Oinotria

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Südkalabrien, eventuelles Herrschaftsgebiet

Oinotria (griechisch Οινότρια) war ein Königreich im südlichen Teil Kalabriens und bestand um 600 - 350 v. Chr.[1]

Es wurde nach Oenotrus benannt, welcher der Legende nach der jüngste, der 50 Söhne des Lycaon war.[2] Als Griechen aus den Arkadien in Peloponnes nach Kalabrien auswanderten, trieben sie die Elymier nach Sizilien und die Oenotrier ins Landesinnere zurück.[3][4] Oinotrias bedeutendster König war Italos, der Namensgeber Italiens.[5] Oinotria, welches später Teil des Römischen Reiches wurde, war durch die Einwirkungen Italos’ geprägt.[6]

Der Name Oinotria leitet sich vermutlich von dem griechischen Wort "οἶνος" (oinos) (übersetzt: Wein) ab, da das Gebiet der Oenotrier durch eine Vielzahl von Weinbergen besiedelt war.[7]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aristoteles: Politik. 1329b.
  2. Pausanias: Description of Greece, Arcadia. Nr. 8.3.5.
  3. Dionysius von Halicarnassus: Roman Antiquities. Nr. 1, S. 11–13.
  4. Virgil (2006): The Aeneid. ISBN 978-0-14-310513-8.
  5. Eustathios von Thessalonike: Dionysios Periegetes. Nr. 78.
  6. Aristoteles: Politik. 1329b.
  7. Henry George Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon.