Oberwiera

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberwiera
Oberwiera
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberwiera hervorgehoben
Koordinaten: 50° 53′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Waldenburg
Höhe: 268 m ü. NHN
Fläche: 14,33 km2
Einwohner: 1034 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08396
Vorwahl: 037608
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 240
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 13a
08396 Oberwiera
Webpräsenz: www.gemeindeoberwiera.de
Bürgermeister: Bernd Geringswald (CDU)
Lage der Gemeinde Oberwiera im Landkreis Zwickau
BernsdorfCallenbergCrimmitschauCrinitzbergDennheritzFraureuthGersdorfGlauchauHartensteinHartmannsdorfHirschfeldHohenstein-ErnstthalKirchbergLangenbernsdorfLangenweißbachLichtensteinLichtentanneLimbach-OberfrohnaMeeraneMülsenNeukirchen/PleißeNiederfrohnaOberlungwitzOberwieraReinsdorfRemseSchönbergSt. EgidienWaldenburgWerdauWildenfelsWilkau-HaßlauZwickauSachsenThüringenVogtlandkreisErzgebirgskreisChemnitzLandkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild
Kirche in Oberwiera

Oberwiera ist eine Gemeinde im Freistaat Sachsen im Norden des Landkreises Zwickau. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Waldenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Remse, Schönberg und die Stadt Waldenburg im Landkreis Zwickau sowie Nobitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Harthau, Neukirchen, Niederwiera, Oberwiera, Röhrsdorf und Wickersdorf. Etwa die Hälfte der Einwohner der Gemeinde wohnen im Hauptort Oberwiera.

Die kürzeste Straßenverbindung (Ortsausgang bis Ortseingang) zwischen den einzelnen Ortsteilen beträgt meist nur einige hundert Meter. Eine Ausnahme bildet hierbei nur die Strecke Oberwiera-Neukirchen, wobei dies durch die Straßenführung bedingt ist. Die Luftlinie ist deutlich kürzer.

Holzhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu Oberwiera gehörten sie früher zu der aus dem Kloster Remse hervorgegangenen Verwaltungsgliederung.[2]

Auf vielen Karten werden auch die sogenannten "Holzhäuser" als Ortsteil aufgeführt, was nicht korrekt ist. Die Holzhäuser sind eine Reihe von kürzeren Nebenstraßen der Waldenburger Straße und umfassen den südlichsten Teil von Oberwiera.

In diese Richtung (von der Ortsmitte gesehen), folgt der Ortsteil Wickersdorf. Wobei zwischen den Holzhäuser und Wickersdorf eine bauliche Lücke von etwa 200 Metern (Luftlinie) besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die urkundliche Ersterwähnung wird auf das Jahr 1254 datiert. Demnach ist Oberwiera ebenso alt wie die Nachbarstadt Waldenburg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1925 - Eingemeindung des Rittergutes (Gutsbezirk von Oberwiera)
  • 1950 - 1. Juli: Eingemeindung von Neukirchen und Harthau
  • 1964 - Eingemeindung von Niederwiera und Wickersdorf

Zuvor war am 1. Januar 1957 die Gemeinde Niederwiera mit dem am 1. Juli 1950 eingemeindeten Ortsteil Röhrsdorf vom Kreis Altenburg (Bezirk Leipzig) in den Kreis Glauchau gewechselt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Oktober 1990 zählte Oberwiera 1250 Einwohner. Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres:

1998 bis 2002

  • 1998–1294
  • 1999–1277
  • 2000–1273
  • 2001–1291
  • 2002–1277

2003 bis 2007

  • 2003–1252
  • 2004–1244
  • 2005–1236
  • 2006–1211
  • 2007–1199

ab 2008

  • 2008–1169
  • 2012–1073
  • 2013–1048
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 59,6 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,5 %
46,5 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Freie Wählergemeinschaft "Oberes Wieratal" (FWG): 6 Sitze
  • CDU: 6 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 31. Dezember 2005 Werner Opitz
  • seit 1. Januar 2006 Bernd Geringswald

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberwiera besitzt keine Anbindung ans Schienennetz, ist bzw. war jedoch von mehreren in der Nähe befindlichen Bahnstrecken umgeben. Im thüringischen Bahnhof Gößnitz kreuzen sich die Bahnstrecke Leipzig–Hof und die Mitte-Deutschland-Verbindung (Bahnstrecken Glauchau-Schönbörnchen–Gößnitz und Gößnitz–Gera). Der Bahnhof Glauchau (Sachs) liegt ebenfalls an der Mitte-Deutschland-Verbindung (Bahnstrecke Glauchau-Schönbörnchen–Gößnitz) sowie der Sachsen-Franken-Magistrale (Bahnstrecke Dresden–Werdau). Durch die Nachbarstadt Waldenburg verläuft die derzeit weitgehend nicht genutzte Strecke der Muldentalbahn. Nördlich der Gemeinde befand sich die 1998 stillgelegte und abgebaute Bahnstrecke Altenburg–Langenleuba-Oberhain.

Flugverbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • die Kirche im Stil der frühen Neogotik wurde 1822 errichtet

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Steche: Oberwiera. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 28.
  • Manfred Kipping: Die Bauern in Oberwiera. Sax-Verlag, Beucha 2000, ISBN 3-930076-75-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberwiera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Oberwiera im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Lotter, Tobias Conrad (Stecher); Seutter, Matthäus (Foto): Karte vom Erzgebirgischen Kreis - Kupferstich nach 1739. In: Deutsche Fotothek. Abgerufen am 7. Mai 2018.
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014