Schluss (Literatur)

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Als Schluss bezeichnet man das Ende eines literarischen Werks, beispielsweise eines Romans oder Theaterstücks. Hierbei unterscheidet die Literaturwissenschaft verschiedene Formen: Erstens den sogenannten „offenen Schluss“, bei dem der Leser nicht erfährt, wie die Geschichte weitergeht. Hierzu gehören auch die bewusst als Fragment gestalteten Texte der Romantik (wie z. B. Kater Murr von E.T.A. Hoffmann). Zweitens das Happy End, bei dem alle Konflikte glücklich aufgelöst werden. Und drittens das tragische Ende. Oft folgt dem eigentlichen Schluss noch ein Epilog.

Ausnahmen bilden Werke, die mit mehreren möglichen Schlüssen enden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hannes Niepold: Die phantastische Serie. Unschlüssigkeit, Bedeutungswahn und offene Enden: Verfahren des Erzählens in Serien wie »Twin Peaks«, »Lost« und »Like a Velvet Glove Cast in Iron«. transcript Verlag, Bielefeld 2016.
  • Barbara Herrnstein Smith: Poetic Closure: A Study of How Poems End, University of Chicago Press 1968. ISBN 0-226-76343-9
  • D.H. Roberts, F.M. Dunn, D. P. Fowler: Classical Closure: Reading the End in Greek and Latin Literature. Princeton 1997.