Offenbach am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Offenbach am Main
Offenbach am Main
Deutschlandkarte, Position der Stadt Offenbach am Main hervorgehoben
Koordinaten: 50° 6′ N, 8° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Höhe: 98 m ü. NHN
Fläche: 44,9 km²
Einwohner: 120.988 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 2695 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 63065–63075
Vorwahl: 069
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 13 000
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Berliner Straße 100
63065 Offenbach am Main
Webpräsenz: www.offenbach.de
Oberbürgermeister: Horst Schneider (SPD)
Lage der Stadt Offenbach am Main in Hessen
Kassel Landkreis Kassel Werra-Meißner-Kreis Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Waldeck-Frankenberg Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Gießen Main-Kinzig-Kreis Wetteraukreis Rheingau-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Kreis Groß-Gerau Frankfurt am Main Offenbach am Main Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Odenwaldkreis Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz Bayern Nordrhein-Westfalen Niedersachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Blick über Offenbach am Main von Süden; im Vordergrund links (senkrecht) die Waldstraße, dahinter (waagerecht) die Bebraer Bahn, im Vordergrund rechts (senkrecht) der Offenbacher Alleenring, im Hintergrund links die Innenstadt und jenseits des Mains Frankfurt-Fechenheim

Offenbach am Main ist mit rund 120.000 Einwohnern die fünftgrößte hessische Stadt und eines von zehn Oberzentren in Hessen. Sie liegt im Rhein-Main-Gebiet und grenzt nahtlos an Frankfurt am Main, mit dem es über den Regionalverband FrankfurtRheinMain kooperativ verbunden ist.

Die ursprünglich hugenottisch geprägte Industriestadt war vor allem als Zentrum der Lederwarenindustrie bekannt. Heute ist Offenbach ein wichtiges Dienstleistungszentrum und mit der Hochschule für Gestaltung (kurz: HfG) ein Hochschulstandort mit hoher Clusterbildung im Designbereich. Außerdem befindet sich in Offenbach der Sitz des Deutschen Wetterdienstes.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbach ist eine Gründung aus der Zeit nach der fränkischen Reichsteilung von 561. Der Ortsname hat eine für diese Zeit typische Endung auf „-bach“.

Die Herkunft des Namens ist nicht endgültig geklärt. Eine Herleitung von einem Ofen (an der Rohrmühle, dem späteren Standort des Teerfarbenwerk Oehler, wird eine römische Kalkbrennerei vermutet[2]) oder dem offenen Bach gilt in der Ortsnamensforschung als wenig wahrscheinlich.[3]

Einer anderen Auffassung zufolge steht der Ortsname in Verbindung mit dem Personennamen Ovo.[4] Wahrscheinlicher leitet sich der Name von Ave (aus dem Althochdeutschen: Aue), zu Auenbach ab.[5]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbach befindet sich am südlichen und südöstlichen Ufer des Mains am Mainbogen, gegenüber den Frankfurter Stadtteilen Ostend und Fechenheim und östlich der Frankfurter Stadtteile Oberrad und Sachsenhausen. Diese Lage bedeutet, dass die beiden Großstädte mittlerweile ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet bilden. Die Bäche Bieber und Hainbach durchfließen das Stadtgebiet. Offenbach liegt an der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Das bebaute Stadtgebiet liegt überwiegend im Norden der Gemarkung, im Süden erstreckt sich ein großes Waldgebiet und der höchste Punkt der Stadt liegt mit 166 m auf dem Schneckenberg[6], der niedrigste Punkt mit 97 m ü. NN vor dem Isenburger Schloss am Mainufer.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Französisch-Reformierte Kirche und City Tower, Offenbach am Main

Das Stadtgebiet von Offenbach am Main gliedert sich in neun Stadtteile: Bieber, Bürgel, Kaiserlei, Lauterborn, Mathildenviertel, Rosenhöhe, Rumpenheim, Tempelsee und Waldheim.[7] Jüngster Stadtteil ist das Mathildenviertel: Erst 2010 wurde die östliche Innenstadt besonders als Stadtteil benannt und erhielt den Namen Mathildenviertel.[8] Bereits zuvor wurde dieser Name zum Teil von Bürgern verwendet. Der Kernbereich der Stadt ist im übrigen stadtteilfrei.

Drei der genannten Stadtteile waren früher eigenständige Gemeinden: Bürgel wurde am 1. April 1908 nach Offenbach eingemeindet[9], Bieber am 1. April 1938[10] und Rumpenheim am 1. April 1942.[11]

Innerhalb der einzelnen Stadtteile gibt es Viertel und Siedlungen, die nicht amtlich als separate Einheit aufgefasst werden, geografisch oder städtebaulich jedoch eine Einheit bilden. Darunter die Hans-Böckler-Siedlung in Bürgel, das Eschig an der Mühlheimer Straße, An den Eichen südlich der Mühlheimer Straße und zu Waldheim gehörend, Bieber-Waldhof und die Carl-Ulrich-Siedlung an der Waldstraße.

Aus statistischen Gründen ist die Stadt in statistische Bezirke unterteilt, die jeweils mit einer Nummerierung versehen sind. Die Bezirke sind wie folgt gegliedert (Stand Dezember 2015):[7]

  • 11 Hochschule für Gestaltung
  • 12 Wilhelmschule
  • 13 Messehalle
  • 14 Kaiserlei (Stadtteil Kaiserlei/stadtteilfrei)
  • 15 Ledermuseum (Stadtteil Kaiserlei/stadtteilfrei)
  • 16 Mathildenschule
  • 21 Städtische Kliniken
  • 22 Lauterborn (Stadtteil Lauterborn/stadtteilfrei)
  • 23 Friedrichsweiher
  • 24 Bachschule
  • 25 Lichtenplattenweg
  • 26 Bieberer Berg
  • 31 Vorderwald-Rosenhöhe (Stadtteil Rosenhöhe/stadtteilfrei)
  • 32 Tempelsee (Stadtteil Tempelsee/stadtteilfrei)
  • 33 Bieber (Stadtteil Bieber/stadtteilfrei)
  • 41 Mühlheimer Straße
  • 42 Waldheim (Stadtteil Waldheim/stadtteilfrei)
  • 43 Bürgel (Stadtteil Bürgel/stadtteilfrei)
  • 44 Rumpenheim (Stadtteil Rumpenheim/stadtteilfrei)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbach grenzt im Westen und Norden an Frankfurt am Main, im Nordosten an die Stadt Maintal (Main-Kinzig-Kreis), im Osten an die Städte Mühlheim am Main und Obertshausen (beide Landkreis Offenbach), sowie im Süden an die Städte Heusenstamm und Neu-Isenburg (beide Landkreis Offenbach).

Stadtwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Offenbacher Stadtwald im Süden der Stadt dehnt sich über eine Fläche von 1.252 Hektar aus. Zu etwa 57 % besteht er aus Kiefern, 28 % Buchen, 15 % Eichen und einem Prozent Fichten. Eine Revierförsterei befindet sich am Rand des Stadtteils Bieber, Forstbehörde ist das Forstamt Langen. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden im Stadtwald Scheindörfer angelegt, welche die Bombenangriffe von der Stadt ablenken sollten. Bombensplitter in älteren Bäumen zeugen noch heute von zahlreichen irregeleiteten Bombenabwürfen.[12]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Provinz Obergermanien

Bei Ausgrabungen in der Gemarkung Offenbach wurden Funde aus der Steinzeit gemacht. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass zwischen den Steinzeitmenschen und der fränkischen Besiedlung eine Kontinuität bestand.

Bereits in römischer Zeit verlief durch das Offenbacher Gebiet eine Römerstraße über Offenbach (Bernardstraße) zu einer vermuteten Römerbrücke in Bürgel und weiter über Mühlheim am Main nach Steinheim.[13] Auch in Bieber und Offenbach-Bürgel sind römische Spuren nachgewiesen.[14] Ebenso durchzogen römische Straßen die Offenbacher Gemarkung und kreuzten sich vermutlich bei Bieber („Indianerpfad“). Die Gegend gehörte der römischen Civitas Auderiensium in der Provinz Obergermanien an.

Aus dem 6. oder 7. Jahrhundert ist südlich des ältesten Ortskernes an der Waldstraße ein fränkischer Reihenfriedhof erhalten.[13]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldgulden Werner von Falkensteins

Bereits in den Jahren 770 (für Rumpenheim), 790 (Bürgel) und 791 (Bieber) finden sich die ersten urkundlichen Erwähnungen der im 20. Jahrhundert eingemeindeten heutigen Stadtteile. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Offenbach stammt vom 12. April 977: Kaiser Otto II. beurkundete eine Schenkung in Offenbach an die Salvatorkirche (den späteren Dom) in Frankfurt am Main.[15]

Früher war Offenbach Teil des Maingaues und die umliegenden Wälder gehörten zum Wildbann Dreieich. Dieser unterhielt in Offenbach eine seiner 30 Wildhuben. Vom Mittelalter bis 1819 war Offenbach Teil der Biebermark.

Offenbach wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals den Besitzer. Einer der ersten Besitzer waren die Herren von Hagen-Münzenberg, die Offenbach aufgrund ihres Amtes als Reichsvögte der Dreieich besaßen. Mit der Münzenberger Erbschaft 1255 fiel Offenbach an die Herren von Falkenstein. 1372 wurde Offenbach von Graf Philipp von Falkenstein für 1000 Gulden an den Rat der Stadt Frankfurt verpfändet. Werner III. von Falkenstein, Erzbischof von Trier und als Falkensteiner Landesherr in Offenbach, ließ um 1400 am Main ein Schloss bauen und Münzen prägen. Die Stadt Frankfurt fühlte sich dadurch provoziert und protestierte dagegen. Bei der Teilung der Falkensteiner Erbschaft 1433 fiel Offenbach an Sayn und Isenburg. 1446 verkaufte Graf Dieter von Sayn den sayn’schen Anteil an Graf Reinhard II. von Hanau. Bei der Abspaltung der Grafschaft Hanau-Babenhausen von dem später Grafschaft Hanau-Münzenberg genannten Landesteil 1458 fiel die Hanau zustehende Hälfte an Offenbach, wie alle Hanauer Besitzungen südlich des Mains, an Hanau-Babenhausen. Bei einem Vergleich zwischen Hanau-Babenhausen und Isenburg wurde der Hanauer Anteil an Offenbach 1500 an Isenburg abgetreten.[16]

Isenburgische Residenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbach – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Ansicht von Offenbach in den 1770er Jahren
(Zeichnung von Johann Caspar Zehender)

Offenbach diente unter Graf Reinhard von Isenburg-Birstein dem Adelsgeschlecht als Residenz. Sie ließen das Isenburger Schloss errichten. 1559 wurde in Offenbach die Reformation eingeführt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die bayerische Besatzung Offenbachs 1631 von den Schweden vertrieben und im Schloss die Kapitulation der Reichsstadt Frankfurt von König Gustav Adolf entgegengenommen.

1698 nahm Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach hugenottische Flüchtlinge im Ort auf, sie gründeten ihre eigene Gemeinde, westlich der bestehenden. Somit wuchs das Dorf Offenbach zu einer Minderstadt an. Dieser Westteil entwickelte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts zur Stadt. Die Hugenotten brachten das Wissen um die Tabakverarbeitung nach Offenbach und erschlossen damit einen Wachstumsmarkt des 18. Jahrhunderts.

Da Frankfurt keine Gewerbefreiheit zuließ, wanderten die Manufakturisten über die damalige Landesgrenze nach Offenbach ab, wo sie von den gewerbefreundlichen zu Isenburgern ein Regal bewilligt bekamen.

Im Jahr 1739 fand die Grundsteinlegung zur lutherischen Kirche – der heutigen Evangelischen Stadtkirche – statt und 1768 wird der Aliceplatz, der diesen Namen erst seit 1879 trägt, als neuer Marktplatz angelegt. Er hieß zwischenzeitlich Paradeplatz, weil die isenburgischen Soldaten auf ihm Übungen abhielten.

