Oh Tannenbaum (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Oh Tannenbaum
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Matthias Tiefenbacher
Drehbuch Christoph Mattner
Produktion Jürgen Kriwitz
Musik Marcel Barsotti
Kamera Pascal Mundt
Besetzung

Oh Tannenbaum ist ein deutscher Fernsehfilm von Matthias Tiefenbacher aus dem Jahr 2007. Die Weihnachtskomödie basiert auf einem Drehbuch Christoph Mattners und handelt von den Bewohnern eines Berliner Mehrfamilienhauses, die nach einem Rohrbruch genötigt sind, Heiligabend gemeinsam im Penthouse des grantigen Vermieters Dr. Wagner, gespielt von Günther Maria Halmer, zu verbringen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtsanwalt Dr. Wagner ist ein sehr unsympathische und mürrischer Zeitgenosse. Er wohnt in einem mehrgeschossigen Mietshaus, das ihm gehört. Als er am Heiligen Abend aus seiner Kanzlei nach Hause kommt, ist gerade der Installateur damit fertig geworden, eine von Wagner gewünschte Veränderung in seinem Bad vorzunehmen. Während er sich in der Stadt entspannt einer Joggingrunde widmet, geschieht in seinem Bad die Katastrophe. Ein Wasserrohr bricht und durchnässt alle unteren Wohnungen. Die meisten seiner Mieter sind über die Weihnachtsfeiertage verreist, nur Rita Niemann und David Soost müssen sich mit dieser Situation auseinandersetzen. Sie beschließen kurzerhand in die oberste Wohnung zu ziehen, bis ihr Quartier wieder bewohnbar ist. Dr. Wagner ist wenig begeistert, schließlich ist dies sein Domizil und er hat vor auch zu Hause zu arbeiten. Doch ehe er sich versieht, ziehen Rita mit ihrer Familie und David Soost mit seinem Freund Stevie in seine Wohnung ein und belagern sie förmlich. Selbst zu Hilfe gerufene Polizisten, die der Rechtsanwalt wegen Hausfriedensbruch alarmiert, kann Rita „um den Finger wickeln“. Wagner ist außer sich und fürchtet um sein gewohnte Ruhe. Zurecht, denn an Arbeiten ist nun nicht mehr zu denken. Seine Mieter stellen einen Weihnachtsbaum auf, übernehmen die Küche und selbst den Flur hat Ritas Enkel zum Spielen in Beschlag genommen. Wagner flieht Hals über Kopf ins Büro und muss entsetzt feststellen, dass er über die Feiertage hier nicht arbeiten kann, weil diese Zeit für ein Software-Update genutzt wird und er das Computersystem nicht nutzen kann.

Wieder in seiner besetzten Wohnung angekommen, beginnt er sich langsam auf die neue Situation einzulassen und er lernt die Vorzüge eine frisch gekochten Essens gegenüber seiner sonstigen Mikrowellenmahlzeit zu schätzen. Zudem nimmt er allmählich Anteil an den Sorgen seiner Mitmenschen. So erwartet Rita sehnsüchtig einen medizinischen Laborbericht und David hat Beziehungsprobleme mit seinem Freund Stevie, der vom Dach springen will, was Wagner glücklicherweise verhindert kann. Als der Kurier endlich mit dem Brief eintrifft und Rita, glücklich über das für sie gute Ergebnis, den Boten zu einem Glas Wein einlädt, stellt sich heraus, dass der junge Mann Wagners Sohn ist. Die beiden hatten sich seit dem Tod von Wagners Frau aus den Augen verloren und Rita findet, dass Weihnachten ein gute Gelegenheit wäre, dass sich die beiden miteinander aussprechen. Nur mühsam gelingt dies, so wie sich Rita selber endlich mit ihrer Mutter ausspricht. Auch für Ritas Tochter Sophia gibt es ein Happyend, denn Wagners Sohn findet Gefallen an ihr und er begleitet sie mit ihrem Sohn nach Hause.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oh Tannenbaum wurde ab 5. Dezember 2006 in Berlin gedreht.[1] Produziert wurde die Komödie von AllMedia Pictures im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste.[1] Regie führte Matthias Tiefenbacher, das Drehbuch stammt von Christoph Mattner. Die Redaktion lag bei Stefan Kruppa.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tilmann P. Gangloff von Tittelbach.tv bezeichnete die Produktion als „eine gut konstruierte, lebenskluge Ensemblegeschichte“ und verglich die Handlung des Films mit Charles DickensA Christmas Carol (1843). Oh Tannenbaum erzähle „eine heitere, herzerwärmende Geschichte mit Schauspielern, denen man gern zuschaut“. Weiter heißt es: „Der von Matthias Tiefenbacher gekonnt leicht inszenierte Weihnachtsfilm lebt vom Kontrast zwischen dem Weihnachtsphobiker und seiner Umgebung. Mag sein, dass die Rolle für Halmer keine großartige Herausforderung darstellt, […] aber diesen mürrischen Sauertopf spielt er einfach perfekt“.[2]

Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oh Tannenbaum feierte seine Erstausstrahlung am 7. Dezember 2007 im Ersten.[3] Mit 17,4 Prozent Marktanteil bei insgesamt 5,14 Millionen Zuschauern avancierte der Spielfilm hinter der RTL-Quizshow Wer wird Millionär? zur zweitmeist gesehenen Produktion zur Hauptsendezeit.[3] In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen belief sich der Marktanteil auf überdurchschnittliche 10,4 Prozent.[3] Die Ausstrahlung des Spielfilms wurde seither – mitunter durch die Dritten Fernsehprogramme – jährlich wiederholt. Im Jahr 2011 schalteten zur Hauptsendezeit an Heiligabend so abermals 2,28 Millionen Zuschauer im Ersten ein.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Drehstart für den Fernsehfilm „Oh Tannenbaum“ (AT) mit Günther Maria Halmer, Jutta Speidel, Johanna Christine Gehlen u.v.a.. Presseportal. 5. Dezember 2006. Abgerufen am 19. Dezember 2016.
  2. Tilmann P. Gangloff: Günther Maria Halmer & Jutta Speidel auf Dickens Spuren: Christmas im Penthouse. Tittelbach.tv. 7. Dezember 2007. Abgerufen am 19. Dezember 2016.
  3. a b c Alexander Krei: Primetime-Check: Freitag, 7. Dezember 2007. Quotenmeter. 8. Dezember 2007. Abgerufen am 19. Dezember 2016.
  4. Timo Niemeier: Primetime-Check: Samstag, 24 Dezember 2011. Quotenmeter. 25. Dezember 2007. Abgerufen am 19. Dezember 2016.