Oerlenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oerlenbach
Oerlenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oerlenbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 9′ N, 10° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Bad Kissingen
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 33,42 km2
Einwohner: 5006 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97714
Vorwahlen: 09725, 09738
Kfz-Kennzeichen: KG, BRK, HAB
Gemeindeschlüssel: 09 6 72 140
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 8
97714 Oerlenbach
Website: www.oerlenbach.de
Erster Bürgermeister: Nico Rogge (CSU und 3 Wählergruppen)
Lage der Gemeinde Oerlenbach im Landkreis Bad Kissingen
Dreistelzer ForstForst Detter-SüdGeiersnest-OstGeiersnest-WestWaldfensterer ForstKälberberg (Unterfranken)Mottener Forst-SüdNeuwirtshauser ForstOmerz und Roter BergRömershager Forst-NordRömershager Forst-OstRoßbacher ForstWaldfensterer ForstGroßer AuersbergMünnerstadtThundorf in UnterfrankenMaßbachRannungenNüdlingenOerlenbachBad KissingenAura an der SaaleBad BockletEuerdorfSulzthalRamsthalElfershausenFuchsstadtHammelburgElfershausenWartmannsrothOberthulbaOberthulbaOberthulbaBurkardrothBurkardrothZeitlofsZeitlofsBad BrückenauBad BrückenauOberleichtersbachGeroda (Unterfranken)SchondraSchondraSchondraRiedenbergMotten (Bayern)WildfleckenHessenLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis Main-SpessartLandkreis SchweinfurtLandkreis HaßbergeLandkreis HaßbergeSchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Oerlenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Vorrhön zwischen Schweinfurt im Süden, dem Staatsbad Bad Kissingen im Nordwesten und Münnerstadt im Nordosten. Von Schweinfurt bis Oerlenbach zieht sich ein Siedlungsband auf zwölf Kilometern, mit nur kürzeren Unterbrechungen, durch das obere Werntal (siehe auch: Interkommunale Allianz).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als „Ornebach“ erfolgte im Jahr 953, allerdings wurde der Ortsteil Ebenhausen bereits im Jahr 788 urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

Im Jahr 1871 wurde die Fränkische Saaletalbahn nach Bad Kissingen gebaut.

Die heutige Gemeinde entstand im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Ebenhausen, Eltingshausen, Rottershausen und Oerlenbach.[3]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist mehrheitlich römisch-katholisch. Die katholische Pfarrkirche St. Burkard ist ein moderner Bau aus dem Jahre 1968. Die Ebenhausener Kirche hat das Patrozinium Alle Heiligen. Im Gemeindeteil Eltingshausen ist die barocke Pfarrkirche dem Heiligen Martin geweiht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 4721 auf 5004 um 283 Einwohner bzw. um 6 %. 2003 hatte die Gemeinde 5343 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alte Dorflinde bei der Kirche in Eltingshausen. Siehe hierzu die Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Bad Kissingen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Nico Rogge, nominiert von CSU und drei örtlichen Wählergruppen, der Bürgermeister; er wurde am 15. März 2020 mit 94,5 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war von Mai 2014 bis April 2020 Franz Kuhn (ebenfalls unterstützt von CSU und drei Wählergruppen).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen seit 2008 erbrachten folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen:

Liste 2020[4] 2014 2008
Sitze % Sitze % Sitze
Bürgerblock 6 30,3 6 30,6 7
Freie Wählergemeinschaft Ebenhausen 6 21,3 4 21,4 4
Freie Wählergemeinschaft Eltingshausen 4 17,9 4 20,3 4
Wählergemeinschaft Rottershausen 4 20,2 4 17,4 3
Die Überörtliche 10,4 2 10,4 2
Wahlbeteiligung 63,1 % 60,3 %

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oerlenbach
Blasonierung: „Unter einem von Silber und Blau gespaltenen Schildhaupt gespalten von Rot und Silber, vorne ein nach links gewendeter silberner Wolf, hinten ein roter Flug[5]

Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 12. Juli 1973 verliehen.

Wappenbegründung: Die 1972 entstandene Gemeinde Oerlenbach besteht aus den in der oben aufgeführten Gemeindegliederung genannten ehemals selbständigen Gemeinden, von denen Eltingshausen ein eigenes Wappen führte, das durch den Zusammenschluss unterging. Aus diesem Wappen wurde der Wolf in das neue Gemeindewappen übernommen. Er ist das Wappentier des Ortsadelsgeschlechts der Herrn von Eltinghausen, die ihr Wappen im Mittelalter bis 1427 nachweislich führten und 1465 ausgestorben sind. Für Ebenhausen steht im Wappen der Flug, der dem Wappen der Herrn von Münster entnommen wurde, die Besitzungen in dieser Gemeinde hatten. Die im Schildhaupt gezeigten Farben Silber und Blau sind die Farben der Stadt Schweinfurt und weisen darauf hin, dass Rottershausen zu der dortigen kaiserlichen Vogtei gehörte. Die Farben Silber und Rot stehen für das Würzburger Hochstift, das im Mittelalter vor allem in Ebenhausen Herrschaftsrechte besaß.

Interkommunale Allianz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oerlenbach ist Mitglied in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oerlenbach liegt eines der sechs Aus- und Fortbildungszentren (BPOLAFZ)[6] der Bundespolizei. Für die angehenden Polizeivollzugsbeamten des gehobenen Dienstes findet dort das erste Eignungsauswahlverfahren für die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern sowie die Vereidigung statt. Zusätzlich werden die Beamten bei Praktika im Laufe ihres Studiums betreut. Die Beamten des mittleren Dienstes werden dort für den Bereich Süd ausgebildet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Knotenbahnhof von Oerlenbach ist der Bahnhof Ebenhausen (Unterfr).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oerlenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oerlenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. April 2021.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 427.
  4. Bekanntmachung des abschließenden Ergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 15.03.2020. Der Wahlleiter der Gemeinde Oerlenbach, 18. März 2020, abgerufen am 16. Dezember 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Oerlenbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. SERVICE.BUND.DE - Behörden und Institutionen des Bundes - Bundespolizeiakademie. Abgerufen am 2. Juli 2020.