Offshore-Windpark Dogger Bank

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Dogger Bank
Lage
Offshore-Windpark Dogger Bank (Nordsee)
Offshore-Windpark Dogger Bank
Koordinaten 55° 2′ 24″ N, 2° 49′ 12″ OKoordinaten: 55° 2′ 24″ N, 2° 49′ 12″ O
Land Vereinigtes Königreich
Gewässer Nordsee
Daten
Typ Offshore-Windpark
Primärenergie Windenergie
Leistung bis zu 9.000 MW geplant
Website forewind.co.uk
Stand 2016
f2

Dogger Bank ist ein in Planung befindlicher Offshore-Windpark im Vereinigten Königreich in der Nordsee. Namensgebend für den Windpark ist die Sandbank Doggerbank. Der Windpark wird vom Forewind-Konsortium entwickelt und teilt sich verschiedene Teilgebiete auf. Insgesamt könnte eine installierte Leistung von bis zu 9.000 MW realisiert werden, dies entspräche einer Leistung von sieben Kernkraftwerk-Reaktorblöcken.[1] Eine Erweiterung auf 13.000 MW ist möglich.[2]

Das Potentialgebiet ist 8.660 km² groß und befindet sich zwischen 125 und 290 Kilometer vor dem ostenglischen Yorkshire.[3] Das Forewind-Konsortium besteht aus Scottish & Southern Energy, Statoil, Statkraft und RWE Innogy.[4]

Teilgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzelnen Teilgebiete könnten jeweils über 1.200 MW installierter Leistung verfügen und aus hunderten Windenergieanlagen bestehen. Für die beiden Teilgebiete Dogger Bank Creyke Beck A und Dogger Bank Creyke Beck B wurde die Baugenehmigung im Februar 2015 erteilt.[4][5] An der Erweiterung Dogger Bank Teesside wird gearbeitet. Es wird mit einem Baustart nicht vor Mitte der 2020erVorlage:Zukunft/In 5 Jahren Jahre gerechnet.[6]

Pläne für künstliche Insel und nordwesteuropäisches Stromverteilungsnetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren Pläne in dem Seegebiet um die namensgebende Sandbank großräumig bis zu 100.000 Megawatt Windenergieleistung aufzubauen. Dies würde mit einem internationale Verteilnetz realisiert. Dazu möchten sich die Übertragungsnetzbetreiber Energinet.dk aus Dänemark sowie Tennet TSO und Tennet Holding aus Deutschland bzw. den Niederlanden zusammenschließen und die Idee vorantreiben. Hierzu wurde am 23. März 2017 ein Vertrag im Beisein des EU-Kommissars für die Energieunion, Maroš Šefčovič, unterzeichnet.[7] Ergänzend wird überlegt, eine oder mehrere künstliche Inseln im Gebiet zu errichten (Power Link Island). Auf diesen sollen Energie-Verteilkreuze mit Interkonnektoren zur Verteilung der Energie von den Windparks und allgemein zwischen allen Nordsee-Anrainerstaaten errichtet werden. Ferner könnte eine Insel dort als zentrale Wartungsstation für die Offshore-Windparks dienen. [8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Firmen bauen weltgrößten Windpark. In: Tagesschau. 4. Juni 2010, archiviert vom Original am 16. August 2010; abgerufen am 9. März 2016.
  2. Forewind-Konsortium gibt erste Ausbauphase des Offshore-Windparks Dogger Bank bekannt. In: rwe.com. 20. Oktober 2010, abgerufen am 8. März 2017.
  3. Dogger Bank. In: forewind.co.uk. Abgerufen am 8. März 2017 (englisch).
  4. a b Offshore-Projekt „Dogger Bank“. In: rwe.com. Archiviert vom Original am 12. Mai 2016; abgerufen am 7. September 2016.
  5. Government green lights record-breaking Dogger Bank offshore wind farm. In: businessgreen.com. 17. Februar 2015, abgerufen am 7. September 2016 (englisch).
  6. Key project dates for Dogger Bank. In: 4coffshore.com. Abgerufen am 1. Januar 2018 (englisch).
  7. SonneWind&Wärme, BVA Bielefelder Verlag, S. 20 f, 41. Jahrgang, ISSN 1861-2741
  8. Riesiges Stromverteilnetz für Windstrom verbindet Nordsee-Anrainerstaaten. In: iwr.de. 9. März 2017, abgerufen am 24. März 2017.