 1052 ha Ackerfläche und 74 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • Zwei Kindertageseinrichtungen mit zusammen 95 Plätzen und 56 Kindern
  • Eine Volksschule mit zwei Lehrern, zwei Klassen und 34 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Myer Strouse (* 16. Dezember 1825 in Oberstreu; † 11. Februar 1878 in Pottsville, Pennsylvania), US-amerikanischer Politiker
  • Lutz Eckart (* 1. Dezember 1919 in Oberstreu; † 2000 in Gerolzhofen), akademischer Kunstmaler und Restaurator
  • Johannes Geis (* 17. August 1993), deutscher Fußballspieler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberstreu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberstreu in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. Oktober 2020.
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 171 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 741.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/index.php
  6. Eintrag zum Wappen von Oberstreu in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte