Ok (Vulkan)

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Ok (Vulkan)
Schildvulkan Ok gesehen vom Reykholtsdalur (rechts im Hintergrund)

Schildvulkan Ok gesehen vom Reykholtsdalur (rechts im Hintergrund)

Höhe 1198 m
Lage Island
Koordinaten 64° 35′ 52″ N, 20° 52′ 50″ WKoordinaten: 64° 35′ 52″ N, 20° 52′ 50″ W
Ok (Vulkan) (Island)
Ok (Vulkan)
Typ Schildvulkan
Alter des Gesteins ca. 110.000 Jahre

Der Ok (isl. ok = Joch) ist ein Schildvulkan in Island. Er befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Borgarbyggð. Seine Höhe beträgt 1198 m.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erloschene Vulkan liegt zwischen dem Reykholtsdalur, das er um ca. 800 m überragt, und der Kaldidalur-Hochlandpiste im Westen der Insel.

Gegenüber, an der östlichen Seite des Kaldidalur, befinden sich die Gletscher Þórisjökull und der zweitgrößte isländische Gletscher Langjökull.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ok ist ein Schildvulkan, der hauptsächlich aus Olivinbasalt besteht und ca. 130.000 bis 110.000 Jahre alt ist, d. h., er entstand in einer der Warmzeiten der Eiszeit. Der Berg ist einer der größten seiner Art, wurde jedoch im Gegensatz etwa zum Skjaldbreiður von den Gletschern der Eiszeit auch erodiert, was z. B. die schroffen Felsen auf seiner Westseite erklärt.[1]

Ein großer Hauptkrater ziert den Gipfel des Schildvulkans.

Gletschermoränen in der Umgebung zeugen von kälteren Epochen. Seit spätestens 2014 gilt der kleine Gletscher auf dem Gipfel des Ok nicht mehr als Gletscher, da die Masse an Eis zu gering ist, um noch fließen zu können, was Voraussetzung für die Titulierung als Gletscher ist.[2] Die Eiskappe ist inzwischen fast verschwunden[1] und teils durch Firnschnee, teils durch einen kleinen See im Hauptkrater ersetzt worden.[3] [4]

Wandern auf den Ok[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meistens steigt man vom großen Steinmännchen Beinakerling an der höchsten Stelle der Kaldidalur-Piste auf.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ari Trausti Guðmundsson, Pétur Þorleifsson: Íslensk fjöll. Gönguleiðir á 151 tind. Reykjavík 2004, S. 214f.
  2. Oddur Sigurðsson: Af hverju er Ok ekki lengur jökull? Hver er þá minnsti jökull landsins núna? In: Vísindavefurinn. Háskóli Íslands, 22. Oktober 2014, abgerufen am 7. April 2018 (isländisch).
  3. vgl. Eldey [1] Zugriff: 17. April 2011
  4. vgl. z. B. Wanderverein Útivist [2] (isländisch), Zugriff: 17. April 2011