Der Dichter Goethe kam 1775 regelmäßig nach Offenbach, da hier seine Verlobte Lili Schönemann lebte. In dieser Zeit begann die Lederwarenherstellung und erste Industrien und Gewerbe siedelten sich an. Niccolò Paganini und Wolfgang Amadeus Mozart besuchten mehrmals die aufstrebende Industriestadt. Ersterer um die hier bei Pirazzi produzierten Musiksaiten zu erwerben, zweiter ließ seine Noten bei Johann André verlegen. 1786 lässt sich die Familie der Schriftstellerin Sophie von La Roche in der Domstraße 23 nieder. 1792 gehen Österreichische Truppen bei Offenbach über den Main und besiegen die Franzosen bei Höchst. 1794 wurde die Leibeigenschaft durch Fürst Wolfgang Ernst von Isenburg aufgehoben. Katholiken durften 1798 erstmals seit über 200 Jahren Gottesdienst in Offenbach feiern, 1803 schaffte Fürst Carl Ludwig Moritz als einer der ersten den Leibzoll für Juden ab.

Im Jahr 1812 fand die letzte Hinrichtung in Offenbach statt. Der Galgen stand in Höhe Hermannstraße und Schäferstraße.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbacher Lokalbahnhof

1800 erfand Alois Senefelder, einer von Offenbachs berühmtesten Bürgern, den Steindruck (Lithografie). Nach dem Wiener Kongress 1815 verlor Fürst Carl von Isenburg wegen seiner Nähe zu Napoleon I. seine Landesherrschaft. Die Stadt gehörte kurzfristig zu Österreich, fiel schließlich 1816 an das Großherzogtum Hessen.[17] Nach der Auflösung der Biebermark 1819 erhielt die Stadt einen Anteil von 1733 Morgen am Gelände zwischen Hainbach und heutiger Grenzstraße. Seither konnte sich die Stadt nach Osten hin ausdehnen. Vorher war Wachstum nur nach Westen oder nach Süden möglich.

Im Jahre 1828 schloss sich das Großherzogtum Hessen dem preußischen Zollgebiet an, während Frankfurt neutral blieb. Dieser Schritt bedeutete das Ende der seit dem Mittelalter stattfindenden Frankfurter Messe, die bereits während der Koalitionskriege infolge der Kontinentalsperre stark an Bedeutung verloren hatte. Offenbach konnte von diesem Niedergang profitieren, indem die Messe ab 1828 für einige Jahre in Offenbach stattfand.

Der allgemeinen Schulpflicht 1830 folgte 1832 die Impfpflicht. 1832 wurde aus den ehemaligen Landgerichtsbezirken Langen, Offenbach und Seligenstadt der Landkreis Offenbach gebildet. Fortan war Offenbach Kreisstadt. Im selben Jahr wurde die erste Vorgängerinstitution der späteren Hochschule für Gestaltung gegründet. 1842 gründeten der Darmstädter Chemiker Ernst Sell und sein Frankfurter Partner Karl Oehler eine Teerfarbenfabrik am Mainufer zwischen Offenbach und Bürgel (heute AllessaChemie).

1848 eröffnete die Frankfurt-Offenbacher Lokalbahn die Strecke nach Frankfurt-Sachsenhausen. Ihr Offenbacher Lokalbahnhof befand sich an der Kreuzung von Bahnhofstraße und Kaiserstraße westlich des Stadtzentrums (heute Parkplatz zwischen Bahnhofstraße und Berliner Straße). Der Betrieb dieser Lokalbahn, zuletzt mit Dampfloks der BR 74 (pr.T14) ist 1955 eingestellt worden. Auf der Fläche der heutigen Berliner Straße verlief in westlicher Richtung bis dahin die Eisenbahntrasse. Die letzten Überreste existierten bis zum Beginn des S-Bahnbaus insbesondere am Bahnhof Oberrad.

Die erste Gasbeleuchtung erhellt einige Offenbacher Straßen und 1853 wird eine Telegrafenanstalt Domstraße und Ecke Krimmergäßchen eröffnet.

Erst 1873 wurde der heutige Hauptbahnhof, der damals weit außerhalb der Stadt im Süden lag, errichtet und die Bebraer Bahn in Betrieb genommen. Damit war der Weg zum Ausbau der Schwerindustrie und der chemischen Industrie geebnet, wodurch die Stadt in den folgenden zwei Jahrzehnten so stark wie nie zuvor anwuchs. 1896 wurde die Rodgaubahn nach Dieburg eröffnet. Später kam der Seitenast nach Dietzenbach hinzu. Am 24. Dezember 1874 wurde die Neue Offenbacher Zeitung herausgebracht, die erste sozialdemokratische Parteizeitung im Großherzogtum Hessen.

Mit Umzug der Reichspost-Filiale von der Frankfurter Straße 31 an den Aliceplatz wurde am 28. Dezember 1884 das Telefonnetz mit der Fernsprechvermittlungsstelle in Betrieb genommen. Es gab 19 Anschlüsse, vornehmlich von Firmen. Nach Berlin und Frankfurt war es eines der ersten Telefonnetze in Deutschland.[18] Heute befindet sich ein DSL-Hauptverteiler der Deutschen Telekom in dem Gebäude.

Eine 1888 erschlossene Heilquelle wurde nach dem nur 99 Tage amtierenden Kaiser Friedrich III. Kaiser-Friedrich-Quelle benannt. Das Wasser wird heute nicht mehr als Mineralwasser verkauft, da es zu salzig wurde.[19]

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wettersäule an der Kaiserstraße um 1900
Die Frankfurter Straße im Jahr 1900 …
… und 2008

Ab 1902 beginnt mit dem Isenburgring und kurz darauf mit dem Starkenburgring der Bau einer Allee als Promenade und Flaniermeile. Zuvor war auch der Umzug des Krankenhauses von der Hospitalstraße dorthin beschlossen worden. Das alte Hospital war neben vorübergehendem Sitz der Stadtverwaltung, schon vor dem Bau des neuen Justizzentrums Bestandteil des Gerichts. Jedoch stürzte dessen entkernte Außenfassaden beim Bau teilweise ein und wurde daraufhin abgetragen. Eine Rekonstruktion ist heute als Teil des neuen Justizzentrums zu sehen. 1908 wurde mit Bürgel der erste Nachbarort eingemeindet. Durch diese Eingemeindung fiel das Gebiet östlich der Grenzstraße bis hinauf zur Bieberer und Rumpenheimer Gemarkung der Stadt zu.

1917 wurde der von Hugo Eberhardt entworfene Neubau der heutigen Hochschule für Gestaltung am Schlossplatz eingeweiht. An Platz wurde der spätere Ludo-Meyer-Brunnen des Jugendstilbildhauers Heinrich Jobst aufgestellt. Offenbach wurde zum Mittelpunkt einer traditionaffinen Gestaltung mit Persönlichkeiten wie der Architekt Eberhardt, der Typograf Rudolf Koch, die Buchbinder und Designer Ignatz Wiemeler und Ernst Engel sowie der Maler Karl Friedrich Lippmann. 1919 wurden während des Karfreitagsputsches vor der Kaserne, dem heutigen Sitz des Finanzamtes, 17 Menschen erschossen. 1920 wurde die Stadt für einen Monat von französischen Truppen besetzt. Im Jahr 1922 wurde mit dem Bau der Siedlung Tempelsee im Süden begonnen. Infolge der Weltwirtschaftskrise waren zeitweise über die Hälfte der Arbeiter arbeitslos. 1932 wollte Adolf Hitler am 16. Juli im Stadion Bieberer Berg eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, was durch den Vorstand des OFC Manfred Weinberg untersagt wurde. Später wurde Weinberg aus Vorstand und Verein gedrängt.[20]

Am 1. November 1938 schied Offenbach aus dem Landkreis Offenbach aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb jedoch weiterhin Sitz des Kreises. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Bieber an Offenbach angegliedert. Im November wurde während der Novemberpogrome die Synagoge, das heutige Capitol, geschändet sowie mehrere Wohnungen und Geschäfte beschädigt. Noch bis 1936 wehrten sich Teile der Offenbacher Bevölkerung gegen die Machtübernahme und Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten. 1942 wurde mit Rumpenheim die letzte Eingemeindung vollzogen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Offenbach durch alliierte Luftangriffe zu 36 % zerstört. Die Schäden konzentrierten sich insbesondere auf die Altstadt und die Weststadt. Der schwerste Angriff wurde am 18. März 1944 nachts von 750 schweren britischen und kanadischen Bombern geflogen, die 3.600 Tonnen Spreng- und Brandbomben über der Stadt abwarfen. An diesem Tag gab es 176 Opfer, bei den Bombenangriffen auf Offenbach insgesamt 467 Tote. Am 26. März 1945 wurde die Stadt durch US-amerikanische Streitkräfte besetzt.

Was die Bomben nicht verwüstet hatten, wurde in den darauf folgenden Jahrzehnten der Stadterneuerung geopfert. Der einstige Charakter des westlichen Stadtzentrums zwischen Herrnstraße und Schloßstraße als Gartenstadt verdichtete sich baulich, dieses Gebiet der Innenstadt ist von Bürobauten geprägt, wie zum Beispiel dem N+M-Haus der gleichnamigen Architektengemeinschaft. Als Fehler kann der Bau einer zweiten Ebene gesehen werden, dabei wurden der Fußgängerverkehr mittels Rolltreppen und Brücken vom Straßenverkehr getrennt. Bis auf ein Reststück am Marktplatz sind diese Bauten mittlerweile entfernt worden. 1953 begann der Bau der Carl-Ulrich-Siedlung zwischen Dietzenbacher und Waldstraße. Offenbach hatte 1954 erstmals mehr als 100.000 Einwohner und wurde somit jüngste Großstadt Hessens. 1956 erhielt die Stadt den Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken. 1960 erwarb die Stadt den Wildhof bei Heusenstamm und erhielt damit die Waldgemarkung Wildhof. 1971 wurde das heutige Rathaus an der Berliner Straße eröffnet und die Verwaltung zog aus dem alten Hospital, dem heutigen Justizzentrum, dorthin. Die Feiern zum 1000-jährigen Jubiläum Offenbachs wurden 1977 begangen.

Als eine der ersten Städte hatte Offenbach seit den späten 1970er-Jahren mit einem Strukturwandel zu kämpfen. Die Lederwaren- und Elektroindustrie baute in großem Umfang Arbeitsplätze ab. Da dies in einer Phase allgemeiner Prosperität erfolgte, konnte Offenbach den Strukturwandel gut bewältigen und profitierte wesentlich von der Nähe zur Frankfurter Innenstadt. Auch der kurzzeitige Rückgang der Bevölkerung wurde gestoppt. 1995 erhielt Offenbach Anschluss an die S-Bahn Rhein-Main.

2002 wurde das Rumpenheimer Schloss wiederaufgebaut und in Eigentumswohnungen gehobener Qualität umgewandelt. Im selben Jahr verlegte der Landkreis Offenbach seinen Verwaltungssitz nach Dietzenbach. Die ungewöhnlich schnelle Vergabe von gewerblichen Baugenehmigungen durch die Stadtverwaltung und die gute Verkehrsinfrastruktur tragen wesentlich zur Neuansiedlungen von Firmen bei, wie zum Beispiel die neue Europazentrale von Hyundai Motors. Die Mieten für Wohnungen gelten zudem, gemessen an der relativ geringen Entfernung zur Frankfurter Innenstadt und dem S-Bahn-Anschluss, als günstig, besonders die zahlreichen gründerzeitlichen Mehrfamilienhäuser erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzrippengewölbe der Galerie des Isenburger Schlosses

Lange Zeit wurde Offenbach durch Bauten der Hugenotten aus dem späten 17. und 18. Jahrhundert geprägt. Typisch sind Bauten mit Mansarddach. Von diesen sind weitestgehend die Französisch-Reformierte Kirche, die Französisch Reformierte Gemeinde sowie ein Geschäftshaus in der Frankfurter Straße/Ecke Aliceplatz original erhalten. Der Wiederaufbau nach dem Krieg und der Bau der Berliner Straße haben das Bild der Innenstadt wesentlich verändert. Die angrenzenden Gründerzeitquartiere sind weitestgehend von größeren Schäden verschont geblieben.

Die Stadt hat 403 einzelne Kulturdenkmäler, dazu 29 „Gesamtanlagen“, (wie Straßen- oder Grünzüge) und zusammen zirka 1.600 denkmalgeschützte Bauwerke.[21]

Renaissance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wahrzeichen und bekannteste Gebäude in Offenbach ist das Isenburger Schloss. Es wurde 1576 für den Grafen von Isenburg gebaut und gilt als der bedeutendste Renaissancebau nördlich der Alpen.

