Ohmstal

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Ohmstal
Wappen von Ohmstal
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisauw
Gemeinde: Schötzi2
Postleitzahl: 6143
Koordinaten: 638566 / 22338147.160277.947226627Koordinaten: 47° 9′ 37″ N, 7° 56′ 50″ O; CH1903: 638566 / 223381
Höhe: 627 m ü. M.
Fläche: 4,48 km²
Einwohner: 307 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 69 Einw. pro km²
Website: www.ohmstal.ch
Karte
Ohmstal (Schweiz)
Ohmstal
www
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2013

Ohmstal war bis zum 31. Dezember 2012 eine Einwohnergemeinde im Amt Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz. Am 1. Januar 2013 fusionierte sie mit der Gemeinde Schötz.

Geographie[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde liegt zum grossen Teil im Hügelgebiet des unteren Lutherntals, teilweise auch in dessen Talboden, und liegt westlich von Schötz. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Ohmstal und Niederwil (535 m. ü. M.) im Talboden, durch den die Luthern fliesst. Niederwil liegt zwischen dem Buttenberg (616 m. ü. M.) im Osten, der Niederwilhöhe (714 m. ü. M.) im Westen und dem Kirchberg (598 m. ü. M.) im Norden. Früher bestand der Rest der ehemaligen Gemeinde aus kleinen Weilern und Gehöften. Durch das Zusammenwachsen der Weiler Grosslörzgen, Untere Bachmatt und Bachmatt entstand nun ein eigentliches Dorf Ohmstal. Nur im Westen der ehemaligen Gemeinde gibt es grössere Waldstücke, so dass nur 26,6 % der ehemaligen Gemeindefläche von Wald bedeckt ist. Die Ebene bei Niederwil und Rodungen im Hügelgebiet bieten Bauern Anbaugelegenheiten. So sind 67,9 % des ehemaligen Gemeindeareals landwirtschaftliches Nutzgebiet. Weitere 4,9 % sind Siedlungsfläche.

Ohmstal grenzte an Ebersecken, Gettnau, Grossdietwil, Schötz und Zell LU.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 416
1870 345
1880 388
1900 283
1941 326
1980 257
1990 287
2000 317
2004 317

Die Bevölkerung sank zwischen 1850 und 1900 massiv (1850–1900: -32,0 %). Dies als Folge der Abwanderung von den Landgemeinden in die Industriezentren. Eine Ausnahme machen nur die 1870er Jahre, als die Einwohnerzahl (kurzfristig) anstieg. Mit Ausnahme der Jahre 1941 und 1980 pendelte die Bevölkerung dann bis 1990 stets zwischen 280 und 297 Personen. Das Jahr 1980 bildete den Tiefststand in der Einwohnerzahl. In den 1990er Jahren gabs ein kleines Wachstum (1990–2000: +10,5 %). Seither stagniert die Einwohnerschaft wieder.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 98,74 % Deutsch, 0,95 % Portugiesisch und 0,32 % Französisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung wie folgt aus. Es gibt 78,55 % römisch-katholische und 14,51 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 6,31 % Konfessionslose.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Von den 324 Einwohnern Ende 2006 waren 306 Schweizer und 18 (= 5,6 %) Ausländer. Anlässlich der letzten Volkszählung waren 94,32 % (einschliesslich Doppelbürger 95,58 %) Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Ausländer kommen aus Deutschland, Italien, Portugal und Österreich.

Verkehr[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde ist eine der wenigen Orte im Kanton Luzern, welche nicht an das Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen sind.

Der Ortsteil Niederwil liegt an der Strasse Schötz – Gettnau. Der Rest der ehemaligen Gemeinde an einer Strasse von Schötz Richtung Fischbach/Zell. Der nächste Autobahnanschluss ist Dagmersellen an der A 2 in 8 km Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Niederwil war vermutlich schon früh besiedelt. Dies lässt sich zumindest auf Grund eines gefundenen Steinbeils aus prähistorischer Zeit vermuten. Omistal wurde erstmals in der Acta Murensia des Klosters Muri im Jahr 1160 erwähnt. Der Ort gehörte zur Herrschaft Kasteln, die ein Teil des von den Habsburgern regierten Amtes Willisau war. Nachdem die Habsburger die Schlacht bei Sempach verloren hatten, drängte es die Stadt Luzern nach Ausweitung ihres Herrschaftsbereichs. Im Jahr 1407 kaufte sie das Amt Willisau, in dem auch Ohmstal lag. Bis 1798 gehörte die Gemeinde nun zur Landvogtei Willisau. Danach bis 1803 zum Distrikt Willisau und seither zum neu geschaffenen Amt Willisau. Bis 1819 waren Ohmstal und Niederwil zwei selbständige Gemeinden, die wegen ihrer unbedeutenden Grösse zusammengelegt wurden.

Am 11. März 2012 haben die Stimmberechtigten von Ohmstal mit 90% Ja-Stimmen einer Fusion mit der Nachbargemeinde Schötz zugestimmt (Ja-Stimmen Anteil in Schötz: 80%). Diese trat per 1. Januar 2013 in Kraft.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ohmstal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]