Objectives and Key Results

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Crystal Clear app package settings.png

Dieser Artikel wurde aufgrund inhaltlicher und/oder formaler Mängel auf der Qualitätssicherungsseite des Portals Wirtschaft eingetragen.
Du kannst helfen, indem du die dort genannten Mängel beseitigst oder dich an der Diskussion beteiligst.

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Objectives and Key Results (OKRs) ist ein Controlling-System zur fachlichen Mitarbeiterführung.[1] Es ist eine Methode zur Zielsetzung (Objectives) und Messung von Ergebniskennzahlen (Key Results).[2]

Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Objectives and Key Results sind eine Managementmethode, die die einzelnen Aufgaben von Mitarbeitern mit Unternehmensstrategie, -plänen, und -vision verknüpft. Ziele sind dabei eher von subjektivem und Ergebniskennzahlen von objektivem Charakter.[3]

OKR sollen Unternehmen dabei helfen

  • einen strukturierteren Zielvereinbarungsprozess zu gewährleisten
  • die Erwartungen an die Aufgaben der Mitarbeiter zu spezifizieren und klären
  • die unternehmensinterne Kommunikation durch Transparenz und Sichtbarkeit zu verbessern
  • die Indikatoren für Prozessmessung einzurichten
  • die Ziele und Ergebniskennzahlen durch die ganze Organisation zu verknüpfen

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insofern Google zu den wesentlichen Verbreitern der Methode gehört, haben sich einige Besonderheiten der Methode[4] verbreitet, die der konkreten Umsetzungsart des Suchmaschinenanbieters entspringen:

  • Die Ziele (Objectives) sind ambitioniert, aber in ihrer Umsetzung nur bedingt konkret, die Ergebnisse (Key Results) sind messbar und klar beziffert (z.B. mit Prozentangaben von 0 bis 100 %)
  • Der Zeitrahmen von OKR liegt bei quartalsweisen Zielen, auch sechs- oder vierwöchige Zyklen sind denkbar
  • OKRs sind öffentlich, weil ihnen auch eine Transparenzfunktion zukommt
  • Es wird ein Ergebniskorridor von 60–70 % Zielerreichung anvisiert, eine regelmäßige Erreichung von 100 % steigert die Gefahr von nicht ausreichend ambitionierten Zielen
  • Negative Zielerreichungen werden nicht sanktioniert, sondern als Datenpunkte zur Verbesserung zukünftiger OKRs betrachtet
  • OKR ist keine Mitarbeiterbewertungsmethode, sondern ein Managementansatz zur Zielerreichung

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhänger der Methode schreiben OKR eine Reihe von Vorteilen[5] bei der Strukturierung und dem Betrieb von Unternehmen zu:

  • Unternehmensziele werden konkretisiert und an die Arbeitsinhalte einzelner Mitarbeiter gekoppelt
  • Transparenz und Kommunikation im Betrieb werden gesteigert, Mitarbeiter wissen nicht nur was sie tun, sondern auch warum
  • innerbetriebliche Abstimmungsprozesse werden beschleunigt
  • die Ressourcenplanung wird erleichtert
  • OKR ist einfach zu verstehen und lässt sich schnell ohne komplizierte technische Infrastruktur implementieren

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OKRs wurden zuerst bei Intel eingeführt[6], als Intel-Mitgründer Andrew Grove das System in Anlehnung an Managementmethoden wie MBO (Management by Objectives) und SMART (Specific Measurable Accepted Realistic Time Bound) entwickelte. Eine breitere Aufmerksamkeit erfuhr OKR durch den Einsatz beim Suchmaschinenanbieter Google[7], der die Methode seit 1999 nutzt und seitdem dauerhaft im Einsatz hat. Durch die Arbeit des bekannten US-Managers John Doerr, der die OKR-Methode mit seiner Beteiligungsgesellschaft Kleiner Perkins Caufield & Byers proklamierte, setzten mit der Zeit weitere bekannte Wachstumsunternehmen den Ansatz ein, darunter das Business-Netzwerk LinkedIn[8] oder der Spieleentwickler Zynga. Für die Umsetzung der Methode sind gängige Intranetlösungen zur Datenablage genügend, dennoch haben sich mit der zunehmenden Verbreitung auch eine ganze Reihe von Software-Werkzeugen zur Umsetzung von OKR[9] etabliert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schmid-Gundram, Ralf. "Konzeption." Controlling-Praxis im Mittelstand. Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014. 81-143.
  2. OKR. Abgerufen am 11. August 2015.
  3. Christina Wodtke: The Art of the OKR. Abgerufen am 10. Juli 2015.
  4. Rick Klau: How Google sets goals: OKRs?. Medium.com. 25. Oktober 2012.
  5. Joel Kaczmarek: Was steckt hinter OKR und wie wird es implementiert?. digital kompakt. 10. März 2016.
  6. Steven Levy: In The Plex: How Google Thinks, Works, and Shapes Our Lives. Simon & Schuster, 2011, ISBN 978-1-4165-9658-5, S. 162–3.
  7. Rick Klau: How Google sets goals: OKRs. Google Ventures. 14. Mai 2013.
  8. The Management Framework that Propelled LinkedIn to a $20 Billion Company. First Round Review. Abgerufen am 10 January 2014.
  9. o. V.: What is the best tool or software application for tracking OKRs (Objectives and Key Results)?. Quora. 10. März 2016.