Odagsen

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Odagsen
Stadt Einbeck
Wappen von Odagsen
Koordinaten: 51° 47′ 3″ N, 9° 52′ 14″ O
Höhe: 126 m ü. NN
Einwohner: 357 (1. Jul. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561
Odagsen (Niedersachsen)
Odagsen

Lage von Odagsen in Niedersachsen

Odagsen ist ein Dorf und südliche Ortschaft der Stadt Einbeck im Landkreis Northeim in Niedersachsen und wird von der K503 durchquert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung des Ortes entwickelte sich von Osdageshus über Osdagessen zum heutigen Odagsen und findet 1241, mit dem Ritter Heinrich von Osdagessen, seine erste urkundliche Erwähnung. Eine davon abweichende Angabe bemerkt, dass der Ort unter dem Namen Osdageshus bereits zwischen 854 und 877 genannt wurde.[2] Das Dorf entstand am Zusammenfluss der Rebbe und der Aue.

Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges brannte 1627 der ganze Ort nieder, mit Ausnahme der Kirche und des Pfarrhauses. Das heute noch stehende Pfarrhaus wurde 1711 auf Kosten des Einbecker Stiftes St. Alexandri gebaut. Von 1804 bis 1805 waren im Dorf französische Soldaten einquartiert. Am 5. Mai 1807 vernichtete ein Feuer binnen weniger Stunden 12 Wohnhäuser und 8 Nebengebäude. Am 10. April 1945 wurde das Dorf von amerikanischen Soldaten eingenommen.

Odagsen wurde am 1. Februar 1971 durch Eingemeindung zum Ortsteil der Stadt Einbeck.[3]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelisch-lutherische St.-Pancratius-Kirchengemeinde wurde zum 1. Oktober 2011 mit der St.-Johannis-Kirchengemeinde in Iber zur neuen Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Iber-Odagsen in Einbeck vereinigt.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Harald Hacke (WG) (Stand November 2016).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem roten Wappenschild liegt ein gleichschenkliges goldenes Kreuz auf einem goldenen Schaft aus Flechtwerk. Links und rechts dazu jeweils goldene und verzierte auf Halbkreisen stehende Stäbe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche St. Pankratius 1750–1752 erbaut[5] enthält einen Taufengel aus dem 17. Jahrhundert. Eine steinerne Kirche im romanischen Stil ersetzte im Jahr 1181 die vorherige hölzerne Kapelle in Odagsen. Bis 1476 fungierte der Propst und daraufhin das Einbecker Kapitel St. Alexandri als Patrone der Kirche.
  • Am Dorfausgang in Richtung Immensen steht die Luthereiche, die am 10. November 1883 zum 400. Geburtstag Martin Luthers gepflanzt wurde.
  • In Odagsen sind mehrere vorgeschichtliche Totenhütten gefunden worden[6].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odagsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Einbeck: Einwohnerstatistik Juli 2016. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  2. Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen. Zweiter Band: Fürstenthümer Göttingen und Grubenhagen : nebst dem hannoverschen Theile des Harzes und der Grafschaft Hohnstein. Helwing, Hannover 1873, S. 164.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 206.
  4. Kirchliches Amtsblatt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 5/2011, S. 214
  5. Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen. Zweiter Band: Fürstenthümer Göttingen und Grubenhagen : nebst dem hannoverschen Theile des Harzes und der Grafschaft Hohnstein. Helwing, Hannover 1873, S. 164.
  6. Häuser für die Toten - Kollektivgräber im südlichen Leinetal auf jungsteinsite.uni-kiel.de