Odisha

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Odisha, bis 2011 Orissa (Oriya ଓଡ଼ିଶା Oṛiśā), ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 155.707 km² und 42 Millionen Einwohnern (Volkszählung 2011). Die Hauptstadt Odishas ist Bhubaneswar. Die Amtssprache des Staates und Muttersprache von über 83 Prozent der Bevölkerung ist Oriya.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odisha grenzt an die Bundesstaaten Andhra Pradesh im Süden, Telangana im Südwesten, Chhattisgarh im Westen, Jharkhand im Norden und Westbengalen im Nordosten. Im Osten liegt die Küste des Golfs von Bengalen.

Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Volkszählung 2011)

Stadt Einwohner Stadt Einwohner
1 Bhubaneswar 837.737 6 Sambalpur 183.383
2 Cuttack 606.007 7 Baleswar (Balasore) 118.202
3 Rourkela 540.000 8 Baripada 110.058
4 Berhampur (Brahmapur) 355.823 9 Bhadrak 107.369
5 Puri 201.026 10 Balangir 98.238
Quelle: Census of India 2011. (PDF; 154 kB)

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen in Deogarh

Nach der indischen Volkszählung 2011 hat Odisha 41.947.358 Einwohner. Zwischen 2001 und 2011 wuchs die Einwohnerzahl um 14,0 Prozent und damit etwas langsamer als im Landesmittel (17,6 Prozent). Im Vergleich zum Rest Indiens ist Odisha verhältnismäßig dünn besiedelt und wenig urbanisiert: Die Bevölkerungsdichte liegt mit 269 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem indischen Durchschnitt von 382 Einwohnern pro Quadratkilometer.[1] Nur 16,7 Prozent der Einwohner des Bundesstaates leben in Städten. Die Urbanisierungsrate ist damit niedriger als der gesamtindische Durchschnitt von 31,2 Prozent.[2]

73,5 Prozent der Einwohner Odishas können lesen und schreiben (Männer 82,4 Prozent, Frauen 64,4 Prozent). Die Alphabetisierungsrate entspricht damit dem Landesdurchschnitt von 74,0 Prozent (Stand jeweils Volkszählung 2011).[1]

Unter den Einwohnern Odishas machen die Adivasi (Angehörige der indigenen Stammesbevölkerung) eine bedeutende Minderheit aus. Die Volkszählung 2001 klassifiziert 22,1 Prozent der Bevölkerung als Angehörige der Stammesbevölkerung (Scheduled Tribes). Die Adivasi leben fast ausschließlich in ländlichen Gebieten. In Distrikten wie Malkangiri, Mayurbhanj, Rayagada oder Nabarangpur stellen sie die Bevölkerungsmehrheit. Die größten Adivasi-Gruppen sind die Khond, Gond, Bhumij, Bhuiya, Oraon, Paroja, Kisan, Bhumia, Binjhal und Koya.[3]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachen in Odisha
Sprache Prozent
Oriya
  
83,2 %
Hindi
  
2,8 %
Kui
  
2,5 %
Telugu
  
1,9 %
Santali
  
1,9 %
Urdu
  
1,7 %
Bengalisch
  
1,3 %
Andere
  
4,7 %
Verteilung der Sprachen (Zensus 2001)[4]