Mehrmals wurde es umgebaut, zuletzt nach dem Brand des Dachstuhls im Zweiten Weltkrieg. Auf einer Stadtansicht von Merian ist es in seiner ursprünglichen Form zu sehen. Seit 1999 ist das Schloss ein Teil der Hochschule für Gestaltung, an die es unmittelbar angrenzt. Es ist im Besitz des Landes Hessen.

Klassizismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lili-Tempel

Der Klassizismus ist vor allem in der Innenstadt anzutreffen, beispielsweise an der Frankfurter Straße. Die Gebäude sind meist zwei- maximal dreigeschossig und hatten einst Fensterläden.

Der Lili-Tempel wurde ursprünglich 1798 als Badehaus im Offenbacher Lili-Park gebaut. Es ist das einzige im Originalzustand erhaltene Werk von Nicolas Alexandre Salins de Montfort im Rhein-Main-Gebiet. Einer modernen Sage zufolge erhielt der Tempel den Namen nach der Verlobten Johann Wolfgang von Goethes, Elisabeth Schönemann, mit der sich dieser 1775 im umliegenden Park zu treffen pflegte. Das klassizistische Bauwerk wurde unter der Auflage einer Restaurierung im Jahr 2004 an eine Privatperson in Erbpacht vergeben.

Das Rumpenheimer Schloss war einst Treffpunkt des europäischen Hochadels. Das im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstörte Gebäude ging 1965 in den Besitz der Stadt Offenbach über und wurde in mehreren Teilstücken wiederhergestellt. Nach der Wiederherstellung des Mittelflügels (um 2002) entspricht die Außenansicht weitestgehend dem Stand um 1805. Heute ist das Schloss eine private Wohnanlage. Bis 2011 fand im Sommer im Schlosshof und im angrenzenden Schlosspark ein Mittelaltermarkt statt. Seit 2006 ist der Schlosspark alljährlich im Sommer Schauplatz der Picknick- und Flanierkonzerte „Musik im Park“.

Historismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine typische Offenbacher Wohnstraße mit gründerzeitlicher Bebauung
Das Offenbacher Westend an der Stadtgrenze zu Frankfurt

Da Offenbach mit der Industrialisierung zur Großstadt wuchs, ist der Historismus trotz Bombenschäden und einigen Umgestaltungen sehr dominant. Anders als in anderen Großstädten gab es kaum Großindustrie die Arbeitersiedlungen errichtete. Es war vielmehr das aufstrebende Bürgertum und die Kleinindustrie, die zu Repräsentationszwecken Bauwerke aufwendig ausstatten ließ. Das herausragendste Bauwerk des Historismus ist das bereits 1775 errichtete aber zwischen 1901 und 1907 im neobarocken Stil umgestaltete Büsing-Palais. Es war der Stadtsitz der Offenbacher Fabrikantenfamilie Bernard. Im Herrenhaus befinden sich heute das Standesamt, die Stadtbibliothek und das Klingspor-Museum. Räumlichkeiten des repräsentativen Anwesens lassen sich für verschiedene Zwecke von der Stadt anmieten.

Weitere aufwendige Gebäude aus dem Historismus befinden sich im weitestgehend geschlossen erhaltenen Villenviertel Westend entlang und südlich der westlichen Frankfurter Straße. Sehenswert ist dort der Altbau der Leibnizschule in der Parkstraße sowie einige kleinere Betonbauten einer Musterausstellung aus dem späten 19. Jahrhundert im angrenzenden Dreieich-Park.

Ein wichtiger neobarocker Sakralbau ist die katholische Marienkirche in der Bieberer Straße. Das dreischiffige Bauwerk, das barocke Gepräge mit deutlichen Akzenten des Jugendstils verbindet, wurde 1911 bis 1913 nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker errichtet. Nach strukturellen Schäden durch den Bau der S-Bahn wurde die Kirche im Zeitraum von 1999 bis 2001 komplett renoviert. Neben der Instandsetzung der Außenfassade umfassten die Arbeiten eine Sanierung der Sandsteinflächen und der Wände. Die Fenster wurden mit einer Schutzverglasung versehen, die vor Witterungseinflüssen schützt. Im Turm über dem Hauptportal wurde ein nach dem Zweiten Weltkrieg vermauertes Fenster wieder freigelegt, um die Fassade an der Bieberer Straße in ihren Originalzustand zurückzuführen. Neben der Sanierung des Gebäudes wurde ein zusätzlicher Gottesdienstraum, die Krypta, unterhalb der vorhandenen Kirche errichtet.[22]

Das Mathildenviertel, südlich der Kirche ist eines der typischen Gründerzeitquartiere, die den Rand der Innenstadt prägen.

Das Stadtbild der südlichen Innenstadt und der zentrumsnahen Viertel ist durch Gründerzeit-Mietshäuser geprägt. Die meisten davon sind späte Beispiele eines konservativen bürgerlichen Historismus mit Einflüssen des Jugendstils. Der Bauschmuck ist aus Sandstein ausgeführt, einige Gebäude sind aus Klinker ausgeführt. Der Zustand dieser Bausubstanz ist sehr unterschiedlich und reicht von denkmalgerechter Restaurierung mit kleingliedrigen Sprossenfenstern aus Holz, bis hin zu regelrecht verschandelten Gebäuden mit dicken Dämmplatten und groben Kunststofffenstern.

Architektur des 20. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der Villen von Dominikus Böhm

Hugo Eberhardt, Architekt und Gründer des Ledermuseums, hat zu Beginn des Jahrhunderts in Offenbach einige Gebäude errichtet: das Verwaltungsgebäude der Heyne-Fabrik, das Wilhelm-Schramm-Stift, die AOK, und die Gebäude der Technischen Lehranstalt, heutige Hochschule für Gestaltung. Sie sind bedeutende Zeugnisse des Übergangs zur Moderne. An der Hochschule wurden bis zur Schließung des Fachbereichs Architektur 1982 zahlreiche Architekten ausgebildet. Dort hatten unter anderen gelehrt: Der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm (sein Sohn Gottfried Böhm, der Pritzker-Preis-Träger, ist in Offenbach geboren und aufgewachsen), Josef Rings, Bernhard Hermkes, Walter Schwagenscheidt (Planer der Frankfurter Nordweststadt). Direkt gegenüber der Hochschule im Isenburger Schloss war das Hessische Staatsbauamt untergebracht, wo zahlreiche öffentliche Gebäude – hauptsächlich Schulgebäude – geplant wurden. Von Dominikus Böhms frühen Bauten haben sich in Offenbach einige Villen erhalten, so im Buchrainweg, dem Taunusring sowie Am Waldpark.

Novotny Mähner Assoziierte, bekannt vor allem durch Hochhausprojekte

Nach 1945 sind von Offenbach aus drei überregional bekannte Architekten tätig, Paul Friedrich Posenenske, Adolf Bayer und das durch Hochhausprojekte bekannte Büro Novotny Mähner Assoziierte. Trotz der stürmischen Wiederaufbau-Zeit gelang es diesen Büros, in der Stadt zahlreiche Bauten von hohem gestalterischen Wert zu realisieren. Adolf Bayer entwarf die Rudolf-Koch-Schule, die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein und die Beethovenschule, die durch die versetzten Baukörper, die filigranen Stahlrahmen der Fenster und den Einsatz eines hellen Klinkers auffällt. Paul Friedrich Posenenske entwarf die Humboldtschule und den Deutschen Wetterdienst. An die Wirtschaftswunderzeit erinnert die 1952–1954 errichtete Walter-Passage an der Frankfurter Straße, benannt nach dem Möbelhaus, das sich bis in die 1960er Jahre hier befand. Es wurde von Fritz Reichard entworfen, die Fassade ist mit italienischen Glasmosaiksteinen verkleidet.

Das Gothaer-Haus

Bis heute tätig ist Novotny Mähner Assoziierte. An jüngeren Beispielen ihrer Tätigkeit sind das Omega-Haus und der 120 m hohe City Tower zu nennen. In der Aufbauzeit bauten auch auswärtige Stararchitekten wie Sep Ruf (Kirche Dreifaltigkeit, St. Peter) oder Egon Eiermann (die Atriumhäuser in Lauterborn) in der Stadt. Das 1971 eröffnete und 70 Meter hohe Rathaus ist ebenfalls ein Baudenkmal, es steht als gelungenes Beispiel von Sichtbetonarchitektur in der Hessischen Denkmalschutzliste.[23] Unübersehbar ist auch das 1977 eröffnete multifunktionale Gothaer-Haus an der Berliner Straße.[24]

Die bekannteste Neuplanung nach dem Zweiten Weltkrieg in Offenbach ist die als Ost-West-Achse angelegte Berliner Straße. Anfangs eine vierspurige Straße mit Stadtautobahncharakter, wurde die Straße nach Beendigung des S-Bahn-Baus zu einer Allee umgebaut. Es entstanden neue Gebäude, wie das CinemaxX und diverse Geschäftshäuser.

Der Strukturwandel führte zu zahlreichen Büroneubauten, besonders im Stadtteil Kaiserlei. So etwa das Omega-Haus, die BHF-Bank, Siemens-Power-Generation, Honeywell und Hyundai Europe. 1999 realisierte das Büro KSP Engel und Zimmermann Architekten das Gebäude der Städtischen Sparkasse an der Berliner Straße. Es fand auch eine Bereinigung von Bausünden der Nachkriegszeit statt, so wurde das frühere Kreishaus mit vorgehängter Sichtbetonfassade saniert und die sogenannte Zweite Ebene abgerissen. 2010 das Stadtkrankenhaus durch einen Neubau ersetzt.

Neubaugebiet Hafen Offenbach

Der Umgang mit den Nachkriegsbauten ist eher unreflektiert, so dass auch wichtige und vielbeachtete Zeugnisse der späten Moderne schon abgebrochen wurden, wie zum Beispiel das ehemalige Gebäude des Deutschen Wetterdienstes, dessen Entwurf von Paul Friedrich Posenenske stammte. Andere wurden durch Sanierungen und Modernisierungen gestalterisch entwertet, wie das Polizeipräsidium am Dreieich-Park, der frühere Sitz der IHK am Platz der Deutschen Einheit oder die Rudolf-Koch-Schule.

Seit 2009 entsteht auf dem Offenbacher Hafengelände ein neues Stadtviertel.[25] Bis 2020Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren sollen auf einer Gesamtfläche von 256.000 m² Büro- und Wohngebäude entstehen.[26] Ebenfalls ist ein Hafencampus mit Grundschule, Kindertagesstätte und einem Neubau der Hochschule für Gestaltung geplant.[27]

Grünflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Offenbacher Mainufer

Offenbach verfügt über ausgedehnte Grünflächen. Als Parkanlagen sind hier der Büsing-Park, der angrenzende Lili-Park, der Dreieich-Park, der Leonhard-Eißnert-Park am Bieberer Berg sowie der Schlosspark Rumpenheim zu nennen. Im Dreieich-Park sind die ältesten deutschen Betonbauten vorhanden, welche 2006 renoviert wurden. Als Besonderheit gilt der Wetterpark.

Der Offenbacher Grüngürtel verbindet einige Parkanlagen mit einem Radweg, dieser gehört teilweise auch zum Pfad der Industriekultur auf der Trasse einer stillgelegten Industriebahn.

Als Grünfläche im weitesten Sinne kann auch das Mainufer gelten. Es ist von Frankfurt im Westen bis zum Stadtteil Rumpenheim und weiter Richtung Hanau durchgehend für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Der Mainbogen ist eine artenreiche Auenlandschaft.

Auf der Gemarkung der Stadt Offenbach finden sich die Naturschutzgebiete Erlensteg von Bieber und die Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Main und den Bächen Bieber im Stadtteil Bieber und Hainbach in Tempelsee, gibt es noch den Röhrgraben, Buchraingraben, Oberhorstgraben, Wildhofsbach, Grenzgraben, den Kuhmühlgraben in Waldheim und den Buchhügelgraben.

Als Stillgewässer sind der Oberforstweiher, der Entensee in Bürgel, der Biebernsee, der Buchrainweiher und der Schultheisweiher in Rumpenheim zu nennen. Der Schultheisweiher dient in den Sommermonaten als Badesee.[28]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung 1540–2014

1875 hatte Offenbach etwa 25.000 Einwohner, bis zum Jahr 1900 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Am 18. August 1954 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000.[29] Ende Dezember 2014 lebten in Offenbach rund 121.000 Menschen.

