Obiora Ike

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Obiore Ike im Januar 2009, Agenda for the New Millennium in Abu Dhabi

Obiora Francis Ike, Rufname Obi, (* 7. April 1956 in Gusau, Nordwestnigeria) ist ein nigerianischer römisch-katholischer Geistlicher und Menschenrechtler. Von 1998 bis 2009 war er Generalvikar im Bistum Enugu. Seit 2016 ist er Direktor der Stiftung Globethics.net.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obiora Ike besuchte die Bigard Memorial Seminary in Enugu und den Campus von Ikot Ekpene. Im Alter von 22 Jahren erlangte er einen Bachelor of Arts in Philosophie. Ab 1978 studierte er an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und machte Abschlüsse in Politikwissenschaften, Philosophie und Theologie. In Innsbruck wurde er zum Diakon geweiht, am 4. Juli 1981 empfing er in Hohenems im österreichischen Vorarlberg durch den damaligen Feldkircher Bischof Bruno Wechner die Priesterweihe.

1985 wurde er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit der Arbeit Value, meaning, and social structure of human work: with reference to „Laborem exercens“ and its relevance for a post-colonial African society in Theologie und Philosophie promoviert. 1986 habilitierte er sich in Sozialethik, Geschichte und Afrikanistik. Er wurde Mitglied der Afrikastudiengesellschaft in Los Angeles und der Internationalen Politischen Wissenschaftsgesellschaft in Ottawa, Kanada.

Er gründete in den nächsten Jahren zwanzig Nichtregierungsorganisationen, die erste war 1986 in Nigeria das Katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden (CIDJAP). Die Organisationen befassen sich mit Themen wie Christen und Muslime, die Verteidigung der Menschenrechte, die Entwicklungshilfe, die Existenzgründung, die Bildung, die Ökumene, die Selbstbestimmungsrechte, die Gerechtigkeit und den Frieden.[1] 1993 erhielt er einen Ruf auf die Gastprofessur für Ethik und Afrikanische Geschichte an die niederländische Universität Tilburg. 1996 wechselte er an den Fachbereich Katholische Theologie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Generalvikar Bistum Enugu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 2009 war Obiora Ike Generalvikar im Bistum Enugu, Nigeria. Im Oktober 2002 entging er nur knapp einem Mordanschlag.[2] Mit Unterstützung von Martin Lohmann, dem ehemaligen Chefredakteur des Rheinischen Merkur hat er 2007 das Buch Wende dein Gesicht der Sonne zu verfasst.[3] Er ist Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main.[4] Er ist seit 2005 Mitglied des Club of Rome und dessen Präsident in Nigeria. Seit 2006 ist er Mitglied der Katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Ripuaria Aachen im Cartellverband (CV). Auf dem Treffpunkt Weltkirche in Augsburg 2008 forderte er die in Europa lebenden Christen auf, vom Schlafe aufzustehen und dem Missionsbefehl zu folgen.

Er spricht fließend Englisch, Französisch, Deutsch, Igbo und Hausa.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Obiora F. Ike: Value, meaning, and social structure of human work, Lang Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-8204-9640-8
  • Obiora F. Ike: Afrika in eigener Sache: Weisheit, Kultur und Leben der Igbo, IKO – Verlag für Interkulturelle Kommunikation Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88939-691-7
  • Obiora F. Ike: Globalisation & African self-determination: what is our future?, IKO – Verlag für Interkulturelle Kommunikation Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-88939-753-0
  • Obiora F. Ike, Martin Lohmann: Wende dein Gesicht der Sonne zu. Pattloch, München 2007, ISBN 978-3-629-02157-1

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Hoffmann (Hrsg.): Wer befreit ist, kann befreien: Verleihung des Schalom-Preises für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden an Obiora F. Ike aus Nigeria, IKO – Verlag für Interkulturelle Kommunikation Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-88939-425-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Msgr. Prof. Obiora F. Ike“@1@2Vorlage:Toter Link/www.kath.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Kirche in Not, 2006
  2. „In Nigeria tickt eine Zeitbombe“ (Memento des Originals vom 9. Juni 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kath.de, Kirche in Not, 1. April 2003
  3. „Obiora Ike: Deutschland aus afrikanischer Sicht“ (Memento des Originals vom 15. Juli 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.monstersandcritics.de, Literatur Kritiken
  4. Islamismus
  5. Felix Neumann: Bildung gegen Boko Haram: Stephanus-Preis für nigerianischen Priester. In: katholisch.de. 30. Juni 2020, abgerufen am 30. Juni 2020.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]