Die Hauptsprache Odishas ist das zu der indoarischen Sprachfamilie gehörige Oriya. Es wird nach der Volkszählung 2001 von 83,2 Prozent der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen und dient als alleinige Amtssprache. Der Rest der Bevölkerung spricht eine Vielzahl weiterer Sprachen. Unter der Stammesbevölkerung sind verschiedene dravidische und austroasiatische Sprachen verbreitet, unter anderem Kui (2,5 Prozent), Santali (1,9 Prozent), Ho (0,7 Prozent), Munda (0,7 Prozent), Kurukh (0,6 Prozent), Savara (0,5 Prozent), Gondi (0,5 Prozent), Malto (0,4 Prozent), Mundari (0,3 Prozent) und Kuwi (0,3 Prozent). Außerdem gibt es kleinere Zahlen von Sprechern der Sprachen der Nachbarbundesstaaten Odishas: Hindi-Sprecher machen 2,8 Prozent der Einwohner Odishas aus. Hierunter fallen auch die von Teilen der Adivasi-Bevölkerung gesprochenen Regionalsprachen Sadri, Chhattisgarhi, Laria und Kurmali, die bei der Volkszählung als Hindi-Dialekte gezählt werden. Ferner sprechen 1,9 Prozent Telugu und 1,3 Prozent der Bevölkerung Bengali als Muttersprache. Unter der kleinen muslimischen Minderheit Odishas ist Urdu (1,7 Prozent) verbreitet. Englisch ist wie in ganz Indien als Verkehrs- und Bildungssprache allgegenwärtig.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen in Odisha
Religion Prozent
Hinduismus
  
93,6 %
Christentum
  
2,8 %
Islam
  
2,2 %
Andere
  
1,4 %
Verteilung der Religionen (Volkszählung 2011)[5]
Jagannatha-Schrein in einem Dorf in Odisha
Yogini vom Chausath-Yogini-Tempel in Hirapur (bei Bhubaneswar)

Odisha ist stark hinduistisch geprägt. Hindus stellen die große Mehrheit der Bevölkerung, ihr Anteil liegt nach der Volkszählung 2011 mit 94 Prozent weit über dem indischen Landesdurchschnitt. Besondere Verehrung genießt unter den Hindus in Odisha der Gott Jagannatha, dem in Puri der Jagannath-Tempel geweiht ist; kleine Kopien der Kultbilder aus dem Jagannath-Tempel finden sich in dörflichen Schreinen, aber auch auf Hausaltären. Eine Besonderheit ist auch die – in einigen ländlichen Regionen Odishas immer noch praktizierte – Verehrung der Matrikas und der Yoginis, die beide in einer gewissen Nähe zu längst erloschenen tantristischen Kulten stehen und sich vom orthodoxen Brahmanismus unterscheiden.

Daneben gibt es in Odisha kleinere Minderheiten von Christen (3 Prozent), Muslimen (2 Prozent) und „andere Religionen“ (1 Prozent), worunter auch die traditionellen animistischen Glaubensformen der Adivasi fallen.

Die Minderheit der Christen setzt sich überwiegend aus Konvertiten unter der Stammesbevölkerung und den „Kastenlosen“ (Dalits) zusammen. Wegen der Konversionen von Hindus zum Christentum ist es zu Gewalttätigkeiten von hindunationalistischen Gruppen gegen Christen gekommen. In der zweiten Jahreshälfte 2008 kam es nach der fälschlicherweise zuerst Christen angelasteten Tötung von Swami Lakshmanananda und kurz vor Wahlen in und um Odisha zu religiös motivierten Pogromen[6] gegen Christen und Kirchen, bei denen mindestens 59 Christen getötet wurden,[7] rund 4.000 Gebäude in Brand gesetzt wurden und mehr als 50.000 Menschen aus Angst vor Verfolgung flohen.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der klassischen indischen Geschichte bestand dort der Staat Kalinga, der von Kaiser Ashoka so blutig erobert worden war, dass dieser aus Reue angeblich zum Buddhismus übertrat. Nach dem Ende des Maurya-Reiches stieg Kalinga unter König Kharavela (ab 183 v. Chr.) wieder auf, ein Eroberer, der in seinem zwölften Jahr Pataliputra eroberte und gleichzeitig dem Jainismus anhing.

Aber diese staatliche Entwicklung Kalingas war durch äußeren Zwang, den Einfluss Magadhas forciert worden und hatte keinen Bestand. Zur Zeit der Gupta existierten in dem Landesteil wieder mehrere kleine Fürstentümer, die keine Staatsbildungsansätze aufwiesen. Erst allmählich begannen sich aus Stammesfürstentümern kleine hinduistische Königreiche zu entwickeln, z. B. das der Mathara (2. Hälfte des 4. Jh.) und das der Sailodbhava (frühes 7. Jh.).