Offenbach zog und zieht Einwanderer verschiedener Nationalitäten an. Im Dezember 2015 betrug der Anteil von Bürgern ohne deutsche Staatsangehörigkeit an der Gesamtbevölkerung 37 Prozent.[7] Die Stadt hat damit prozentual den höchsten Ausländeranteil aller deutschen Städte.[30] 2010 kamen die meisten Ausländer aus der Türkei (7.193), Italien (3.916), Griechenland (3.610), Serbien und Montenegro (3.156), Kroatien (1.905), Polen (1.769), Marokko (1.628) sowie Bosnien und Herzegowina (1.357). Im Dezember 2015 betrug der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 59,5 Prozent.[31]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1540 480
1685 600
1718 1.500
1800 5.000
1816 6.210
1825 7.147
1828 7.466
1830 7.498
1. Dezember 1834 ¹ 9.433
1. Dezember 1840 ¹ 9.597
3. Dezember 1843 ¹ 9.883
3. Dezember 1846 ¹ 11.565
3. Dezember 1852 ¹ 11.087
3. Dezember 1855 ¹ 13.724
3. Dezember 1861 ¹ 16.708
3. Dezember 1864 ¹ 19.390
3. Dezember 1867 ¹ 20.322
1. Dezember 1871 ¹ 22.689
1. Dezember 1875 ¹ 26.012
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 ¹ 28.597
1. Dezember 1885 ¹ 31.704
1. Dezember 1890 ¹ 35.064
2. Dezember 1895 ¹ 39.388
1. Dezember 1900 ¹ 50.468
1. Dezember 1905 ¹ 59.765
1. Dezember 1910 ¹ 75.583
1. Dezember 1916 ¹ 67.197
5. Dezember 1917 ¹ 67.483
8. Oktober 1919 ¹ 75.380
16. Juni 1925 ¹ 79.362
16. Juni 1933 ¹ 81.329
17. Mai 1939 ¹ 85.140
31. Dezember 1945 70.600
29. Oktober 1946 ¹ 75.479
13. September 1950 ¹ 89.030
25. September 1956 ¹ 104.283
6. Juni 1961 ¹ 116.195
31. Dezember 1965 117.893
Jahr Einwohner
27. Mai 1970 ¹ 117.306
31. Dezember 1975 115.251
31. Dezember 1980 110.993
31. Dezember 1985 107.090
25. Mai 1987 ¹ 111.386
31. Dezember 1990 114.992
31. Dezember 1995 116.533
31. Dezember 2000 117.535
30. September 2005 119.833
31. Dezember 2006 118.383
31. Dezember 2007 117.899
31. Dezember 2008 118.103
31. Dezember 2009 117.718
31. Dezember 2010 119.734
31. Dezember 2011 121.970
31. Dezember 2012 116.945
31. Dezember 2013 119.203
31. Dezember 2014 120.988

¹ Volkszählungsergebnis

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der langen Stadtgeschichte und der starken Einwanderung der vergangenen Jahrzehnte war und ist Offenbach am Main Heimat für Gläubige aller Religionen. Die Stadt galt seit der Reformation als traditionell protestantisch, wenngleich das katholische Gemeindeleben niemals ganz erlosch und heute dem evangelischen wieder ebenbürtig ist. Die übrigen Weltreligionen siedelten sich seit dem Zweiten Weltkrieg in der seit je tolerant geprägten Stadt an. Aber auch nichtreligiöse Weltanschauungen haben heute einen großen Anteil an der Stadtbevölkerung. Der Anteil der christlichen Religionen beziffert sich wie folgt (Stand 31. Dezember 2015):[32]

Religion (Konfession) Anteil relativ
in Prozent
Anteil absolut
evangelisch 14,41 19.032
katholisch 24,18 31.928
keine/Sonstige 61,41 81.108

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Lutherkirche in Bieber

Offenbach gehörte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz. Graf Reinhard von Isenburg führte nach 1542 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein, doch setzte sich ab 1592 das reformierte Bekenntnis durch. Die Stadt blieb danach über viele Jahrhunderte eine reformierte Stadt. Ab 1734 wurde es den lutherischen Gemeindemitgliedern wieder gestattet, Gottesdienste abzuhalten. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Hessen kam es 1848 zu einer Union zwischen den reformierten und lutherischen Gemeinden zur Evangelischen Landeskirche in Hessen. Die Gemeinden gehörten dann zur Superintendentur Starkenburg mit Sitz in Darmstadt. Später wurde Offenbach Sitz einer eigenständigen Propstei Nord-Starkenburg und schließlich wurde das Gebiet Teil der Propstei Rhein-Main innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Hier gehören die Kirchengemeinden der Stadt Offenbach zum Dekanat Offenbach.

Die katholische Gemeinde St. Konrad im Offenbacher Stadtteil Tempelsee

Römisch-katholische Gemeindeglieder zogen spätestens im 18. Jahrhundert wieder in die Stadt. Ihnen wurde es ab 1798 gestattet, wieder Gottesdienste abzuhalten, doch erhielten sie erst 1825 vollständige Religionsfreiheit. Um 1900 betrug der Anteil der katholischen Bevölkerung der Stadt etwa 30 Prozent. Dieses Verhältnis veränderte sich spätestens nach Eingemeindung der überwiegend katholischen Nachbargemeinden Bieber und Bürgel in den 1930er Jahren. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zum Dekanat Offenbach innerhalb der Diözese Mainz.

Die alt-katholische Christuskirche

Die Alt-Katholische Pfarrgemeinde Offenbach besteht seit 1873. Damals verfassten die Mitglieder des Offenbacher (Alt-)Katholikenvereins eine „Constitution“, in der sie feierlich das Dogma von der Unfehlbarkeit und der Universaljurisdiktion des Papstes zurückwiesen und sich zugleich als Katholiken bekannten, die ihrem alten Glauben treu bleiben wollten. Diese Konstitution, in der auch das Recht auf Gemeindebildung, auf Abhaltung von Gottesdiensten und Anstellung von Geistlichen festgeschrieben wurde, ist das eigentliche Gründungsdokument der alt-katholischen Gemeinde Offenbach. Wer dieses Dokument unterschrieb – die Unterschriften wurden vom Bürgermeisteramt gegengezeichnet und gesiegelt – war von da an Mitglied dieser Gemeinde. Unter den ersten Unterschriften sind sehr viele Alt-Offenbacher Namen. 1874 wurde von der großherzoglichen Regierung in Darmstadt die offizielle Errichtung einer „alt-katholischen Pfarrei in Offenbach und Bieber mit dem Sitze in Offenbach“. Zwischen dem Otto-Steinwachs-Weg und der Bismarckstraße steht die alt-katholische Christuskirche.

Ferner ist in Offenbach auch die Neuapostolische Kirche vertreten. Die Gemeinde besteht seit 1906. Zwischenzeitlich existierte eine weitere Gemeinde im Stadtteil Bürgel, die jedoch wieder in die Hauptgemeinde in der Stadtmitte integriert wurde. Die jüngste Kirchengemeinde in der Stadt ist die freie evangelische Gemeinde Offenbach. Sie gehört als Freikirche dem Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland an.

Seit 1910 gibt es in Offenbach die Stadtmission. Sie wurde durch einen Zusammenschluss der Blau-Kreuz-Arbeit in Offenbach mit einigen Bibelkreisen gegründet. Heute umfasst das Angebot der Stadtmission Offenbach neben dem Gottesdienst mit Kinderbetreuung Angebote für alle Altersklassen. Die Jugendarbeit der Stadtmission Offenbach ist im EC organisiert. Als Landeskirchliche Gemeinschaft ist die Stadtmission ein freies Werk innerhalb der evangelischen Landeskirche, siehe auch Gnadauer Verband.[33]

Auch die Orthodoxie ist in Offenbach vertreten: Die griechisch-orthodoxe Gemeinde im Stadtteil Tempelsee hat viele Mitglieder. Offenbach ist die deutsche Großstadt mit dem höchsten Anteil griechisch-orthodoxer Bewohner.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Synagoge an der Kaiserstraße

Erstmals werden Juden in Offenbach in Aufzeichnungen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts erwähnt. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde vielen Juden, die im Zuge des Aufstiegs Offenbachs zur Industriestadt zuzogen, die Aufnahme durch die liberale Haltung der Isenburger gewährt. Ende des 17. Jahrhunderts kamen weitere Juden zum Leben und Arbeiten nach Offenbach. Die Offenbacher Juden unterstanden dem Oberrabinat Friedberg, Gottesdienste wurden in Bürgel abgehalten. Nachdem 1706 besondere Gemeindestatuten erschaffen worden waren, entstand ein Jahr später eine selbstständige jüdische Gemeinde in Offenbach. In dieser Zeit wurde die erste Synagoge in Folge eines Brandes in der Betstube errichtet. Durch das großherzogliche Gesetz vom 2. August 1848 erhielten die hessischen Juden volle bürgerliche Gleichberechtigung. Ab dieser Zeit waren Juden maßgeblich an der industriellen Entwicklung der Stadt beteiligt: Hier sind die Lederwarenindustrie, Parfümerie, Seifenausstattung, Drucker mit hebräischen Lettern, Bankiers, Lichtfabriken, Wechselgeschäft und Kaufhäuser zu nennen.[34]

Anfang des 19. Jahrhunderts siedelten sich viele Juden nach der Flucht aus Osteuropa in Offenbach an. Da das jüdische Leben in Osteuropa noch wesentlich länger als im Westen traditionell verlief, stellten die so genannten „Ostjuden“ eine erhebliche Anzahl von Personen, die zur Ausübung des jüdischen religiösen Dienstes in Deutschland benötigt wurden. 1910 lebten 1131 vornehmlich russische Juden in Offenbach.[34]

Anfang des 20. Jahrhunderts war die jüdische Gemeinde in Offenbach völlig anders gegliedert als Frankfurt – „Viele Mitglieder der Gemeinde waren aktive, bewusste und kundige Juden, die es mit dem religiösen Liberalismus ernst nahmen“, schrieb Mally Dienemann über Offenbach. Ihr Mann Max Dienemann erwarb sich einen Freundeskreis, zu dem nicht nur Juden, sondern auch beispielsweise die Würdenträger der christlichen Konfessionen gehörten. Er befasste sich intensiv mit wichtigen Gegenwartsfragen des religiösen Lebens, verfasste aufschlussreiche theologische und religionsphilosophische Schriften und hielt Vorträge in den großen Gemeinden Deutschlands. Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Offenbach war in den Jahren 1911 bis 1933 Max Goldschmidt, ein Enkel des früheren Rabbiners Salomon Formstecher. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten kam das Gemeindeleben nach und nach zum Erliegen. Nachdem zunächst jüdische Familienväter in Konzentrationslager verschleppt worden waren, wurden ihre Familienangehörigen unter unmenschlichen Bedingungen in ein Haus in der Offenbacher Domstraße, in dem sich heute das Arbeitsamt befindet, zwangseingewiesen. Die meisten wurden anschließend deportiert und umgebracht. Die Synagoge, 1916 erbaut, wurde während der Novemberpogrome 1938 verwüstet und später als Kinosaal benutzt. Im Jahre 1939 lebten noch etwa 550 Juden in Offenbach.[34]

Nach 1945 bildete sich wieder eine kleine jüdische Gemeinde. Am 20. Juli 1945 fand die Neugründung der Gemeinde mit insgesamt nur zwölf Mitgliedern statt. Bis 1948 wuchs die Anzahl der Mitglieder auf 86 Gläubige. Ab 1957 stieg die Zahl stetig an und 1986 war die Gemeinde die mitgliederstärkste im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen. Die neue Synagoge und das jüdische Gemeindezentrum liegen heute gegenüber der ehemaligen Synagoge und wurden am 2. September 1956 durch den damaligen Vorsitzenden Max Willner eingeweiht.[34]

Der Zerfall der Sowjetunion ab 1990 führte zu einem starken Anstieg der Mitgliederzahlen auf etwa 1000 Personen. So konnte die Gemeinde fast an die Stärke anknüpfen, welche die Vorkriegsgemeinde mit ihren 1500 Mitgliedern bis 1938 hatte. Das religiöse Leben wurde durch die Bestellung von Mendel Gurewitz aus New York 1998 zum ersten Offenbacher Gemeinderabbiner nach dem Krieg, nachhaltig gestärkt. Der Kindergarten, der in den 50er Jahren erbaut wurde, ist heute der einzige jüdische Kindergarten im Landesverband.[34]

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem durch Einwanderer aus islamischen Ländern bestehen in Offenbach mehrere muslimische Gemeinden unterschiedlicher religiöser oder ethnischer Gruppen. Es existieren sieben Vereine und eine Gemeinschaft der Aleviten, die etwa 4000 Mitglieder zählt (Stand: 2013).[35]

In Offenbach gibt es sechs Moscheen. Die Yavuz Selim Moschee wurde 1980 bezogen und ist damit die älteste Moschee der Stadt. Die zugehörige Gemeinde besteht seit 1977.[36] Die El Fath Moschee des marokkanischen Freundschaftsverein bietet im Gebetssaal Platz für 800 Menschen und ist damit die größte Moschee der Stadt.[37] Seit November 2007 gibt es die Bait-ul-Jame Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat.

