Offenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Offenberg
Offenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Offenberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 52′ N, 12° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 346 m ü. NHN
Fläche: 23,76 km2
Einwohner: 3362 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94560
Vorwahlen: 0991, 09905, 09962, 09906
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 140
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
94560 Offenberg
Webpräsenz: www.offenberg.de
Bürgermeister: Hans-Jürgen Fischer (CSU)
Lage der Gemeinde Offenberg im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild

Offenberg mit dem Hauptort Neuhausen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Offenberg mit den Gemarkungen Buchberg, Offenberg und Penzenried liegt an der Donau und in der Region Donau-Wald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Gemeinde beginnt früh: Manche Teile der Gemeinde, wie Kleinschwarzach und Hötzmann, sollen schon von den Kelten besiedelt worden sein. Die neuzeitliche Geschichte beginnt mit der Gründung des Ortsteiles Neuhausens durch Mönche des nahe gelegenen Klosters Metten im 9. oder 10. Jahrhundert.

Offenberg gehörte lange den Grafen von Königsfeld. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Schloss Offenberg war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Offenberg.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwaltungsgemeinschaft mit dem Markt Metten wurde im Jahr 1980 aufgelöst.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Penzenried eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam Buchberg hinzu.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1823 Einwohner
  • 1970: 2190 Einwohner
  • 1987: 2726 Einwohner
  • 1991: 3103 Einwohner
  • 1995: 3263 Einwohner
  • 2000: 3389 Einwohner
  • 2005: 3359 Einwohner
  • 2010: 3284 Einwohner
  • 2015: 3314 Einwohner

Der größte Ortsteil der Gemeinde ist Neuhausen mit 1878 Einwohnern am 31. Dezember 2012.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister seit 1. Mai 2014 ist Hans-Jürgen Fischer, CSU. Stellvertreter sind Karl Mühlbauer und Christian Holmer, beide ebenfalls CSU.

Bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 erreichte der seit 2002 bis 2014 amtierende Bürgermeister Nikolaus Walther (SPD/Fr. Wähler Off., Buch., Penz.) 39,9 %, seine Gegenkandidaten Hans-Jürgen Fischer (CSU) 40,7 %, Josef Stündler (JWG) 12,69 % und Hans Groitl (FWG) 6,69 %. In der damit erforderlichen Stichwahl am 30. März 2014 wurde CSU-Kandidat Hans-Jürgen Fischer mit 53,2 % der Stimmen bei 77,1 % Wahlbeteiligung zum ersten Bürgermeister gewählt.[3][4]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 16. März 2014 ergaben folgendes Ergebnis:

  • CSU: 6 Sitze (34,62 %)
  • SPD: 3 Sitze (21,57 %)
  • JWG: 2 Sitze (11,77 %)
  • Pro Offenberg: 2 Sitze (11,53 %)
  • FW/FWG: 1 Sitz (8,56 %)
  • Junge Liste: 1 Sitz (7,82 %)
  • CWG: 1 Sitz (4,13 %)

Steuern und Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Offenberg ist seit 10. Oktober 2007 schuldenfrei.

Bürgerentscheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. November 2017 wurde in einem Bürgerentscheid mit 80,8 Prozent der abgegebenen Stimmen für die Erweiterung des Gewerbegebiets Wolfstein gestimmt. Die Bürgerinitiative zur Verhinderung des Gewerbegebiets Wolfstein II erhielt 27,4 Prozent der Stimmen, dies bei einer Wahlbeteiligung von 61,2 Prozent.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das seit 1982 geführte Offenberger Wappen zeigt in Silber über rotem Zinnenschildfuß eine dreilatzige rote Fahne mit goldenen Fransen und drei goldenen Ringen.
Der Zinnenschildfuß soll allgemein die Bedeutung des Schlosses und der Hofmark Offenberg für die Geschichte der Gemeinde unterstreichen. Die dreilatzige Fahne ist dem Wappen von Graf Anton von Montfort entnommen, der von 1688 bis 1724 Inhaber der Hofmark Offenberg war und das Schloss erbauen ließ, das noch heute das Ortsbild bestimmt. Die dreilatzige Fahne findet sich auch als Wappen in dem von Michael Wening angefertigten Kupferstich des Schlosses und ist damit im Bewusstsein der Bevölkerung seit langem verankert.[5]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Johannes der Täufer in Kleinschwarzach

Die Gemeinde Offenberg ist um kulturelle Vielseitigkeit bemüht. Davon zeugen die neu gestaltete Wolfsteiner Dorfmitte mit ihrem Stadl, das Schloss Offenberg mit seinem Marstall und das sogenannte Weiße Haus, ein lokales Kulturzentrum, in dem genauso wie im Zenger-Stadl regelmäßig Veranstaltungen wie Theateraufführungen und Musikdarbietungen stattfinden.