Im 8. Jahrhundert begann sich in Orissa mit der Bhaumakara-Dynastie ein Staatswesen zu konsolidieren, welches bereits über ein voll entwickeltes Verwaltungssystem mit Beamtenschaft und Kupfertafelinschriften verfügte, aber den Dorfgemeinschaften weiterhin Autonomie zugestand. Die Somavamshi-Dynastie setzte diese Politik fort und konnte im 10.-12. Jh. fünf Stammlande in Orissa unter ihrer Verwaltung vereinigen.

Zur Zeit der islamischen Invasion (Delhi-Sultane) behauptete sich Odisha unter den Gajapatis (Herren der Elefanten) der östlichen Ganga-Dynastie, speziell Anangabhima III. (regierte 1216–1239) und seinem Sohn Narasimha I. (regierte 1238–1264). Letzter baute den Sonnentempel von Konark. Auch im 14. Jahrhundert stellten die Ganga-Könige noch einen Machtfaktor dar, bis sie schließlich 1435 von der von König Kapilendra (reg. ca. 1435–1468) gegründeten Suryavamshi-Dynastie abgelöst wurden, die sich bis 1534 hielt.

Die Zeit der Hindu-Könige endete 1568 mit der Eroberung Orissas durch den (afghanischen) Karani-Herrscher Bengalens, welcher seinerseits von Großmogul Akbar (reg. 1556–1605) beseitigt wurde, so dass Orissa dem Mogulreich angegliedert wurde. Nach dem Zweiten Marathenkrieg 1803 bis 1805 kam das Gebiet unter die Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie. Teilweise kam es unter direkte Verwaltung, teils blieben die Fürstenstaaten als Protektorate bestehen.

1912 wurde aus dem westlichen Gebiet der Präsidentschaft Bengalen die Provinz Bihar und Orissa gebildet. Am 1. April 1936 wurde diese Provinz geteilt und Orissa erlangte den Status einer eigenständigen Provinz. Als Indien unabhängig wurde, entstand am 15. August 1947 die Provinz Orissa, der am 1. Januar die meisten der in der Eastern States Union zusammengeschlossenen Fürstenstaaten eingegliedert wurden. Mit Inkrafttreten der indischen Verfassung m 26. Januar 1950 wurde Orissa ein Bundesstaat der Indischen Union (siehe Geschichte Indiens). Seit dem 4. November 2011 trägt er den Namen ‚Odisha‘. Diese Schreibweise entspricht besser der Aussprache des Landesnamens in der Landessprache Odia.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisches System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legislative Odishas besteht aus einem Einkammerparlament, das sich aus 147 Mitgliedern, die in Einzelwahlkreisen nach dem relativen Mehrheitswahlrecht gewählt werden, zusammensetzt. Wahlen finden alle 5 Jahre statt. Scheidet ein Abgeordneter vorzeitig aus, findet eine Nachwahl in dem betreffenden Wahlkreis statt. Die Regierungsgeschäfte führt, wie in den anderen Bundesstaaten auch, ein Chief Minister, der an der Spitze der Regierung steht. Vertreter der obersten staatlichen Gewalt ist jedoch der vom indischen Staatspräsidenten ernannte Gouverneur (Governor), dessen Rolle sich jedoch meist auf rein zeremonielle Akte beschränkt. Der Gouverneur hat allerdings die wichtige Aufgabe, den Chief Minister zu ernennen und damit mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

Das oberste Gericht Odishas ist der Orissa High Court mit Sitz in Cuttack.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung nach der
Parlamentswahl 2014[10]
BJD 117
INC 16
BJP 10
CPI(M) 1
SKD 1
Unabhängige 2
Gesamt 147

Historisch war im unabhängen Indien lange Zeit die Kongresspartei (INC) die politisch dominierende Kraft im Bundesstaat. Jedoch gab es schon von Beginn an eine gewisse Tradition von eigenständigen Regionalparteien. In den 1950er und zu Beginn der 1960er Jahre existierte hier Ganatantra Parishad, eine konservative Partei, in der ehemals regierende Fürsten eine gewisse Rolle spielten. Anfang der 1970er Jahre versuchte sich Biju Patnaik, der Vater des späteren Chief Ministers, in der Gründung einer neuen Regionalpartei ‚Utkal Congress‘, der jedoch nur kurzzeitig Erfolg beschieden war. 1998 gründete Naveen Patnaik die Partei Biju Janata Dal (BJD) als lokale Abspaltung von der indienweiten Partei Janata Dal. Die BJD ist seitdem die dominierende politische Partei und ihr Vorsitzender Naveen Patnaik ist seit 2000 ununterbrochen Chief Minister des Bundesstaats. Der populäre Naveen Patnaik genießt den Ruf eines Politikers, der effizient gegen Korruption im öffentlichen Leben vorgeht und die Entwicklung des Staates vorangebracht hat.[11]

Von einer gewissen Bedeutung waren in Odisha historisch betrachtet auch die Kommunisten, die hier stärker als in den meisten anderen Bundesstaaten vertreten waren. Ihre Bedeutung hat jedoch, parallel zum allgemeinen Niedergang der Kommunisten seit etwa der landesweiten Wahl 2009, stark abgenommen. Die größte Partei Indiens, die hindunationalistische Bharatiya Janata Party (BJP), spielt in Odisha nur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odisha ist in die 3 Divisionen North, Central und South mit jeweils 10 Distrikten und den Verwaltungssitzen in Sambalpur, Cuttack und Berhampur gegliedert.

Divisionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odisha ist in drei Divisionen – North, South und Central – unterteilt, die jeweils 10 Distrikte umfassen. Jeder der drei Divisionen steht ein Divisional Commissioner vor, dessen Aufgabe die Kontrolle der ihm unterstellten Distrikte hinsichtlich Finanzeinnahmen und Verwaltung ist.[12]

Name Verwaltungs-
sitz
Distrikte
North Division Sambalpur Angul, Balangir, Bargarh, Deogarh, Dhenkanal, Jharsuguda, Kendujhar, Sambalpur, Subarnapur, Sundargarh
Central Division Berhampur Baleswar, Bhadrak, Cuttack, Jagatsinghpur, Jajpur, Kendrapada, Khordha, Mayurbhanj, Nayagarh, Puri
South Division Cuttack Boudh, Gajapati, Ganjam, Kalahandi, Kandhamal, Koraput, Malkangiri, Nabrangpur, Nuapada, Rayagada

Distrikte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 30 Distrikte (Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte nach der Volkszählung 2011) sind:[13]

