Ofterschwang

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ofterschwang
Ofterschwang
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ofterschwang hervorgehoben
47.49583333333310.236666666667864Koordinaten: 47° 30′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Hörnergruppe
Höhe: 864 m ü. NHN
Fläche: 19,54 km²
Einwohner: 1919 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87527
Vorwahl: 08321
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 134
Webpräsenz: www.ofterschwang.de
Bürgermeister: Alois Ried
Lage der Gemeinde Ofterschwang im Landkreis Oberallgäu
Österreich Baden-Württemberg Landkreis Lindau (Bodensee) Kempten (Allgäu) Landkreis Unterallgäu Landkreis Ostallgäu Kempter Wald Wildpoldsried Wiggensbach Wertach Weitnau Waltenhofen Sulzberg (Oberallgäu) Sonthofen Rettenberg Ofterschwang Oberstdorf Oberstaufen Obermaiselstein Oy-Mittelberg Missen-Wilhams Lauben (Oberallgäu) Immenstadt im Allgäu Bad Hindelang Haldenwang (Allgäu) Fischen im Allgäu Durach Dietmannsried Burgberg im Allgäu Buchenberg Bolsterlang Blaichach Betzigau Balderschwang AltusriedKarte
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Ofterschwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe mit Sitz in Fischen im Allgäu. Die Gemeinde liegt vier Kilometer südwestlich von Sonthofen im oberen Illertal unter dem Höhenzug der Hörnerkette.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Ofterschwang gehören die Ortsteile Bettenried, Hüttenberg, Muderbolz, Oberzollbrücke, Sigishofen, Sigiswang, Schweineberg, Tiefenberg, Westerhofen und Wielenberg. Alpe Eck ist seit Anfang 2015 ein amtlicher Ortsteilsname.

Geschichte[Bearbeiten]

Ofterschwang war Bestandteil der Grafschaft Königsegg-Rothenfels, die 1804 an Österreich vertauscht wurde. Mit anderen Gebieten von Vorderösterreich fiel es mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 an das Königreich Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2008 wuchs Ofterschwang um 577 Einwohner bzw. um 39 %. Dies war der prozentual höchste Einwohnerzuwachs im Landkreis Oberallgäu in diesem Zeitraum. Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1995 2000 2005 2008 2012 2014
Einwohner 867 842 1.100 1.482 1.371 1.598 1.427 1.825 1.871 2.030 2.047 1.924 1.984

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter goldenem Schildhaupt, darin drei liegende rote Rauten, gespalten von Rot und Silber; aus einem Dreiberg in verwechselten Farben wachsend eine fünfblütige Alpenrose in verwechselten Farben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Ofterschwang

Tourismus[Bearbeiten]

Urlaubsort[Bearbeiten]

Ofterschwang ist ein Urlaubsort mit 1.492 Gästebetten und 305.643 Übernachtungen im Jahr 2014.[2] Der Ort ist Ausgangspunkt für Berg- und Radtouren und bietet im Winter Langlaufloipen im Tal und eine Vielzahl von Skiabfahrten rund um das Ofterschwanger Horn. Touristische Anlaufpunkte sind das Tiefenberger Moor mit Naturlehrpfaden und ein 18+18+9 Loch-Golfplatz des Luxushotels Sonnenalp; Golfplatz Sonnenalp-Oberallgäu.

Wanderungen, Ski- und Schneeschuhtouren[Bearbeiten]

Von Ofterschwang aus ist die winterliche Überschreitung mehrerer Gipfel der Hörnergruppe mit Tourenski oder auf Schneeschuhen möglich. Die Tour nennt sich Allgäuer Hörnertour. Im Sommer führt die kleine Hörner-Tour von der Bergstation des Weltcup-Express auf einem Panoramaweg über das Ofterschwanger Horn, das Sigiswanger Horn, das Rangiswanger Horn und den Weiherkopf zur Bergstation der Hörnerbahn. Die große Hörner-Tour führt zusätzlich über den Großen Ochsenkopf, das Riedberger Horn und das Bolsterlanger Horn.

ADAC-Tourismuspreis[Bearbeiten]

Ofterschwang wurde 2010 vom ADAC für das Produkt „Gutes vom Dorf“ mit dem ADAC-Tourismuspreis ausgezeichnet. [3]

Sport[Bearbeiten]

Am Hausberg, dem Ofterschwanger Horn, wird auf 15.000 Metern Länge Kunstschnee erzeugt, es handelt sich um die längste Beschneiungsanlage Deutschlands. Eine moderne 8er-Gondelbahn, ein moderner 6er-Sessellift, ein 4er-Sessellift sowie 1 Schlepplift und 2 Kinderlifte erschließen 17 km Pisten, die von verschiedenen PistenBullys präpariert werden.

Alpiner Skiweltcup[Bearbeiten]

Ofterschwang ist als Skiweltcup-Ort unregelmäßiger Veranstalter von Weltcuprennen in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom. Das erste Rennen fand 1999 statt und war ein Riesenslalom der Herren, den Stephan Eberharter gewann. Am nächsten Tag fand ein Herren-Slalom statt, seit dem sind nur noch Frauen-Rennen ausgetragen worden.[4]

Datum Disziplin 1. Platz 2. Platz 3. Platz
10. März 2013 Slalom SlowenienSlowenien Tina Maze SchweizSchweiz Wendy Holdener Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mikaela Shiffrin
9. März 2013 Riesenslalom OsterreichÖsterreich Anna Fenninger SlowenienSlowenien Tina Maze DeutschlandDeutschland Viktoria Rebensburg
4. März 2012 Slalom KanadaKanada Erin Mielzynski Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Resi Stiegler OsterreichÖsterreich Marlies Schild
3. März 2012 Riesenslalom DeutschlandDeutschland Viktoria Rebensburg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lindsey Vonn SlowenienSlowenien Tina Maze
2. März 2012(1) Riesenslalom DeutschlandDeutschland Viktoria Rebensburg SlowenienSlowenien Tina Maze ItalienItalien Irene Curtoni
OsterreichÖsterreich Elisabeth Görgl
7. März 2009 Slalom FrankreichFrankreich Sandrine Aubert SchwedenSchweden Frida Hansdotter OsterreichÖsterreich Nicole Hosp
6. März 2009 Riesenslalom OsterreichÖsterreich Kathrin Zettel OsterreichÖsterreich Elisabeth Görgl FinnlandFinnland Tanja Poutiainen
27. Januar 2008 Slalom OsterreichÖsterreich Marlies Schild SchwedenSchweden Therese Borssén OsterreichÖsterreich Nicole Hosp
26. Januar 2008 Riesenslalom ItalienItalien Denise Karbon OsterreichÖsterreich Nicole Hosp OsterreichÖsterreich Elisabeth Görgl
5. Februar 2006 Slalom KroatienKroatien Janica Kostelić OsterreichÖsterreich Kathrin Zettel OsterreichÖsterreich Marlies Schild
4. Februar 2006 Riesenslalom SchwedenSchweden Anja Pärson
SpanienSpanien María José Rienda
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julia Mancuso
3. Februar 2006 Riesenslalom SpanienSpanien María José Rienda SchwedenSchweden Anja Pärson OsterreichÖsterreich Kathrin Zettel
26. Januar 2001 Slalom KroatienKroatien Janica Kostelić Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kristina Koznick SchweizSchweiz Sonja Nef
28. Februar 1999 Slalom NorwegenNorwegen Finn Christian Jagge OsterreichÖsterreich Thomas Stangassinger NorwegenNorwegen Kjetil André Aamodt
27. Februar 1999 Riesenslalom OsterreichÖsterreich Stephan Eberharter OsterreichÖsterreich Hans Knauß SchweizSchweiz Michael von Grünigen
(1) Ersatzrennen für Soldeu


Sonstiges[Bearbeiten]

Bei dem Kölner Musiklabel Kompakt (Label) erschien 2009 ein vom Musiker Jürgen Paape produziertes Stück mit dem Namen Ofterschwang. Das Stück ist inspiriert von traditioneller Blasmusik.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ofterschwang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Panoramabild mit Blick von der Gipfelstation der Weltcup-Express-Sesselbahn zur Weltcup-Hütte, im Hintergrund mittig der Grünten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinde Ofterschwang: Unser Dorf – Zahlen, Daten & Fakten. Abgerufen am 10. Juni 2015.
  3. Der vom ADAC verliehene Tourismuspreis
  4. Fédération Internationale de Ski: Podiums Ofterschwang. fis-ski.com. Abgerufen am 2. März 2012.