Officine Meccaniche De Vecchi

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De Vecchi, Strada & C. (bis 1908)
De Vecchi & C. (1908–1917)
Officine Meccaniche de Vecchi S.A. (ab 1917)
Rechtsform S.p.A. (ab 1917)
Gründung 1903[1][2]
Auflösung 1920
Sitz Mailand
Leitung Giuseppe De Vecchi
Branche Automobilhersteller
Produkte Automobile, FlugmotorenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte

De Vecchi, Strada & C., später De Vecchi & C. und Officine Meccaniche de Vecchi S.A., war ein italienischer Hersteller von Automobilen und Flugmotoren.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Giuseppe De Vecchi und Ettore Strada gründeten 1903[1][2] mit einem Kapital von 300.000 Lire[3] das Unternehmen De Vecchi, Strada & C. in der Via Peschiera 2[3] in Mailand und begannen mit der Produktion von Automobilen. Technischer Leiter war der ehemalige Radrennfahrer F. Momo.[4] 1908 ging das Unternehmen in Insolvenz, und Ettore Strada verließ das Unternehmen. Ende 1908 gründete Giuseppe De Vecchi das neue Unternehmen De Vecchi & C. 1914 wurde die Fertigung kriegsbedingt auf Lastkraftwagen und Krankenwagen umgestellt.[1][3][4] 1917 erfolgte eine erneute Umfirmierung in Officine Meccaniche de Vecchi S.A.[1][3] Nun entstanden nur noch Flugmotoren.[1][3][4] 1920 endete die Produktion. Costruzioni Meccaniche Nazionali übernahm das Unternehmen.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Das erste Modell war der 10/12 HP mit einem Vierzylindermotor.[1][3] 1904 kam der 14 HP dazu.[1] Nach dem Konkurs kam das neue Modell Typ A 16/20 HP mit einem Vierzylindermotor mit 2800 cm³ Hubraum heraus.[1][3] Dieses Modell verfügte über Kardanantrieb.[4] Darauf folgte der Typ B 20/30 HP mit Vierzylindermotor mit 4082 cm³ Hubraum, der über Kettenantrieb verfügte.[1][3][4] 1911 erschienen neue Modelle mit Blockmotoren.[3] Dazu gehörte der Typ D 16/20 HP mit Vierzylindermotor mit 2614 cm³ Hubraum (80 mm Bohrung, 130 mm Hub).[1][3] Dieses Modell wurde in zwei verschiedenen Fahrgestelllängen angeboten.[1] 1911 gab es auch einen weiteren 20/30 HP, diesmal mit 4398 cm³ Hubraum (100 mm Bohrung, 140 mm Hub).[3] 1912 war das Modell 25/35 HP mit Zweiblockmotor im Angebot.[3] 1913 wurde das Modell C 25/35 HP gelistet. Es verfügte über einen Monoblockmotor mit 5700 cm³ Hubraum.[3] 1914 gab es die Modelle Typ E 20/25 HP und Typ F 25/35 HP.[3] Letztes Modell war der 1916 erschienene Typ H 25/30 HP, dessen Vierzylindermotor über 3815 cm³ Hubraum verfügte.[1]

Renneinsätze[Bearbeiten]

Das Unternehmen setzte Fahrzeuge bei verschiedenen Autorennen ein, erstmals 1908 beim Rennen von Padua nach Bovolenta.[1] Der Fahrer Gloria belegte mit einem 16/20 HP den dritten Platz bei der Targa Florio von 1913.[1][3] Bei der Targa Florio 1914 erreichte er mit einem 20/30 HP den zweiten Platz[1] oder den sechsten Platz[3].

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Linz und Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8
  • Nick Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile, Volume 1 A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1 (englisch)
  • Autorenkollektiv: Enzyklopädie des Automobils. Marken · Modelle · Technik. Weltbild Verlag, Augsburg, 1989
  • George N. Georgano: Autos. Encyclopédie complète. 1885 à nos jours. Courtille, Paris 1975 (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Linz und Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. 2008.
  2. a b Georgano: Autos. Encyclopédie complète. 1885 à nos jours. 1975.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p Autorenkollektiv: Enzyklopädie des Automobils. Marken · Modelle · Technik. 1989.
  4. a b c d e Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. 2001.