Distrikte Odishas. Die Nummerierung entspricht der nebenstehenden Tabelle
Nr. Distrikt Verwaltungs-
sitz
Fläche Einwohner
(2011)
Ew./km² Division
1 Angul Angul 000000000006390.00000000006.390 km² 000000001271703.00000000001.271.703 000000000000199.0000000000199 Ew./km² North
2 Balangir Balangir 000000000006568.00000000006.568 km² 000000001648574.00000000001.648.574 000000000000251.0000000000251 Ew./km² North
3 Baleswar Baleswar 000000000003805.00000000003.805 km² 000000002317419.00000000002.317.419 000000000000609.0000000000609 Ew./km² Central
4 Bargarh Bargarh 000000000005845.00000000005.845 km² 000000001478833.00000000001.478.833 000000000000253.0000000000253 Ew./km² North
5 Bhadrak Bhadrak 000000000002507.00000000002.507 km² 000000001506522.00000000001.506.522 000000000000601.0000000000601 Ew./km² Central
6 Boudh Boudh 000000000003098.00000000003.098 km² 000000000439917.0000000000439.917 000000000000142.0000000000142 Ew./km² South
7 Cuttack Cuttack 000000000003932.00000000003.932 km² 000000002618708.00000000002.618.708 000000000000666.0000000000666 Ew./km² Central
8 Deogarh Deogarh 000000000002945.00000000002.945 km² 000000000312164.0000000000312.164 000000000000106.0000000000106 Ew./km² North
9 Dhenkanal Dhenkanal 000000000004451.00000000004.451 km² 000000001192948.00000000001.192.948 000000000000268.0000000000268 Ew./km² North
10 Gajapati Paralakhemundi 000000000004330.00000000004.330 km² 000000000575880.0000000000575.880 000000000000133.0000000000133 Ew./km² South
11 Ganjam Chhatrapur 000000000008205.00000000008.205 km² 000000003520151.00000000003.520.151 000000000000429.0000000000429 Ew./km² South
12 Jagatsinghpur Jagatsinghpur 000000000001669.00000000001.669 km² 000000001136604.00000000001.136.604 000000000000681.0000000000681 Ew./km² Central
13 Jajpur Jajpur 000000000002899.00000000002.899 km² 000000001826275.00000000001.826.275 000000000000630.0000000000630 Ew./km² Central
14 Jharsuguda Jharsuguda 000000000002115.00000000002.115 km² 000000000579499.0000000000579.499 000000000000274.0000000000274 Ew./km² North
15 Kalahandi Bhawanipatna 000000000007905.00000000007.905 km² 000000001573054.00000000001.573.054 000000000000199.0000000000199 Ew./km² South
16 Kandhamal Phulbani 000000000008043.00000000008.043 km² 000000000731952.0000000000731.952 000000000000091.000000000091 Ew./km² South
17 Kendrapara Kendrapara 000000000002642.00000000002.642 km² 000000001439891.00000000001.439.891 000000000000545.0000000000545 Ew./km² Central
18 Kendujhar Kendujhar 000000000008308.00000000008.308 km² 000000001802777.00000000001.802.777 000000000000217.0000000000217 Ew./km² North
19 Khordha Khordha 000000000002811.00000000002.811 km² 000000002246341.00000000002.246.341 000000000000799.0000000000799 Ew./km² Central
20 Koraput Koraput 000000000008827.00000000008.827 km² 000000001376934.00000000001.376.934 000000000000156.0000000000156 Ew./km² South
21 Malkangiri Malkangiri 000000000005780.00000000005.780 km² 000000000612727.0000000000612.727 000000000000106.0000000000106 Ew./km² South
22 Mayurbhanj Baripada 000000000010431.000000000010.431 km² 000000002513895.00000000002.513.895 000000000000241.0000000000241 Ew./km² Central
23 Nabarangpur Nabarangpur 000000000005299.00000000005.299 km² 000000001218762.00000000001.218.762 000000000000230.0000000000230 Ew./km² South
24 Nayagarh Nayagarh 000000000003896.00000000003.896 km² 000000000962215.0000000000962.215 000000000000247.0000000000247 Ew./km² Central
25 Nuapada Nuapada 000000000003863.00000000003.863 km² 000000000606490.0000000000606.490 000000000000157.0000000000157 Ew./km² South
26 Puri Puri 000000000003479.00000000003.479 km² 000000001697983.00000000001.697.983 000000000000488.0000000000488 Ew./km² Central
27 Rayagada Rayagada 000000000007073.00000000007.073 km² 000000000961959.0000000000961.959 000000000000136.0000000000136 Ew./km² South
28 Sambalpur Sambalpur 000000000006610.00000000006.610 km² 000000001044410.00000000001.044.410 000000000000158.0000000000158 Ew./km² North
29 Subarnapur Subarnapur 000000000002337.00000000002.337 km² 000000000652107.0000000000652.107 000000000000279.0000000000279 Ew./km² North
30 Sundargarh Sundargarh 000000000009723.00000000009.723 km² 000000002080664.00000000002.080.664 000000000000214.0000000000214 Ew./km² North

Kommunale Selbstverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Odisha gibt es 5 Municipal Corporations, 45 Municipalities sowie etwa 65 Notified Area Councils.

