Oberwang

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Oberwang
Wappen Österreichkarte
Wappen von Oberwang
Oberwang (Österreich)
Oberwang
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 38,83 km²
Koordinaten: 47° 52′ N, 13° 26′ OKoordinaten: 47° 52′ 1″ N, 13° 26′ 0″ O
Höhe: 573 m ü. A.
Einwohner: 1.676 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 4882
Vorwahl: 06233
Gemeindekennziffer: 4 17 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberwang 90
4882 Oberwang
Website: www.oberwang.at
Politik
Bürgermeister: Matthias Hausleithner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Oberwang im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im HausruckwaldAttersee am AtterseeAttnang-PuchheimAtzbachAurach am HongarBerg im AttergauDesselbrunnFornachFrankenburg am HausruckFrankenmarktGampernInnerschwand am MondseeLenzingManningMondseeNeukirchen an der VöcklaNiederthalheimNußdorf am AtterseeOberhofen am IrrseeOberndorf bei SchwanenstadtOberwangOttnang am HausruckPfaffingPilsbachPitzenbergPöndorfPuchkirchen am TrattbergPühretRedleitenRedlhamRegauRüstorfRutzenhamSchlattSchörfling am AtterseeSchwanenstadtSeewalchen am AtterseeSt. Georgen im AttergauSt. LorenzSteinbach am AtterseeStraß im AttergauTiefgrabenTimelkamUngenachUnterach am AtterseeVöcklabruckVöcklamarktWeißenkirchen im AttergauWeyregg am AtterseeWolfsegg am HausruckZell am MoosZell am PettenfirstOberösterreichLage der Gemeinde Oberwang im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Oberwang von Westen
Oberwang von Westen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Oberwang ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Salzkammergut mit 1676 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde gehörte bis 1. Juli 2013 zum Gerichtsbezirk Mondsee, seither zum Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberwang liegt auf 573 m Höhe im Salzkammergut. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,6 km, von West nach Ost 9,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 38,7 km², 62,8 % der Fläche sind bewaldet, 32,% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Durch das Gemeindegebiet verläuft eine Talwasserscheide, nördlich davon fließt der Ruezingbach zur Dürren Ager, südlich davon die Wangauer Ache in einem Bogen zum Mondsee.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Gessenschwandt (190)
  • Grossenschwandt (278)
  • Oberaschau (245)
  • Oberwang (566)
  • Radau (158)
  • Traschwandt (198)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Oberaschau und Oberwang.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten; rechts in Grün eine silberne, aufrechte, rechte Hirschstange, links in Silber ein grüner Palmzweig.“

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.
Die Hirschstange im 1979 verliehenen Gemeindewappen gilt als Hinweis auf die Bedeutung der Jagd im Rahmen der Wald- und Forstwirtschaft in dieser Gemeinde, während der Palmzweig als Attribut des Pfarrpatrons St. Kilian für die frühe Christianisierung dieses Gebietes um das 748 gegründete Benediktinerkloster Mondsee steht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 951 wird anlässlich einer Waldschenkung an das Kloster Mondsee der Ortsname „Oberwang“ erstmals urkundlich erwähnt.

Am 15. Januar 1145 wird der Klostervorsteher, Abt Chunrad Bosinlother von Mondsee, nachdem er den Kirchendienst in der Pfarrkirche zu Oberwang versehen hatte, ermordet. Der Leichnam wurde am Tatort verscharrt. An der Stelle, wo Chunrad von seinen Mördern eingegraben wurde, hat eine Wasserquelle den Leichnam herausgebracht. An dieser Stelle befindet sich heute der „Konradbrunnen“.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 FPÖ.

Bürgermeister
  • bis 2015 Wilhelm Waldl (ÖVP)
  • seit 2015 Matthias Hausleithner (ÖVP)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1443 Einwohner, 2001 1572 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konradkirche
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Oberwang
  • Die Pfarrkirche Oberwang ist dem hl. Kilian geweiht. Der Hochaltar (1707–1708) von Meinrad Guggenbichler stellt die Ermordung des hl. Kilian dar.
  • Die Konradkirche aus dem Jahr 1470 ist dem hl. Martin geweiht. Der Altar wurde vermutlich von Hans Waldburger geschaffen. In der Kirche ist jenes Brett zu sehen, auf dem der ermordete Abt Konrad verbrannt werden sollte. Die künstlerische Ausstattung der Kirche mit Glasfenstern und Grabkapellen mit Fresken stammt von der Künstlerin Lydia Roppolt, deren Anliegen die Erhaltung und Ausgestaltung der Konradkirche war.
  • Oberwang ist der Heimatort des Fidelen Bauern. Die gleichnamige Operette wurde von Leo Fall aufgrund einer Begegnung mit dem „fidelen“ Bauern - Josef Schossleitner - komponiert.
  • Im Sommer 2008 wurde der Themenweg Lebensroas eröffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften