Officine Padane

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Carrozzeria e Meccanica Padana
Officine Padana
Rechtsform S.p.A.
Gründung 1943
Auflösung 1992
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Modena
Leitung Antonio Vismara
Branche Karosseriebau

Officine Padane war ein italienischer Hersteller von Fahrzeugkarosserien aus Modena.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Officine Padane wurde 1943 gegründet. Das Unternehmen geht auf den in Modena ansässigen Betrieb Orlandi, der ab 1921 in erster Linie Aufbauten für Omnibusse herstellte. Antonio Vismara übernahm Orlandi im Laufe des Jahres 1943 und verlegte den Betrieb in neue Werkstätten. Anfänglich firmierte das Unternehmen als Carrozzeria e Meccanica Padana, ab 1950 wurde die Bezeichnung in Officine Padane geändert.[1]

Padane stellte wie schon das Vorgängerunternehmen schwerpunktmäßig Omnibuskarosserien her. Die Chassis kamen von Fiat, Mercedes-Benz, OM und Volvo. Viele Busse gingen in den Export. In den 1960er und 1970er Jahren übernahm Padane daneben auch die handwerkliche Herstellung einzelner Personenkraftwagen. Hierzu gehörten der Maserati Mistral, der Maserati Indy, der Maserati Bora und der Stutz Blackhawk, ein amerikanisches Fahrzeug im Retro-Stil, das ab 1971 gebaut wurde.[2] Padane baute die meisten Coupés der ersten Serie (1971) unter Verwendung zahlreicher italienischer Anbauteile (Türgriffe vom Maserati Indy, Rückleuchten vom Fiat 850), bevor die Carrozzeria Saturn in Cavallermaggiore die Serienfertigung der Stutz übernahm. Bei Padane entstand auch als Einzelexemplar der viertürige Stutz Duplex.

Anfang der 1980er-Jahre übernahm die Mailänder Società Costruzioni Industriali Milano (Socimi) das Unternehmen. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten des neuen Mutterunternehmen Jahre das auch Padane in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste 1992 nach einer Insolvenz schließen.[1]

Wiederbelebung des Markennamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 kaufte das neu gegründete Unternehmen Industria Italiana Autobus S.p.A. (I.I.A.) aus Bologna die Namensrechte an Padane.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartmut Lehbrink: Gericke’s 100 - 100 Jahre Sportwagen, Gericke Holding GmbH, Düsseldorf 2002, ISBN 3-938118-00-8.
  • Cancellieri, Gianni et al. (Hrsg.): Maserati. Catalogue Raisonné 1926-2003. Automobilia, Mailand 2003. ISBN 88-7960-151-2
  • Tabucchi, Maurizio: Maserati. Alle Grand Prix-, Sport- und GT-Fahrzeuge von 1926 bis heute. Heel Verlag, Königswinter 2004. ISBN 3-89880-211-6
  • Hans-Karl Lange: Maserati. Der andere italienische Sportwagen. Wien 1993 (ISBN 3-552-05102-3).
  • James O’Donnell: The Story of Stutz. Rebirth of a classic car. Abriss der Geschichte des Unternehmens Stutz Motor Car of America von James O’Donnell aus dem Jahr 1991 (abzurufen auf www.madle.org)
  • Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani, Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Officine Padane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani, Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412, S. 414.
  2. Abbildungen der Produktion des Stutz Blackhawk (I) bei Padane auf der Internetseite www.madle.org (abgerufen am 17. November 2017).