Oblast Kuban

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Wappen
Karte des Kuban-Gebietes (als "Kubanscher Landstrich" bezeichnet)

Die Oblast Kuban (Кубанская область) war eine Verwaltungseinheit des Russischen Reiches im ciskaukasischen Bereich des Generalgouvernements Kaukasus. Er grenzte im Norden an das Don-Gebiet, im Osten an das Gouvernement Stawropol und die Oblast Terek, im Süden an das Gouvernement Kutais und im Südwesten an das 1896 abgespaltene Schwarzmeer-Gouvernement und das Schwarze Meer. Sie wurde 1860 gegründet und bestand bis zur Neuordnung der Kaukasusgebiete nach dem Bürgerkrieg. Hauptstadt war Jekaterinodar, das heutige Krasnodar.

Nach heutigen Begriffen umfasste sie ungefähr die Republiken Adygeja und Karatschai-Tscherkessien sowie die Region Krasnodar. Sie war nach dem Fluss Kuban benannt und entsprach geographisch in etwa dem Kuban-Gebiet.

Es umfasste 94.376 km² (davon 1.948,5 km² Wasserfläche) und hatte 1897 1.918.881 Einwohner (ca. 20/km²).

Das Gebiet zerfiel in die folgenden Abteilungen (Otdel):

Nach der Volkszählung von 1897 bestand die Bevölkerung aus 816.734 Russen (einschließlich der Kubankosaken), 908.818 Ukrainern, außerdem aus 38.488 Tscherkessen, 12.481 Abchasen, 26.877 Karatschaiern, 14.340 Kabardinern, 20.137 Griechen, 13.926 Armeniern, sowie 20.778 Deutschen. Die Mehrheit der Bevölkerung war nach dieser Volkszählung Russisch-Orthodox, wobei die Kosaken unter einer eigenen Eparchie standen, ferner gab es 54.790 nichtorthodoxe Christen, 23.195 Raskolniki, 103.313 Mohammedaner, 4796 Israeliten und 327 Heiden.

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