Municipal Corporations:

Municipalities:

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Logo für Öffentlichkeitsarbeit des Bundesstaats

Odisha ist eine rohstoffreiche Region und hält 20 % von Indiens bekannten Kohlevorkommen, 25 % von Indiens Eisenerzvorkommen, einem Drittel der Bauxitreserven und dem größten Teil der Bestände an Chromerz. Odisha besitzt große Hüttenwerke und tätigt hohe laufende Investitionen in den Auf- und Ausbau von Aluminiumwerken, Stahlwerken, Erdölraffinerien und Hafenkapazitäten. Odisha hat als erster indischer Bundesstaat die Privatisierung der Stromnetze vorangetrieben. Acht Sonderwirtschaftszonen (SEZ, Special Economic Zones) wurden eingerichtet. Die intensive Industrialisierung hat in der stark agrarisch verwurzelten Bevölkerung einigen Widerstand hervorgerufen. Vor allem die Unternehmen Mittal, Tata, Vedanta Resources und Birlas sind wegen Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen negativ aufgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt Orissas stieg nach Angaben des Ministry of Statistics and Programme Implementation von 1990 bis 2005 um mehr als 500 %.

Jahr BIP in USD
1990 109,040
1995 271,180
2000 387,280
2005 670,900

In Odishas einzigem großen Seehafen in Paradeep wurden im Berichtsjahr 2005/2006 33 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, im Berichtsjahr 2006/2007 38,5 Millionen. Davon war etwa ein Drittel Brennkohle und knapp 30 % Eisenerz, d. h. der Hafen wickelt den größten Teil des Exports an Odishas wichtigsten Rohstoffen ab. Damit ist der Hafen nach Gesamtumschlag der achtgrößte Hafen Indiens (Stand 2007) und der im Zeitraum 2004 bis 2007 am schnellsten wachsende. Das Industriegebiet von Padang gehört zu einer der sechs petrochemischen Investitionsregionen (PCPIRs) Indiens. Hier soll auf 284 km² Odishas größter Raffineriekomplex entstehen. Daneben werden die kleineren Seehäfen der beiden Städte Dhamra and Gopalpur ausgebaut.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Census of India 2011: Provisional Population Tables and Annexures. (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive) (PDF; 437 kB)
  2. Census of India 2011: Provisional Population Totals – India – Rural-Urban Distribution. (PDF; 8,1 MB)
  3. Census of India 2001: Orissa. Data Highlights: The Scheduled Tribes. (PDF; 43 kB)
  4. Indischer Zensus 2001
  5. Census of India 2011: Population by religious community.
  6. Nirmala Carvalho Orissa pogroms: police clear Christians from the death of Hindu religious leader In: Asia News vom 11. Mai 2011.
  7. msnbc.msn.com – davon mindestens 39 offiziell anerkannt in Odisha, der Rest außerhalb.
  8. BBC News: Arrests over India church attacks. 15. September 2008., indianexpress.com
  9. Orissa now Odisha, Oriya becomes Odia in The Times of India vom 24. Oktober 2009;
    Orissa celebrates Odisha. In: The Times of India. 5. November 2011;
    March 31 deadline for Odisha spell check. In: The Times of India. 6. November 2011.
  10. Election Results – Full Statistical Reports. Indian Election Commission (Indische Wahlkommission), abgerufen am 11. März 2015 (englisch, Wahlergebnisse sämtlicher indischer Wahlen zur Lok Sabha und zu den Parlamenten der Bundesstaaten seit der Unabhängigkeit).
  11. Kunal Pradhan: The man who tranformed Odisha: Naveen Patnaik: The man who transformed Odisha. indiatoday.intoday.in, 20. Dezember 2013, abgerufen am 12. März 2015 (englisch).
  12. About Department. Revenue and Disaster Management Department, Government of Odisha, abgerufen am 2. April 2017 (englisch).
  13. Census of India 2011: Provisional Population Totals. Paper 1 of 2011: Orissa. (PDF; 2,5 MB)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew Sterling: Orissa. Its geography, statistics, history, religion, and antiquities. London 1846 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odisha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 20° N, 85° O