Offene Wissenschaft

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Die sechs Prinzipien von Open Science [1]
Ein Podcast der Helmholtz-Gemeinschaft zum Thema Open Science

Offene Wissenschaft (auch Öffentliche Wissenschaft, engl. Open Science) ist ein Oberbegriff für verschiedene Strömungen, die zum Ziel haben, Wissenschaft einer größeren Zahl von Menschen einfacher zugänglich zu machen. Dazu zählen einerseits produktorientierte Ansätze, die (Zwischen-)Ergebnisse möglichst offen zugänglich machen, etwa Open Access, Open Data oder Reproducible Research. Andererseits kann darunter auch die Öffnung von Prozessen der Wissenschaft verstanden werden, die etwa Bürgerbeteiligung einschließt.[2] Anderen Wissenschaftlern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit werden Einblicke in die Entstehung wissenschaftlicher Ergebnisse gewährt oder Möglichkeiten eröffnet, selbst daran teilzuhaben. Offene Wissenschaft in diesem weiten Sinne wird insbesondere im Kontext von Citizen Science-Projekten praktiziert.

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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1990er Jahren wurde der Begriff der ‚Öffentlichen Wissenschaft‘ neu und entscheidend für den deutschen Sprachraum von der Soziologin und Kulturwissenschaftlerin Caroline Y. Robertson-von Trotha geprägt. In den Eröffnungsreden der Karlsruher Gespräche von 1997 und 1998 entwarf sie einen Begriff der ‚Öffentlichen Wissenschaft‘ als Synonym einer interdisziplinären und dialogbasierten Wissenschaftskommunikation.[3][4] In der Folge bettete sie das Konzept in den historisch-soziologischen Kontext ein[5][6] und führte im Jahr 2012 eine erste von mehreren Analysen „im Spiegel der Web 2.0-Kultur“[7] durch.[8] Zugleich etablierte sie als Gründungsdirektorin des Zentrums für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) in Karlsruhe ihre Konzeption der ‚Öffentlichen Wissenschaft in Theorie und Praxis‘ auch institutionell: Neben der Forschung und der Lehre bildet diese eine der drei gleichberechtigten Säulen, auf denen das Zentrum basiert.[9][10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was ist Open Science? abgerufen am 23. Juni 2014 von OpenScience ASAP
  2. „Von Open Access zu Open Science“, helmholtz.de, Helmholtz Open Science Newsletter No. 49 vom 12. Juni 2014; zu „intelligent openness“ siehe Geoffrey Boulton (Chair) et al.: Science as an open enterprise. London: Royal Society, 2012
  3. Robertson-Wensauer, C. Y. (1999): Einleitung. Wozu ‚Angewandte Kulturwissenschaft‘ an einer technischen Hochschule? In: dies. (Hrsg.). Interfakultatives Institut für Angewandte Kulturwissenschaft. Universität Karlsruhe (TH). 1989‐1999 Zehn Jahre interdisziplinäre Institutsarbeit. Karlsruhe, S. 19–23.
  4. Interfakultatives Institut für Angewandte Kulturwissenschaft der Universität Karlsruhe (TH) [= IAK] (1998): Öffentliche Wissenschaft. In: iak newsletter, Jg. 1, Heft 1, S. 3–4.
  5. Robertson-von Trotha, C. Y. (2007): ‚Öffentliche Wissenschaft‘ – ein notwendiger Dialog. In: Klaus, J./Vogt, H. (Hrsg.): Wissensmanagement und wissenschaftliche Weiterbildung. Dokumentation der Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium an der Universität Karlsruhe (TH). Hamburg, S. 7–20.
  6. Vergara Gomez, Silke (2011): Erfolgsfaktoren von Weiterbildungsstudiengängen: eine empirische Analyse. Kasseler Management Forum Band 6. Kassel, S. 31–32.
  7. Robertson-von Trotha, C. Y. (2012): Öffentliche Wissenschaft im Spiegel der Web 2.0-Kultur. In: dies./Jesús Muñoz Morcillo (Hrsg.): Öffentliche Wissenschaft und Neue Medien. Die Rolle der Web 2.0-Kultur in der Wissenschaftsvermittlung. Karlsruhe, S. 19–35.
  8. Robertson-von Trotha, C. Y. (zusammen mit Jesús Muñoz Morcillo) (2014): Öffentliche Wissenschaft in Sonderforschungsbereichen: Inside Science. Erweiterter Abschlussbericht des DFG-Pilotprojekts SFB 588 TP Ö. Berichtszeitraum vom 1. Juni 2010 bis 30. Dezember 2013. In: EVA STAR, Karlsruher Institut für Technologie.
  9. Orgeldinger, Sibylle (2002): Zentrum an der Uni fördert den Dialog der Wissenschaften. Institut für Kulturwissenschaft fusioniert mit Studium generale [sic]. In: Badische Neueste Nachrichten, 16. Juli 2002.
  10. Rümmele, Klaus (2002): Schwer auf ZAK. In: UNIKATH, 33. Jahrgang, Heft 4, S. 40–41.