  • Die spätgotische Pfarrkirche St. Vitus in Neuhausen wurde etwa 1450 bis 1500 erbaut. Der barocke Turm entstand ca. 1750, das nördliche Seitenschiff wurde um das Jahr 1875 erweitert.
  • Die Expositurkirche Herz Jesu in Aschenau entstand 1886 bis 1887 im neugotischen Stil.
  • Die Filialkirche St. Leonhard in Buchberg wurde um 1450 im romanischen Stil erbaut. Sie hat eine barocke Innenausstattung.
  • Die romanische Dorfkirche Johannes der Täufer in Kleinschwarzach besitzt einen barocken Akanthus-Altar und alte Fresken im Altarbereich.
  • Schloss Offenberg erhielt ab 1700 seine heutige Gestalt. Die barocke Schlosskapelle St. Georg wurde 1699 eingeweiht.
  • Schloss Himmelberg wurde 1757 errichtet. Die Schlosskapelle Pauli Bekehrung besitzt eine reiche Ausstattung aus der Rokokozeit.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut amtlicher Statistik gab es 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fünf, im produzierenden Gewerbe 460 und im Bereich Handel und Verkehr 13 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 137 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.193. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Durch das neue Gewerbegebiet hat sich diese Zahl aber erhöht. Zudem bestanden im Jahr 1999 81 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.415 Hektar, davon waren 787 Hektar Ackerfläche und 627 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Neuhausen mit der Pfarrkirche St. Vitus

Der Hauptort Neuhausen liegt nahe der Ausfahrt Metten/Neuhausen/Offenberg an der Autobahn A 3. Bis zum Autobahnkreuz Deggendorf mit Anbindung an die BAB nach München und Landshut beträgt die Entfernung etwa sieben Kilometer.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten und Kinderkrippe Neuhausen mit Vormittags- und Nachmittagsbetreuung mit 100 Plätzen und 112 betreuten Kindern, davon 11 unter 3 Jahren (Stand 2013)
  • Grundschule Neuhausen mit fünf Klassen und 111 Schülern (Schuljahr 2012/2013)
  • Musikschule "Unisono"

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Offenberg gibt es zwei Fußballvereine, den SV Neuhausen-Offenberg und den TSV Aschenau-Breitenhausen, wobei Breitenhausen zur Nachbargemeinde Mariaposching gehört.

Auch die Sportkegler vom SKC 77 Neuhausen und die Tennisspieler vom TC Neuhausen haben in den letzten Jahren schon etliche Meistertitel „eingefahren“. Das Gleiche gilt für die Sportschützen der drei Schützenvereine in der Gemeinde („Preller“, „Preller Alt“ und „Bergeslust Buchberg“).

Zwei Vereine gibt es, die erfolgreich die bayerische Traditionssportart „Eisstockschießen“ ausüben, nämlich den EC Buchberg und den EC Wolfstein.

Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Offenberg gibt es insgesamt vier Freiwillige Feuerwehren: Neuhausen, Offenberg, Buchberg, Penzenried-Aschenau.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  3. Die Offenberger müssen in zwei Wochen zur Stichwahl. wahl.info, 16. März 2014, abgerufen am 31. März 2014.
  4. Hans-Jürgen Fischer (CSU) ist neuer Bürgermeister. wahl.info, 30. März 2014, abgerufen am 31. März 2014.
  5. Wappenbeschreibung und -geschichte auf der Internetseite des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Städtepartnerschaft. Gemeinde Offenberg, abgerufen am 29. Juni 2015.
  7. Gemeinde Hohenstein. Gemeinde Hohenstein, abgerufen am 23. November 2015.
  8. Städtepartnerschaft. Gemeinde Offenberg, abgerufen am 23. November 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Offenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien