Odisheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Odisheim
Odisheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Odisheim hervorgehoben

Koordinaten: 53° 42′ N, 8° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Hadeln
Höhe: −1 m ü. NHN
Fläche: 13,5 km2
Einwohner: 487 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21775
Vorwahl: 04756
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 043
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 21,
21762 Otterndorf
Website: Samtgemeinde Land Hadeln – Gemeinde Odisheim
Bürgermeister: Stefan Skowron (CDU)
Lage der Gemeinde Odisheim im Landkreis Cuxhaven
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Über dieses Bild

Odisheim (niederdeutsch Godshem) ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Land Hadeln im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betroffenes Gebiet bei einer „kleinen“ Sturmflut von nur 4,5 m bei einem Deichbruch am Glameyer Stack, Otterndorf.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Odisheim liegt im Niederelbegebiet. Die Nähe zur Elbmündung und zur Nordsee bringen die Gefahr mit sich, dass im Falle eines Deichbruchs bei einer Sturmflut das maximal 2 m über NHN, zu einem großen Teil aber auch unter dem Meeresspiegel liegende Gemeindegebiet zu weiten Teilen überflutet würde. Ein mögliches Szenario wird im Artikel Glameyer Stack beschrieben.

Gemeindegliederung (Ortsteile)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am See
  • Dreieck
  • Kirchdorf
  • Norderteil
  • Süderteil

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihlienworth Bülkau
Nachbargemeinden
Steinau Stinstedt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd

Der Name des Ortes geht vermutlich auf vorchristliche und damit vorkarolingische Zeit zurück und bedeutet wohl Odins Heim. Die erste urkundliche Erwähnung fand jedoch erst 1325 statt. Von 1388 bis etwa 1484 gehörte das Kirchspiel Odisheim, zusammen mit den Kirchspielen Steinau, Oster- und Wester-Ihlienworth und Wanna (die „Fünf Kirchspiele“) zur Vogtei Bederkesa. In Dokumenten des 16. Jahrhunderts findet sich die Namensform Odeßhem neben der „christianisierten“ Form Gadeshem („Gottsheim“).

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1824 000 ¹ [2]
1848 0729 ² [3]
1910 906 [4]
1925 874 [5]
1933 828 [5]
1939 776 [5]
1950 12800 [6]
1973 689 [7]
1975 0654 ³ [8]
1987 0600 ³ [9]
1992 0583 ³ [9]
1997 0613 ³ [9]
Jahr Einwohner Quelle
2000 608 ³ [10]
2002 607 ³ [9]
2007 590 ³ [9]
2008 572 ³ [9]
2009 570 ³ [9]
2010 568 ³ [9]
2011 554 ³ [9]
2013 511 ³ [11]
2015 497 ³ [12]
2016 488 ³ [13]
2017 484 ³ [9]
2018 487 ³ [9]

¹ 138 Feuerstellen
² in 153 Häusern
³ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Odisheim besteht aus sechs Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit bis zu 500 Einwohnern.[14] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der Bürgermeister.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[15]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 100,00 % 7

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 67,66 %[15] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[16]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Stefan Skowron (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[17]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Odisheim
Blasonierung: „Zweimal geteilt durch ein blau und weiß gewürfeltes Band, dessen Feld oben blau und unten weiß ist; oben: in Blau zwei silberne Pfeilkrautblätter; in der Mitte: das gewürfelte Band; unten: in Silber ein blaues Pfeilkrautblatt.“[18]
Wappenbegründung: Die Pfeilkrautblätter deuten auf die dort häufig vorkommende Pflanze und zugleich auf den ständigen Kampf der Sietländer mit dem Wasser in ihrer tiefgelegenen binnenländischer Gemarkung hin. Das gewürfelte Band ist dem Wappen des Adelsgeschlechts Kule entlehnt, das im 14. Jahrhundert den Zehnten in Odisheim besaß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hadler Kanal am Lichtenpils Richtung Süd

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St.-Jobst-Kirche
  • Pfarrhaus
  • Hadler Sagenweg: Auf 32 Stationen des Hadler Sagenweges werden die Sagen des Landes Hadeln dargestellt

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimatstuben: Hier werden historische Gegenstände aus Haushalt und Landwirtschaft ausgestellt.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt nahe dem Hadelner Kanal und an der Landesstraße 144.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Sagen und Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottes Lohn
  • Das Hexenmahl
  • Hake Betken siene Duven[19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odisheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. C. H. Jansen: Statistisches Handbuch des Königreichs Hannover (= Statistische Handbücher für das Königreich Hannover). Helwing'sche Hofbuchhandlung, Celle 1824, S. 454 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 16. Oktober 2019]).
  3. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover (= Statistische Handbücher für das Königreich Hannover). Schlüter'sche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 157 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 16. Oktober 2019]).
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hadeln. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  5. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Land Hadeln (Siehe unter: Nr. 42). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 49, Sp. 1 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 9. Oktober 2019] Landkreis Land Hadeln, S. 58).
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 44 (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 9. Oktober 2019] Landkreis Land Hadeln).
  8. Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 895 kB) Siehe unter: Nr. 1806. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  9. a b c d e f g h i j k Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  10. Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Einwohner und Postleitzahl. (XLS; 3,1 MB) Siehe unter: Nr. 1881. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2000, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  11. Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,9 MB) Siehe unter: Nr. 2034. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2013, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  12. Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,4 MB) Siehe unter: Nr. 2001. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2015, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  13. Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte. (XLSX; 3,3 MB) Siehe unter: Nr. 1969. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2016, abgerufen am 9. Oktober 2019.
  14. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 12. Juli 2019.
  15. a b Gemeinde Odisheim – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016. In: Webseite Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO). 11. September 2016, abgerufen am 14. Februar 2017.
  16. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Webseite Norddeutscher Rundfunk. 12. September 2016, abgerufen am 12. Februar 2017.
  17. Skowron geht in die zweite Amtszeit in Odisheim. In: Webseite Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung. 14. November 2016, abgerufen am 12. Juli 2019.
  18. Rudolf Lembcke: Kreis Land Hadeln. Geschichte und Gegenwart. Hrsg.: Kreis Land Hadeln. Buchdruckerei Günter Hottendorff, Otterndorf 1976, S. 54 (Wappenteil).
  19. Eberhard Michael Iba (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung (= Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung. Band 16). 3. Auflage. Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4 ([eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche ]).