Offshore-Windpark Albatros

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Offshore-Windpark Albatros
Lage
Offshore-Windpark Albatros (Nordsee)
Offshore-Windpark Albatros
Koordinaten 54° 30′ 0″ N, 6° 24′ 0″ OKoordinaten: 54° 30′ 0″ N, 6° 24′ 0″ O
Land Deutschland
(Ausschließliche Wirtschaftszone)
Gewässer Nordsee (Deutsche Bucht)
Daten
Typ Offshore-Windpark
Primärenergie Windenergie
Leistung 116,8 MW (elektrisch) (Phase 1)
278 MW (elektrisch) (Phase 2)
Eigentümer EnBW / Enbridge Inc.
Betreiber EnBW Albatros GmbH
Projektbeginn 2011 (Genehmigung erteilt)
Betriebsaufnahme 2019 (Phase 1, geplant)
Turbine 16 × SWT-7.0-154 (Phase 1)
40 × 7-MW-Klasse (Phase 2, geplant)
Stand Juni 2017
Lage von Albatros innerhalb der Windparks in der Deutschen Bucht

Der Offshore-Windpark Albatros (OWP Albatros) ist ein geplanter Offshore-Windpark in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee ca. 100 Kilometer nördlich der ostfriesischen Küste.

Standort und Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Windpark soll in der südöstlichen Nordsee, nördlich der Insel Borkum und westlich von Helgoland in Nachbarschaft des OWP Global Tech I, innerhalb der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone errichtet werden. Der Abstand zu Helgoland und Borkum beträgt jeweils etwa 105 Kilometer. Der Windpark wird sich über eine Fläche von 39 km² erstrecken.[1]

Aufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem dem OWP Albatros bis November 2015 bei der Verteilung von freier Anschlusskapazität an den Konverter-Plattformen „BorWin beta“ und „BorWin gamma“ durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) anstelle der beantragten 316 MW insgesamt lediglich 116,8 MW (50 MW für das Testfeld Albatros und 66,8 MW für den OWP Albatros) zugeteilt wurden, beschloss EnBW, den Windpark in zwei Phasen (Albatros Phase 1 mit 116,8 MW und Albatros Phase 2 mit voraussichtlich 278 MW) zu entwickeln. Die Wirtschaftlichkeit von Phase 1 wurde wegen der vergleichsweise geringen Kapazität in Frage gestellt und wird derzeit (Stand September 2016) geprüft. Um die nötige Anschlusskapazität für Phase 2 zu gewährleisten wird EnBW voraussichtlich an der Versteigerung von 1550 MW Netzanschlusskapazität durch das BSH im Jahr 2017 teilnehmen.[2]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollten 79 Windenergieanlagen (WEA) der 5- bis 7-MW-Klasse errichtet werden. Die geplante Nabenhöhe lag zwischen 90 und 94 Metern, der Durchmesser der Rotoren sollte mehr als 120 Meter betragen.[3]

Der Windpark sollte Testfeld werden: Zehn der 79 genehmigten WEA sollten auf sogenannten Schwerkraftfundamenten aufgestellt werden[4], die keine tiefen Gründungen erfordern.[5]

Für die Phase 1 werden 16 direkt angetriebene Offshore-Turbinen SSWT-7.0-154 von Siemens Gamesa für 7 MW auf Monopiles verwendet, die ab 2019 für zunächst fünf Jahre auch von Siemens Gamesa gewartet werden sollen.
Hier werden zum ersten Mal in einem deutschen Windpark die Offshore Transformer Module (OTM) von Siemens anstatt einer üblicher Umspannplattform eingesetzt, die durch Gewichtsreduzierung Kosteneinsparungen bei der Errichtung erreicht.[6]

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. August 2011 erteilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie der Northern Energy OWP Albatros GmbH, eine von 14 Projektgesellschaften der Unternehmensgruppe Northern Energy, die Genehmigung zur Errichtung und dem Betrieb des Windparks mit 79 Windenergieanlagen.[7] Das Eigentum an den 14 Projektgesellschaften wurde 2011/2012 an zwei Holdinggesellschaften im Eigentum der österreichischen STRABAG SE und der Northern Energy (Erste und Zweite Nordsee-Offshore-Holding) übertragen.[8]

Entwickelt wurde der OWP Albatros von der Norderland/Northern Energy Unternehmensgruppe. Dieser Unternehmensverbund hat seinen Sitz in Aurich und hat sich auf die Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt Offshore-Windenergie spezialisiert. Das Unternehmen ist maßgeblich an der Genehmigung und der Umsetzung der Offshore-Projekte Global Tech I und Merkur mit 80 bzw. 66 Windenergieanlagen in der Nordsee beteiligt.

Im Dezember 2014 gab EnBW bekannt, das OWP-Projekt zu übernehmen.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MEHR STROM VOM MEER – Offshoreprojekt Albatros genehmigt! www.windkraft-journal.de, abgerufen am 20. September 2011.
  2. Tendering process for offshore wind farm Albatros has been initiated. http://www.offshorewindindustry.com/, abgerufen am 28. September 2016.
  3. BSH genehmigt Albatros. Erneuerbare Energien. Das Magazin, 26. August 2011, abgerufen am 20. September 2011.
  4. Pressemitteilung. www.bsh.de, abgerufen am 5. Januar 2012.
  5. Genehmigung für Schwerkraftfundamente erteilt. In: Schiff & Hafen, Heft 5/2012, S. 53, Seehafen-Verlag, Hamburg 2012, ISSN 0938-1643
  6. Frank Binder: Neue Technik für Nordsee-Windpark. In: Täglicher Hafenbericht vom 8. Juni 2017, S. 4
  7. Genehmigungstext. www.bsh.de, abgerufen am 5. Januar 2012 (PDF; 879 kB).
  8. STRABAG beteiligt sich mehrheitlich an den Projektgesellschaften für Offshore-Windenergieanlagen der Norderland Northern Energy Unternehmensgruppe, Pressemitteilung der STRABAG vom 23. Mai 2011
  9. IWR: Wie EnBW die Versteigerung von Offshore-Netzanschlüssen umgeht, abgerufen am 19. Dezember 2014.