Sonstige Glaubensgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frei-religiöse Gemeinde Offenbach am Schillerplatz

Die Frei-religiöse Gemeinde Offenbach am Schillerplatz besteht seit 1845 und zählt 2013 etwa 1600 Mitglieder. Sie ist als Deutsch-Katholische Gemeinde von Joseph Pirazzi gegründet worden. Lorenz Diefenbach wirkte in den frühen Jahren federführend mit. Die Gemeinde ist Mitglied im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) und über diesen in der International Association for Religious Freedom (IARF). Sie betreibt seit September 2006 den einzigen freireligiösen Kindergarten in Deutschland.[38]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als traditionelle Industriestadt galt Offenbach am Main einst als „rote Hochburg“ von SPD und KPD. So erzielte bei den Reichstagswahlen Mai 1924 die SPD 32 %, die KPD 20,5 %, Zentrum 13 %, bei den Reichstagswahlen 1928 (in der Hochkonjunktur) KPD 32 %, SPD 27 %, Zentrum 13 %, bei den Reichstagswahlen November 1932 (in der Krise) SPD 32 %, KPD 21 %, NSDAP 23 %, Zentrum 12,5 %.[39]

Nach 1945 regierte lediglich 1977 bis 1985 eine bürgerliche Koalition aus CDU und FDP (mit Walter Suermann, CDU, als Oberbürgermeister und Ferdinand [Ferdi] Walther, FDP, als Kulturdezernent) die Stadt.

Nachdem die bei den Kommunalwahlen 2001 siegreiche Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern bei den Wahlen 2006 ihre Mehrheit verloren hatte, regierte bis 2011 eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP die Stadt. Nach der Kommunalwahl 2011 verließ die FDP auf Druck der Grünen die Koalition, seither regiert wieder eine Mehrheit aus SPD, Grünen und Freien Wählern die Stadtverordnetenversammlung.

Offenbach gehört auf Bundesebene zum Wahlkreis 185, der neben Offenbach auch die Städte Dietzenbach, Dreieich, Egelsbach, Heusenstamm, Langen, Mühlheim, Neu-Isenburg und Obertshausen umfasst. Das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2013 errang Heinz Peter Wichtel (CDU).[40] Über die Landesliste zog Christine Buchholz (Die Linke) in den Bundestag ein.[41]

Wahlkreis 43 ist der Landtagswahlkreis für das Stadtgebiet Offenbach. Das Direktmandat bekam bei der Wahl 2013 Stefan Grüttner (CDU).[42] Über die Landesliste zogen Heike Habermann[43] (SPD) und Tarek Al-Wazir[44] (Grüne) in den Landtag ein.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Offenbach am Main. Über die Vergabe der 71 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Parteien, die mindestens zwei Stadtverordnete stellen, sind zur Bildung einer Fraktion berechtigt.

Bei der Kommunalwahl am 6. März 2016 wurden die 71 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sowie die Ortsbeiräte der Stadt für die Legislaturperiode vom 1. April 2016 bis 31. März 2021 gewählt. Von 89.524 Wahlberechtigten gingen 29.484 zur Wahl. Somit fiel die Wahlbeteiligung von 33,8 % im Jahr 2011 auf 32,9 % im Jahr 2016.

6
18
10
1
2
2
1
7
17
6
1
18 10 17 

Sitzverteilung 2016


Stimmverteilung 2016
 %
30
20
10
0
24,8
24,1
14,5
9,5
9,0
7,8
2,9
2,7
1,7
1,3
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Parteien und Wählergemeinschaften 2016[45] 2011[46] 2006[47]
Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 24,8 18 26,3 19 32,2 23
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 24,1 17 30,9 22 35,4 25
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 14,5 10 22,1 16 11,0 8
Freie Demokratische Partei FDP 9,5 7 5,1 3 11,0 5
Alternative für Deutschland AfD 9,0 6
Die Linke LINKE 7,8 6 5,5 4 5,3 4
Forum Neues Offenbach FNO 2,9 2 2,0 1
Freie Wähler FW 2,7 2
Piratenpartei Deutschland Piraten 1,7 1 2,3 2
Junges Offenbach JO 1,3 1
Die Republikaner REP 1,2 1
PARTEI PARTEI 0,5
Freie Wähler – FWG FWG 2,5 2 2,9 2
Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei MUT 1,7 1
prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben 4,9 4,5 3,4
Sitze der Stadtverordnetenversammlung insgesamt 71 71 71
Wahlbeteiligung 32,9 % 33,8 % 31,0 %
a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen

In der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung sind folgende Parteien vertreten (Legislaturperiode 2016–2021):[48]

  • SPD: 18 Sitze, Fraktionsvorsitzender Andreas Schneider
  • CDU: 17 Sitze, Fraktionsvorsitzender Peter Freier
  • Grüne: 10 Sitze, Fraktionsvorsitzende Ursula Richter
  • FDP: 7 Sitze, Fraktionsvorsitzender Oliver Stirböck
  • AfD: 6 Sitze: Fraktionsvorsitzende Christin Thüne-Dunleavy
  • Die Linke: 6 Sitze, Fraktionsvorsitzende Elke Kreiss
  • Forum Neues Offenbach: 2 Sitze, Fraktionsvorsitzender Muhsin Senol
  • Freie Wähler Offenbach: 2 Sitze, Fraktionsvorsitzende Annette Schroeder-Rupp
  • Piraten: 1 Sitz, kein Fraktionsstatus; der Abgeordnete Grégory Engels arbeitet mit der Fraktion der CDU zusammen[49]
  • Junges Offenbach: 1 Sitz, kein Fraktionsstatus
  • Die Republikaner: 1 Sitz, kein Fraktionsstatus

Offenbach wird seit den Kommunalwahlen 2016 von einer Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern regiert.[50]

Der Magistrat unter dem direkt gewählten Oberbürgermeister Horst Schneider bildet die „Regierung der Stadt“. Dieser besteht aus dem Oberbürgermeister, einem hauptamtlichen Ersten Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister, zwei weiteren hauptamtlichen Beigeordneten sowie acht ehrenamtlichen Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung Stadtrat, die nicht nur von der Regierungskoalition gestellt werden.[51]

Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1823[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbürgermeister Horst Schneider (seit 2006)

Bis 1874 gab es in Offenbach nur einen ehrenamtlichen Bürgermeister, ab 1887 erhielt das Stadtoberhaupt die Bezeichnung Oberbürgermeister.

Am 11. September 2005 wurde Horst Schneider (SPD), unterstützt auch von den Grünen, mit 51,2 % der abgegebenen Stimmen (also mit absoluter Mehrheit) zum Nachfolger des späterhin am 20. Januar 2006 aus dem Amt geschiedenen Gerhard Grandke gewählt. Er setzte sich damit im ersten Wahlgang gegen Alfred Kayser (CDU), unterstützt auch von der FDP und Raimund Bieker (PDS) durch. Im Jahr 2011 löste Peter Schneider (Grüne) seine Fraktionskollegin Birgit Simon als (Beigeordneter) Bürgermeister ab.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbach gehört zu den am höchsten verschuldeten Städten Hessens. Mit Darmstadt und Kassel gehört Offenbach zu den kreisfreien Städten in Hessen, die aufgrund ihrer schlechten Finanzlage berechtigt sind, am Kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen teilzunehmen.

Die Gesamtsumme der Schulden der Stadt Offenbach im öffentlichen Bereich belief sich zum Jahresende 2012 auf 1.405 Millionen Euro. Jeder Einwohner war damit mit 12.136 Euro verschuldet.[52] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Offenbach damit an Platz 3 der Pro-Kopf-Verschuldung.

Seit Februar 2013 wird der Schutzschirm von der Stadt Offenbach in Anspruch genommen.[53] Die Stadt hatte Ende 2013 rund eine Milliarde Euro Schulden.[54][55]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Offenbach am Main
Wappenbeschreibung:

„Das Stadtwappen zeigt in Blau einen bewurzelten silbernen Eichbaum mit fünf silbernen Eicheln auf blauem Grund.“[56]

Wappenbegründung:

Der dargestellte Eichbaum symbolisiert den alten Reichsforst Dreieich, zu dem das Stadtgebiet gehörte. Die Eiche erscheint bereits im ältesten bekannten Siegel der Stadt von 1639. Im 19. Jahrhundert wurde die Eiche erstmals in einem Schild platziert. Die Eiche wurde noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts in natürlichen Farben dargestellt und erst ab dann in den Stadtfarben – diese sind weiß-blau – dargeboten.[57]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Bande hin zu einer Städtepartnerschaft entwickelten sich 1952 zur französischen Stadt Puteaux in Form von Jugend- und Sportbegegnungen. 1955 ließ sich das feierlich festigen in einer offiziellen Verschwisterung. Als erste Städte überhaupt erhielten Offenbach und Puteaux hierfür den Europapreis des Europäischen Parlamentes in Straßburg. Die hierbei verliehene Plakette ist im Rathaus der Stadt zu sehen.[58]

Heute ist die Stadt mit zwölf Gemeinden verschwistert (Stand: November 2015):[59]

FrankreichFrankreich Puteaux, Frankreich, seit 1955 ItalienItalien Velletri, Italien, seit 1957
LuxemburgLuxemburg Esch-sur-Alzette, Luxemburg, seit 1956 JapanJapan Kawagoe, Japan, seit 1983
OsterreichÖsterreich Mödling, Österreich, seit 1956 NicaraguaNicaragua Rivas, Nicaragua, seit 1988
BelgienBelgien Saint-Gilles/Sint-Gillis, Belgien, seit 1956 RusslandRussland Orjol, Russland, seit 1988
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Groß-London: Tower Hamlets, Vereinigtes Königreich, seit 1956 UngarnUngarn Kőszeg, Ungarn, seit 1995
SerbienSerbien Groß-Belgrad: Zemun, Serbien, seit 1956 China VolksrepublikVolksrepublik China Yangzhou, Volksrepublik China, seit 1997

Städtefreundschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freundschaftliche Beziehungen ohne formelle Verschwisterung unterhält Offenbach zu zwei Städten (Stand: Oktober 2015):[58]

IsraelIsrael Naharija, Israel, seit 1978
TschechienTschechien Vsetín, Tschechien, seit 2004

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Offenbacher Wirtschaft war stets sehr breit aufgestellt und nie von einigen wenigen Großunternehmen geprägt. Die Einwanderung von Hugenotten und die Gewerbefreiheit in der Stadt brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung getragen von mittelständischen Unternehmen. Trotzdem hatte Offenbach bereits in den 1970er Jahren mit einer Rezession zu kämpfen, da die großen Branchen Elektroindustrie und Lederwaren als eine der ersten nach Fernost abwanderten. Die Wende kam mit der Ansiedelung von Dienstleistungsbetrieben, die zumeist aus dem Finanz- und Automobilsektor stammen. Frühere Industrieunternehmen haben oft aufgrund der guten Lage ihren Verwaltungssitz in Offenbach belassen. Offenbach weist eine hohe Dichte von Designbüros für Grafik und Industriedesign auf.[60]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seifenfabrik Kappus

Aus der Vielzahl der Industriebetriebe sind einige größere in Offenbach geblieben. Ihre Anzahl ist seit etwa zehn Jahren konstant und umfasst etwa die manroland AG, Schramm-Coatings, Alfred Clouth Lackfabrik, Danfoss und die Seifenfabrik Kappus. Ein weiteres großes Offenbacher Unternehmen mit knapp 2000 Beschäftigten ist der Automobilzulieferer GKN Driveline, hervorgegangen aus dem Unternehmen Löhr & Bromkamp.

Ihren Verwaltungssitz in Offenbach haben unter anderen Honeywell Deutschland, Siemens Power Generation und Areva. Die Groupe SEB zu der unter anderen Rowenta gehört, verlegte ihren Verwaltungssitz im Sommer 2015 weg von Offenbach.[61]

Das ehemalige Teerfarbenwerk Oehler in Offenbach war nach seinem Zusammenschluss mit den Chemischen Fabriken Griesheim-Elektron als Werk Offenbach lange Zeit ein bedeutender Standort der Hoechst AG für die Herstellung von Farbstoffen und Polyestervorprodukten. Nach 1997 und mehreren wechselnden Eigentümern wurden 2010 alle Produktionsbetriebe restlos demontiert.

Die einst bedeutende Lederwarenherstellung spielt heute kaum noch eine Rolle, 2008 schloss auch der einstige Branchenführer Goldpfeil, Fertigungsbetriebe und Vertriebsfirmen finden sich jedoch noch zahlreich im Offenbacher Umland.

Die Energieversorgung Offenbach gehört heute zur Mannheimer MVV Energie AG. Sie versorgt über 160.000 Kunden und betreibt unter anderem ein Müllheizkraftwerk, in dem mehr als 200.000 Tonnen Abfall jährlich verbrannt werden.

Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparkasseninformatik am Kaiserlei

Die Offenbacher Innenstadt liegt näher an Frankfurt als viele Stadtteile der Nachbarstadt. Insbesondere im westlichen Stadtteil Kaiserlei siedelten sich nach dem S-Bahn-Bau Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen mit Verwaltungssitzen oder Abteilungen an, so etwa die BHF-Bank oder Capgemini.

Mit 3000 Unternehmen ist Offenbach eines der wichtigsten Design-Cluster in Deutschland. Die Unternehmen reichen von Architektur über Typografie, Grafik und Webdesign, Industrie- und Fahrzeugdesign sowie Film und Animation. Die Ursachen dafür liegen einerseits an der Geschichte als historischer Fertigungsstandort und der Hochschule für Gestaltung, andererseits auch an der zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet. Zudem fördert die Stadt die Ansiedlung entsprechender Branchen.[60]

Automobilhersteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Honda Small Hybrid Concept

Im Automobilbereich ist Offenbach am Main ein Teil des sogenannten Automotive-Cluster Rhein-Main, das von Fertigungsstätten (Opel, Continental, Lear etc.) über Entwicklungsstätten und Europa-Zentralen die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. So befindet sich die Entwicklungs- und Designabteilung „Honda R&D Europe“ des Automobilherstellers Honda im Gewerbegebiet Bieber-Waldhof. Hier wurde das zukunftsweisendes Modell Honda Small Hybrid Concept (2007) entwickelt. Auch die Europazentrale des koreanischen Automobilherstellers Hyundai und die Verwaltung des koreanischen Reifenherstellers Kumho sind im Offenbacher Stadtteil Kaiserlei ansässig. Im Offenbacher City Tower ist die Europazentrale der Japanischen Reifenmarke Falken ansässig.

Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einkaufszentrum KOMM am Aliceplatz
Wochenmarkt am Wilhelmsplatz

Die Offenbacher Einkaufsstraßen sind die Frankfurter Straße und die parallel verlaufende Große Marktstraße. Wenige hundert Meter östlich liegt der Wilhelmsplatz mit Feinkostgeschäften. An diesem findet auch der bekannte Offenbacher Wochenmarkt statt. Der Marktplatz hingegen ist eine Straße in der Innenstadt, nach der auch die S-Bahn-Station benannt ist.

Im September 2009 eröffnete am Aliceplatz das Einkaufszentrum KOMM (22.000 m³ Fläche) mit 60 Geschäften auf drei Etagen. An den südlichen Ausfallstraßen Waldstraße und Sprendlinger Landstraße (sowie an dem diese verbindenden Odenwaldring) befinden sich hauptsächlich Filialgeschäfte wie Supermärkte und Autohäuser, sowie das Ringcenter.

Behörden und Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesmonopolverwaltung für Branntwein
Sana Klinikum Offenbach am Main, hier das Dr.-Erich-Rebentisch-Zentrum

Anders als beispielsweise in Wiesbaden oder in Darmstadt wurden in Offenbach keine öffentlichen Forschungseinrichtungen, große Bundesämter oder Firmen mit staatlicher Beteiligung etabliert. Einzig zwei kleinere Behörden haben ihren Sitz in Offenbach: Der Deutsche Wetterdienst und die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein als Bundesbehörde.

In dem Gebäude der früheren Kaserne in der Bieberer Straße hatte ab 1947 die Hauptverwaltung der Eisenbahnen des amerikanischen und britischen Besatzungsgebiets ihren Sitz. Im September 1949 wurde hieraus die Deutsche Bundesbahn begründet. Diese verlegte ihren Hauptsitz im Oktober 1953 nach Frankfurt am Main.[62]

Offenbach verfügt über mehrere Kliniken. Das Sana Klinikum Offenbach – vormals Klinikum Offenbach – mit 891 vollstationären und 35 teilstationären Planbetten[63] ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung.[64] Es fungiert als Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, ist überregional bekannt und dient der medizinischen Versorgung der Bevölkerung der Stadt wie auch des Landkreises Offenbach.[65] Das Klinikum erhielt Ende 2009 einen Neubau für rund 140 Millionen Euro. Das Ketteler Krankenhaus mit 270 Planbetten ist ein Krankenhaus der Regelversorgung und eine Einrichtung des Katholischen Klinikverbundes Südhessen.[66] Die Klinik Frühauf mit 36 Betten ist ein homöopathisches Krankenhaus sowie eine internistische Privatklinik. Die AOK hat ihre Kreisverwaltung in Offenbach.

Neben dem Polizeipräsidium Südosthessen in der Parkstraße verfügt Offenbach ferner über zwei Polizeireviere, die für den westlichen beziehungsweise östlichen Teil Offenbachs zuständig sind.

Die Feuerwehr Offenbach besteht aus einer Berufsfeuerwehr, drei Freiwilligen Feuerwehren und einer Jugendfeuerwehr.

Hauptartikel: Feuerwehr Offenbach am Main

Deutscher Wetterdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutscher Wetterdienst
Zentrale des DWD
Wetterpark Offenbach – Station Phänologie

Der Deutsche Wetterdienst mit seiner Zentrale in Offenbach leistet einen unverzichtbaren Dienst für das Rhein-Main-Gebiet mit ungefähr 90.000 Vorhersagen pro Jahr und rund 30.000 Wetter- und Unwetterwarnungen jährlich (Stand: 2014).[67] So spielt der Deutsche Wetterdienst für die Luftfahrt am Frankfurter Flughafen eine wichtige Rolle.

Von Bedeutung ist auch die Überwachung und Erforschung des Klimawandels, um Auswirkungen der globalen Erwärmung und seiner Folgeerscheinungen abschätzen und Schadenspotentiale auf nationaler wie internationaler Ebene minimieren zu können. Mit der Deutschen Meteorologischen Bibliothek verfügt der DWD über eine der größten Fachbibliotheken weltweit.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt einen Wetterpark, der für Besucher frei zugänglich ist.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2015 ist das Stadtgebiet Umweltzone.
Die Kaiserleibrücke der A 661

Die wichtigsten innerstädtischen Hauptstraßen sind die Kaiserstraße, die Frankfurter Straße, die Berliner Straße, die Mainstraße, die Waldstraße und die aus Taunus-, Odenwald-, Spessartring und Rhönstraße bestehende südliche Ringstraße. Wichtige Ausfallstraßen sind die Sprendlinger Landstraße (nach Südwesten), die Bieberer Straße (nach Südosten) und die Mühlheimer Straße (nach Nordosten).

Die Carl-Ulrich-Brücke verbindet die Kaiserstraße mit Fechenheim, die Mainfähre Rumpenheim den Offenbacher Stadtteil Rumpenheim mit dem Maintaler Ortsteil Bischofsheim.

Im Süden der Stadt führt die Bundesautobahn 3 vorbei, die am Offenbacher Kreuz auf die im Westen der Stadt gelegene Bundesautobahn 661 trifft. Ferner führen die Bundesstraßen 43, 46 und 448 durch das Stadtgebiet.

Seit dem 1. Januar 2015 ist das gesamte Stadtgebiet Umweltzone.[68][69]

Schienenverkehr und öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbacher Hauptbahnhof aus der Kaiserstraße

Durch Offenbach führt die Eisenbahnlinie Bebraer Bahn, diese wird im inneren Stadtgebiet seit 1910 als Hochtrasse nach Berliner Vorbild geführt. Hier liegt auch der zwischen 1872 und 1873 erbaute Offenbacher Hauptbahnhof, der seine Bedeutung für den Fernverkehr weitestgehend eingebüßt hat. Lediglich eine IC-Verbindung der Deutschen Bahn hält täglich in Offenbach (Stand April 2016).

Im schienengebundenen Nahverkehr wird Offenbach von Regionalzügen der Deutschen Bahn sowie der Vias GmbH (Odenwaldbahn) und den Linien S1, S2, S8 und S9 der S-Bahn Rhein-Main bedient. Seit Einstellung des Betriebs einzelner am Hauptbahnhof beginnender oder endender Fahrten der S2 im Berufsverkehr findet der gesamte S-Bahn-Verkehr in der Innenstadt auf einer eigens erbauten Tunnelstrecke (die dem Verlauf der ehemaligen Lokalbahnstrecke folgt) statt. Somit besteht in Offenbach die kuriose Situation, dass der S-Bahnverkehr vom Regional- und Fernverkehr vollkommen getrennt abläuft, der Hauptbahnhof keinen S-Bahnanschluss besitzt und es folglich keine direkte Umsteigemöglichkeit vom Regional- und Fern- zum S-Bahn-Verkehr gibt.

Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Offenbach am Main existieren sieben Bahnhöfe und Haltepunkte, davon ein Regionalbahnhof und sechs weitere reine S-Bahnhöfe. Die Bahnhöfe liegen an der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn/Kinzigtalbahn im City-Tunnel Offenbach sowie an der Rodgaubahn.

  • S-Bahnhof
  • Regionalbahnhof
Name Lage Gattung*
Offenbach-Bieber Offenbach / Stadtteil Bieber S-Bahn-Logo.svg Haltepunkt
Offenbach Hauptbahnhof Offenbach Innenstadt RE
Offenbach-Kaiserlei Offenbach / Stadtteil Kaiserlei S-Bahn-Logo.svg Bahnhof
Offenbach-Ledermuseum Offenbach Innenstadt S-Bahn-Logo.svg Bahnhof
Offenbach-Marktplatz Offenbach Innenstadt S-Bahn-Logo.svg Bahnhof
Offenbach Ost Offenbach S-Bahn-Logo.svg Bahnhof
Offenbach-Waldhof Offenbach / Stadtteil Bieber S-Bahn-Logo.svg Haltepunkt

* Haltepunkt oder Bahnhof bedienende Zuggattung

Ein weiterer S-Bahnhof in Waldheim ist in Planung.

Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbacher Verkehrsbetriebe

In Offenbach verkehren Regionalbusse der Regionalverkehr Kurhessen GmbH (RKH) sowie die Stadtbusse der Offenbacher Verkehrsbetriebe GmbH (OVB). Es besteht eine lokale Nahverkehrsorganisation (LNO). Sie bündelt den Stadtverkehr unter der Dachmarke „Nahverkehr in Offenbach“ (NiO).

Alle Schienen- und Buslinien im Stadtgebiet sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zu benutzen.

Von 1951 bis 1972 verkehrte der Oberleitungsbus Offenbach in der Stadt. Der heutige Nahverkehr in Offenbach am Main wird ausschließlich mit Dieselbussen betrieben.

Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Offenbach
Straßenbahn am Mathildenplatz in Offenbach, um 1890

In Offenbach am Main verkehrte eine der ersten elektrischen Straßenbahnen der Welt.

Die 1884, auf Bestreben eines Offenbacher Konsortiums, bestehend aus dem Kommerzienrat Weintraut, dem Bankier Weymann und dem Bankhaus Merzbach, eröffnete Strecke der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft (FOTG) führte von der Alten Brücke in Sachsenhausen, Oberrad nach Offenbach über die Frankfurter Straße zum Offenbacher Marktplatz und weiter zum Mathildenplatz.

