Of counsel

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Of counsel (engl. in beratender Funktion), oft kurz Counsel, ist die Bezeichnung für einen Berufsträger in einer Rechtsanwaltskanzlei oder einem ähnlichen Unternehmen, der außerhalb der unternehmensinternen Organisation nur zu bestimmten speziellen Aufgaben als Fachmann hinzugezogen wird. Eine of counsel tätige Person ist zumeist eine erfahrene, namhafte und auf ein bestimmtes Rechts- oder Fachgebiet spezialisierte Persönlichkeit und betreibt die Tätigkeit nicht selten neben ihrem Hauptberuf.

In einer großen Anwaltskanzlei wird der Begriff für Rechtsanwälte eingesetzt, die außerhalb der Hierarchie von Partnern/Sozien und angestellten Anwälten („Associates“) bei bestimmten Mandaten herangezogen werden – oft handelt es sich um Politiker oder Hochschullehrer, insbesondere solche im Ruhestand. Die Zusammenarbeit einer Anwaltskanzlei mit einem Of Counsel, der nicht Berufsträger ist und auch nicht zu den in § 59a Abs. 2 BRAO genannten Personengruppen gehört, also z. B. ein Hochschullehrer, ist hingegen nicht gestattet.[1][2]

In den USA ist der Begriff durch die American Bar Association definiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BGH, Beschluss des Senats für Anwaltssachen vom 22. Juli 2020 - AnwZ (Brfg) 3/20 -
  2. Martin W. Huff: BGH bejaht Berufsrechtsverstoß - Das Ende der Of Counsel in Anwaltskanzleien? In: Legal Tribune Online vom 28. August 2020.