Ab 1906 hatte Offenbach eine Städtische Straßenbahn mit drei Linien.

1967 wurde die letzte innerstädtische Linie stillgelegt, 1996 wurde die von der Frankfurter Straßenbahn betriebene Linie 16 aus dem Zentrum Offenbachs verlegt. Diese endet seitdem an der Stadtgrenze zu Frankfurt, wo Anschluss an Buslinien besteht.

Fahrradverleih[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zusammenarbeit zwischen der städtischen Gesellschaft Nahverkehr in Offenbach und der Stadt wurde ein Fahrradverleihsystem mit 50 Rädern installiert. Betreiber des öffentlichen Fahrradverleihsystems ist nextbike. Verleihstationen sind unter anderem an den S-Bahn-Stationen Kaiserlei und Marktplatz, der Frankfurter Straße sowie der Kaiserstraße, am Hauptbahnhof und am Ostbahnhof.[70]

Radfernwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Mainufer verlaufen mehrere Radwanderwege:

Güterverkehr und Binnenschifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Sommerfahrplan 2005 wird der im Osten an der Fernbahn gelegene Offenbacher Güterbahnhof wieder rege genutzt. Der Güterbahnhof wurde an seiner heutigen Stelle 1919 dem Verkehr übergeben. In der Zeit von 1873 bis 1919 lag der Güterbahnhof direkt neben dem Offenbacher Hauptbahnhof (Personenbahnhof).

In der Binnenschifffahrt ist Offenbach über den Main und den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden.

Der Offenbacher Hafen hat jedoch nur noch marginale Bedeutung; große Geländeteile liegen mittlerweile brach. Hier entsteht auf der Hafeninsel seit 2012 ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten. Unter Binnenschiffern beliebt ist der Anlegeplatz am Mainufer in Höhe des Isenburger Schlosses, da dieser nahe der Innenstadt liegt.

Die Staustufe Offenbach bei Mainkilometer 38,51 ist eine Staustufe mit Schleuse. Sie liegt an der Stadtgrenze im Stadtteil Offenbach-Kaiserlei.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadthalle in Tempelsee

Das Capitol, ehemals die Synagoge, die angrenzende Messe und die Stadthalle sind die wichtigsten Veranstaltungsorte. Im Umfeld der Hochschule für Gestaltung finden viele Veranstaltungen statt, die von kleinen Vernissagen – etwa in der Fahrradhalle oder im Hafen 2 – bis hin zu großen Veranstaltungen, wie die Crossmedianight und dem Festival der jungen Talente reichen. Die Neue Philharmonie Frankfurt hat seit 2005 das Capitol als Domizil.

Die Nacht der Museen wird zusammen mit Frankfurt organisiert. Außerdem findet entlang des Mains zwischen Büsing-Palais und Isenburger Schloss das jährliche Mainuferfest statt. In den 1970er Jahren hatte Offenbach eine lebendige Jazz-Szene.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Offenbach gibt es mehrere kleine Bühnen für Varieté und Kleinkunst sowie mehrere Veranstaltungshallen wie zum Beispiel das Capitol, die Stadthalle oder der sogenannte Lederpalast im Ledermuseum, in denen auch Theateraufführungen stattfinden. Tradition in der Offenbacher Theaterlandschaft hat der 1911 gegründete Theaterclub ELMAR, aus dem auch Kai Frederic Schrickel (Stadtklinik) hervorging.

Kinos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einst reiche Kinolandschaft mit kleinen Kinos ging Ende der 1990er Jahre zu Ende: Nach dem Universum schloss 1998 das Kino Broadway an der Kaiserstraße und nach der Eröffnung eines Multiplex-Kinos an der Berliner Straße schloss 1999 das Gloria-Kino-Center.

Daneben finden in den Sommermonaten im Kulturzentrum Hafen 2 regelmäßig Vorführungen in einem Freilichtkino sowie im übrigen Zeitraum in dessen Veranstaltungshalle statt. Ein ausgebauter Kinosaal existiert im Ledermuseum, zeitweise war dieser in den 1980er Jahren das kommunale Kino. Seit 2011 wird der Saal unter dem Namen Lederpalast als Programmkino genutzt[71] und durch den Verein Kino im DLM betrieben.[72] Der Verein nutzt auch die alte Schlosserei der Energieversorgung Offenbach für Kinovorführungen.[73]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsches Ledermuseum, Mai 2001

Das Deutsche Ledermuseum wurde vom Architekten und Professor der Technischen Lehranstalten Hugo Eberhardt gegründet und zeigt heute Lederwaren, Ethnologie und angewandte Kunst.

Das Schuhmuseum ist ebenso wie das Museum für Angewandte Kunst sowie das Ethnologische Museum dem Ledermuseum angegliedert.

Klingspor-Museum

Das Klingspor-Museum bietet internationale Buch- und Schriftkunst. Grundstock des Museums ist die Sammlung von Karl Klingspor und des 1938 nach New York emigrierten Offenbachers Siegfried Guggenheim. Es besitzt Bestände zur Geschichte des Buchdrucks, der Buchillustration und vor allem der Typografie. Das Museum besitzt unter anderem die Nachlässe von Rudolf Koch (dem Entwickler der Offenbacher Schrift), Otto Reichert, Heinrich Jost sowie das Manuale Tipografico von Bodoni und Arbeiten von Peter Behrens.

Haus der Stadtgeschichte

Das Haus der Stadtgeschichte, hervorgegangen aus dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv, zeigt die historische Entwicklung der Stadt Offenbach. Schwerpunkte sind die Offenbacher Manufakturen, die Hugenotten und der Buchdruck. Hier ist auch das Bieberer Amulett ausgestellt; in der Industriehalle des Museums wird aktuelle Kunst gezeigt. Im April 2011 wurde eine neue Abteilung Kunst der Moderne/Grafische Sammlung mit einer Ausstellung zu Erich Martin eröffnet.

Seit dem 7. März 2007 haben die Offenbacher Kickers ein von Fans für Fans betriebenes Museum – das Kickers-Fan-Museum. Das Museum wurde nach seinem Umzug in der Aschaffenburger Straße in Offenbach-Bieber im Juni 2011 an neuer Stelle wieder eröffnet. Das Museum finanziert sich durch insgesamt 500 Paten. Es werden Fanartikel ausgestellt, die von den Betreibern über die letzten 25 Jahre gesammelt wurden.[74]

Im Juni 2011 wurde das Talberg Museum (kurz: TAMU) eröffnet. Neben Werken von Ruben Talberg sind in Sonderausstellungen Werke der zeitgenössischen israelischen Kunst zu sehen.[75][76][77]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lederwarenmesse (Juli 2011)

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfeffernüsse

Offenbach war seit dem 18. Jahrhundert für seine Pfeffernüsse weltberühmt. Die Stadt wurde im Zusammenhang mit dem Gebäck in Lexika, Messekatalogen, Tagebüchern und Zeitschriften erwähnt. Das Land Hessen ließ sie bis 1980 als Hessische Spezialität bei Staatsempfängen servieren. Ab den 1980er-Jahren gerieten die Pfeffernüsse zeitweise in Vergessenheit.[92] Bei dem Gebäck handelt es sich um ein helles und weiches Plätzchen, dass Gewürze wie Pfeffer, Muskat, Koriander und Zimt enthält. Angeblich kreierte der Offenbacher Zuckerbäcker Philipp Fleischmann 1757 das Rezept.[93] Selbst Goethe mochte bereits das Gebäck.[94] Seit 2014 ist dieses wieder erhältlich.[95]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptgebäude der HfG
Leibnizschule

Offenbach am Main hat keine Universität, aber mit der Hochschule für Gestaltung eine staatliche Kunsthochschule. Sie wurde bereits 1832 als Handwerkerschule/Technische Lehranstalten gegründet und erlangte 1970 den Status einer Hochschule. Es gibt zwei Fachbereiche: Visuelle Kommunikation und Produktgestaltung.

Die Stadt Offenbach verfügt über ein vielfältiges Schulangebot:

zwölf Grundschulen:

  • Anne-Frank-Schule
  • Beethovenschule
  • Eichendorffschule
  • Friedrich-Ebert-Schule
  • Goetheschule
  • Grundschule Buchhügel
  • Humboldtschule
  • Lauterbornschule
  • Schule Bieber
  • Uhlandschule
  • Waldschule Tempelsee
  • Wilhelmschule

vier Gymnasien:

drei Gesamtschulen:

zwei Grund-, Haupt- und Realschulen mit Förderschule:

  • Ernst-Reuter-Schule
  • Mathildenschule

eine Haupt- und Realschule mit Förderschule:

  • Bachschule

vier Privatschulen:

drei sonderpädagogische Förderschulen:

  • Erich-Kästner-Schule
  • Fröbelschule
  • Ludwig-Dern-Schule

vier berufliche Schulen:

Seit 2006 ist Offenbach auch VWA-Standort (Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie). Primär werden an der VWA Offenbach im Klinikum Offenbach betriebswirtschaftliche Studiengänge für Berufstätige angeboten.

Das Katholische Bildungswerk Südhessen ist Träger der Katholischen Erwachsenenbildung im Diözesanbildungswerk Mainz in den Dekanaten Dreieich, Offenbach-Stadt, Rodgau, Rüsselsheim und Seligenstadt.[96]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Fußballverein in Offenbach ist Kickers Offenbach (kurz: OFC). Der Regionalligist bestreitet seine Heimspiele im Sparda-Bank-Hessen-Stadion mit rund 20.500 Plätzen. Es wurde nach dem Abriss des Stadions am Bieberer Berg am selben Standort errichtet und im Juli 2012 eröffnet.[97] Der Verein stand 1950 und 1959 im Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft und wurde jeweils Vizemeister. 1970 gewann der Verein den DFB-Pokal.

Das Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe ist Standort des Ersten Offenbacher Schwimmclubs (kurz: EOSC). Das Schwimmbad ist ganzjährig frei zugängich. Bekanntester Schwimmer des Vereines ist Michael Groß.

Der Fechtclub Offenbach von 1863 e. V. ist der zweitälteste Fechtverein in Deutschland. Bekannteste Fechterinnen des Vereins sind Helene Mayer und Cornelia Hanisch.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Offenbach am Main erscheint die Tageszeitung Offenbach-Post. Der regionale Bürgerfernsehsender Offener Kanal Offenbach-Frankfurt sendet aus Offenbach ins Kabelnetz. Die Frankfurter Rundschau unterhält seit 2010 ein lokales Büro an der Kaiserstraße. respekt OF ist ein Offenbacher Magazin über Kultur und Wirtschaft, das nur über Buchhandlungen vertrieben wird, OFrot ein kostenloses Offenbacher Magazin über Kultur und Veranstaltungen.

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivalität zwischen Offenbach und Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Postkarte Krick de Kränk Offebach

Wie zwischen vielen benachbarten Städten besteht von jeher auch zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Rivalität, die ihren Ausdruck unter anderem in zahlreichen Witzen über die Bewohner der jeweils anderen Stadt findet. Am Offenbacher Stadthof zur Ecke Frankfurter Straße ist eine Episode dieser Rivalität in einer Skulpturengruppe aus Bronze manifestiert: „Krieh die Kränk, Offebach! Die Staa binne se an, die Hunde lasse se laafe!“ Hintergrund ist der Ausruf eines Frankfurter Kaufmanns, der im 19. Jahrhundert Offenbach im Winter besuchte und von freilaufenden Hunden angegriffen wurde. Der Stein, nach dem er sich bückte, um die Hunde abzuwehren, war jedoch am Boden festgefroren. Der Kaufmann war natürlich bedient und wünschte Offenbach die Krankheit an den Hals.

Die Rivalität beider Städte ist historisch verankert. Bereits seit dem Mittelalter bestanden Territorialkonflikte zwischen der Reichsstadt Frankfurt und ihren Nachbarstaaten. Im Dreißigjährigen Krieg nahm der schwedische König Gustav Adolf Quartier im Isenburger Schloss in Offenbach. Von dort aus forderte er die Ergebung Frankfurts. Nach der Reformation lagen das lutherische Frankfurt und das reformierte Offenbach in konfessionellen Streitigkeiten. Seit dem 18. Jahrhundert förderten die Grafen von Isenburg zudem die Ansiedlung von Manufakturen, die im bürgerlichen Frankfurt nicht erwünscht waren. Auch im 19. Jahrhundert sah sich Frankfurt als reine Handelsstadt, was weiterhin zur industriellen Verlagerung nach Offenbach führte. Erst nach der Annexion durch Preußen zog auch Frankfurt mit der Industrialisierung nach und überflügelte bald seinen Rivalen. Im 20. Jahrhundert wuchs Frankfurt vor allem durch Eingemeindungen preußischer Vororte in Richtung Norden und Westen, während Offenbach keine Ausdehnungsmöglichkeiten hatte. Bis 1945 bildete die Grenze zwischen beiden Nachbarstädten immer zugleich auch eine Landesgrenze.

Eine langjährige sportliche Rivalität pflegen die beiden Fußballvereine Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt sowie ihre jeweiligen Anhänger. Im Laufe der Jahre standen sich beide Mannschaften häufig in einem sogenannten Derby gegenüber, besonders häufig in den fünfziger Jahren (zum Beispiel im Finale um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1959), im DFB-Pokal (zuletzt 2009) und in der Fußball-Bundesliga bis zum Abstieg der Kickers 1984.

Sophie von La Roche-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 vergibt die Stadt Offenbach am Main alle zwei Jahre den „Sophie von La Roche-Preis für die Gleichberechtigung von Frauen“. Der mit 1500 Euro dotierte Preis honoriert besonderes Engagement und hervorragende Leistungen auf kulturellem, sozialem oder gesellschaftlichem Gebiet.[98]

Originale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streichholzkarlchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für Karl Winterkorn

Als Offenbacher Original gilt der Streichholzverkäufer Karl Winterkorn (* 28. März 1880 in Zell am Main; † 12. Februar 1939 in Offenbach).

Er zog zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Offenbacher und Frankfurter Apfelweinstuben und verkaufte Streichhölzer. Lokalberühmtheit erlangte er durch seine geringe Körpergröße von nur 1,30 Meter und seine füllige Figur. Bekannt wurde er aber vor allem durch einen seiner Aussprüche. Gefragt, was er denn von Beruf sei, antwortete er: Holzhändler.

Er wohnte in der Gerberstraße (heute Arthur-Zitscher-Straße 4). Ihm zu Ehren steht eine von der Steinbildhauermeisterin Judith Quartier gefertigte und im April 2000 eingeweihte Statue auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz. Sein Grab wird von Unbekannten gepflegt.[99]

Maabär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Georg Weber (* 21. Mai 1867 in Gießen; † 13. Oktober 1935 in Offenbach am Main) war ein Offenbacher Original bekannt unter dem Namen Maabär. Er lebte in der warmen Zeit des Jahres am Main und schlief oft unter den Mainbrücken. Er verdiente seinen Unterhalt mit Hilfsarbeiten für Ruderer, Flößer und Mainschiffer. Bekannt und beliebt war er für seine mürrische und gleichzeitig ehrliche Wesensart. Nach eigenem Bekunden rettete er persönlich mehrere Personen vor dem Ertrinken, obwohl stadtbekannt war, dass er nicht schwimmen konnte.[100]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Hill (Hrsg.): Rumpenheim und Waldheim, lebendige Stadtteile von Offenbach am Main. CoCon-Verlag, Hanau 2006, ISBN 3-937774-25-4.
  • Hans Georg Ruppel: Geschichte der Stadt Offenbach. Neuauflage, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1334-2.
  • Hans Georg Ruppel, Lothar Braun: Es begann in Offenbach … Magistrat der Stadt Offenbach, Ofenbach 2004, ISBN 3-9801846-3-3.
  • Ulrich Jung: Das war das 20. Jahrhundert in Offenbach und der Region. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-86134-923-X.
  • Alfred Kurt: Stadt und Kreis Offenbach in der Geschichte – am Main, im Rodgau und in der Dreieich. Bintz-Verlag, Offenbach 1998, ISBN 3-87079-009-1.
  • Wilfried B. Sahm, Christina Uslular-Thiele: Offenbach – was für eine Stadt. Hrsg.: Volkshochschule Offenbach, Cocon-Verlag, Hanau 2004, ISBN 3-937774-05-X.
  • Hessisches Städtebuch; Band IV 1. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart 1957, DNB 454817037.
  • Günter Burkhard: Die Attraktoren der Armut – Eine sozialökologische Untersuchung der wohnräumlichen Verteilung von Armut in der Stadt Offenbach. Shaker Verlag, Aachen 1998, ISBN 3-8265-2696-1.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilderbuch Deutschland – Offenbach am Main. Dokumentarfilm, Deutschland 1999, 43:40 Min., Buch und Regie: Heidi Lange, Produktion: Hessischer Rundfunk, Reihe: Bilderbuch Deutschland, Erstsendung: 2000.
  • Unterwegs in Offenbach. Dokumentarfilm, Deutschland 2014, 44:43 Min., Produktion: Hessischer Rundfunk, Reihe: Geschichten aus Hessen, Erstsendung: 2014.[101]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Johann Geiß: Der Vorgeschichte auf der Spur. In: Offenbacher Geschichtsverein: Offenbacher Geschichtsblätter. Nr. 32, 1982, ISSN 0471-122X, S. 67 ff.
  3. Vergleiche unter anderem: Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. Band 1: Starkenburg. Darmstadt 1937, DNB 720298903.
  4. Alfred Kurt: Tausend Jahre Offenbach 977 – 1977. In: Offenbacher Geschichtsverein: Offenbacher Geschichtsblätter. Nr. 26, 1977, S. 11.
  5. Otto Volger: Die Bedeutung des Namens der Stadt Offenbach. In: Bände 1 – 9. Bericht des Offenbacher Vereins für Naturkunde. 1860–1868, Offenbach am Main. Volltext/Vorschau in der Google-Buchsuche.
  6. Offenbach am Main – Porträt in Zahlen. In: offenbach.de. Stadt Offenbach am Main, Amt für Öffentlichkeitsarbeit, 2012, abgerufen am 29. Mai 2016 (PDF; 388 kB).
  7. a b c Einwohner der Stadt Offenbach am Main nach Statistischen Bezirken am 31.12.2015. Stadt Offenbach am Main, 31. Dezember 2015, abgerufen am 27. April 2016 (PDF; 36 kB).
  8. Antrag Magistratsvorlage Nr. 144/10. Auf: pio.offenbach.de, vom 6. Mai 2010, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  9. Ein Stadtteil mit einer weit zurückreichenden Geschichte: Bürgel. Auf: offenbach.de, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  10. Biebers Wahrzeichen ist 3000 Jahre alt. Auf: offenbach.de, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  11. Anton Jakob Weinberger: Üppig Grund und Boden gegen eine Trambahn. In: faz.net. 31. März 2008, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  12. Flieger-Bomben drücken den Erlös. In: Offenbach-Post. 6. August 2009.
  13. a b Karl Nahrgang: Die Bodenfunde der Ur- und Frühgeschichte im Stadt- und Landkreis Offenbach am Main. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt 1967, DNB 456145052, S. 149.
  14. Archäologische Funde in Offenbach am Main. (Memento vom 15. Mai 2011 im Internet Archive). Die Karte gibt die Fundorte nur ungefähr an, um Schäden durch selbsterklärte aber unerfahrene Archäologen zu vermeiden. PDF, 45 kB.
  15. Johann Friedrich Böhmer, Hanns Leo Mikoletzky: Die Regesten des Kaiserreiches unter Otto II. 955 (973)–983. In: Regesta imperii 2, Abteilung 2. Böhlau Verlag, Graz 1950, DNB 366868497, S. 74 (online).
  16. Uta Löwenstein: Grafschaft Hanau. In: 'Ritter, Grafen und Fürsten – weltliche Herrschaften im hessischen Raum ca. 900 – 1806 = Handbuch der hessischen Geschichte 3 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 63. Marburg 2014. ISBN 978-3-942225-17-5, S. 196–230, S. 207.
  17. Lothar R. Braun: Wie Offenbach fast bayrisch geworden wäre. In: op-online.de. 18. Januar 2014, abgerufen am 1. Juli 2015.
  18. Angelika Ohliger: Offenbachs Telefon-Pioniere. In: fr-online.de. 14. Juli 2011, abgerufen am 14. Januar 2015.
  19. Martin Kuhn: Bagger besiegeln endgültiges Aus. In: op-online.de. 9. August 2009, abgerufen am 1. Juli 2015.
  20. Offenbach: Wie ein Grabmal für den ermordeten Ur-Großvater. In: faz.net. 26. Februar 2006, abgerufen am 6. Oktober 2015.
  21. Anton Jakob Weinberger: Das Bild von der Industriestadt korrigiert. In: faz.net. 28. Februar 2008, abgerufen am 1. Juli 2015.
  22. Sanierung der Marienkirche (1999–2001). Auf: bistummainz.de, abgerufen am 4. November 2013.
  23. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Rathaus. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.
  24. Daniel Bartetzko: „Vollkommen abgedrehter Komplex“. INTERVIEW: Mit Peter Cachola Schmal in Offenbach.. In: moderneREGIONAL 2014, Ausgabe 2, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  25. Faktenblatt zu den Erschließungsarbeiten erster Bauabschnitt Projekt Hafen Offenbach. Auf: offenbach.de, von März 2009, abgerufen am 7. Oktober 2015. (PDF-Datei; 31 kB).
  26. Die Baufelder im Hafen Offenbach. Auf: offenbach.de, abgerufen am 7. Oktober 2015. (PDF-Datei; 1,5 MB).
  27. Quartiere. Auf: offenbach.de, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  28. Zu den Gewässern insgesamt vergleiche Gewässer in Offenbach. Auf: offenbach.de, von Juli 2011, abgerufen am 7. Oktober 2015. (PDF-Datei; 1,9 MB).
  29. Vor 60 Jahren: Offenbach wird Großstadt. In: op-online.de. 18. August 2014, abgerufen am 21. September 2015.
  30. Simon: Offenbach ist die größte Integrationsmaschine. In: op-online.de. 10. April 2009, abgerufen am 23. September 2015.
  31. Einwohner mit Migrationshintergrund am 31. Dezember 2015 (Hauptwohnsitz). Stadt Offenbach am Main, abgerufen am 30. März 2016 (PDF; 49 kB).
  32. Konfessionen. In: offenbach.de. 31. Dezember 2015, S. 1, abgerufen am 30. März 2016 (PDF; 34 kB).
  33. Über uns. Auf: stadtmission-offenbach.de, abgerufen am 10. Februar 2015.
  34. a b c d e Wir über uns. Die Geschichte Offenbacher Juden. Auf: jgof.de, abgerufen am 28. November 2015.
  35. Orte des Glaubens. Magistrat der Stadt Offenbach, S. 7. Auf: offenbach.de, vom 7. November 2013, abgerufen am 18. Juni 2015. (PDF-Datei; 3,1 MB).
  36. Orte des Glaubens. Magistrat der Stadt Offenbach, S. 17. Auf: offenbach.de, vom 7. November 2013, abgerufen am 18. Juni 2015. (PDF-Datei; 3,1 MB).
  37. Orte des Glaubens. Magistrat der Stadt Offenbach, S. 36. Auf: offenbach.de, vom 7. November 2013, abgerufen am 18. Juni 2015. (PDF-Datei; 3,1 MB).
  38. Grundsätzliches über die Frei-religiöse Gemeinde Offenbach. Auf: freireligioese-offenbach.de, abgerufen am 10. Februar 2015.
  39. Wahlen in der Weimarer Republik. Auf: gonschior.de, abgerufen am 21. Januar 2014.
  40. Endgültiges Ergebnis: 185 Offenbach. Auf. statistik-hessen.de, abgerufen am 3. Juli 2015.
  41. Fraktion Die Linke. Auf: bundestag.de, abgerufen am 21. Januar 2014.
  42. Ergebnis der Landtagswahl 2013 im Wahlkreis 43. Auf: statistik-hessen.de abgerufen am 7. Oktober 2015.
  43. Landtagswahl 2013 in Hessen: Heike Habermann. Auf: statistik-hessen.de abgerufen am 21. Januar 2014.
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  101. Unterwegs in Offenbach (Memento vom 27. August 2014 im Internet Archive). Ursprünglich auf: ardmediathek.de, vom 19. August 2014.