Olaf Kühnemann

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Olaf Kühnemann

Olaf Kühnemann (geboren am 24. November 1972 in Basel) ist ein israelisch-deutscher Maler. Kühnemann lebt und arbeitet in Berlin und Tel Aviv.

Leben und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Kühnemann wurde 1972 als Sohn deutscher Eltern geboren. Bis zu seinem vierten Lebensjahr wuchs er in Arlesheim in einer Familie auf, die stark von der Anthroposophie geprägt war, auf der auch Glaube und berufliche Tätigkeit seiner Eltern basierten. Aufgrund der Scheidung seiner Eltern und der zweiten Ehe seiner Mutter mit dem israelischen Professor Shimon Levi zog die Familie 1977 nach Montreal und 1980 nach Herzliya.

In Herzliya lernte Kühnemann seinen ersten Kunstlehrer, den Bildhauer Zvi Lachman, kennen. Während seiner Kindheit und Jugend studierte er Malerei bei Lachman und wurde Lehrling in seinem Atelier. Von 1987 bis 1988 studierte Kühnemann an der anthroposophischen Hochschule Michael Hall in East Sussex, England, worauf er nach Israel zurückkehrte. Mit 18 Jahren zog er nach New York. Dort nahm er zunächst privaten Kunstunterricht beim Maler David Paulson, danach wechselte er zur New Studio School of Drawing, Painting und Sculpture (1990-1992), wo er u. a. von Rosemarie Beck, Ruth Miller und Bruce Gagnier unterrichtet wurde. Nach seinem Abschluss begann Kühnemann einen Master-Studiengang an der Parson School of Design (1992–1994), wo er seinen Master of Fine Arts u. a. bei Glen Goldberg, Bruce Gagnier und Esteban Vicente ablegte.

1994 kehrte er nach Israel zurück und trat in die Givon Art Gallery als Assistent ein. Während der folgenden acht Jahre arbeitete er mit israelischen Künstlern wie Moshe Gershuni, Micha Ullmann, Yair Garbuz, Uri Katzenstein, Raffi Lavie und anderen.

Kühnemann ist mit Tal Alon verheiratet, der Gründerin und Herausgeberin des Spitz Magazine, des ersten hebräischsprachigen Magazins in Deutschland seit dem Holocaust. Er hat zwei Söhne.

2000–2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühnemann's Arbeiten zwischen 2000 und 2009 beruhten auf der Auseinandersetzung mit Familienfotografien aus verschiedenen Phasen seines eigenen Lebens und des Lebens seiner Familie (Deutschland, Schweiz, Kanada, Israel, Niederlande, USA).

2009-2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Absicht, seine künstlerischen und beruflichen Grenzen zu erweitern, zog Kühnemann nach Berlin. Die neue Umgebung und die kulturellen Kontexte drückten sich in einer intensiven Suche und zahlreichen Experimenten in seinem Atelier aus. In diesen Jahren benutzte er als Bezugspunkt immer noch Familienfotografien, hielt aber ebenso Ausschau nach einer neuen, abstrakteren Bildsprache, die nicht auf einem von außen diktierten Narrativ beruhte. In Arbeiten aus dieser Zeit stellen Fotografien nur einen konzeptuellen Bezugspunkt dar, der sich in Abstraktion auflöst.

2014–2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Phase löste er sich vollständig von Fotos und äußeren Bildern und versuchte bewusst, ohne die Schaffung von Narrativen oder Motiven zu malen, deren Bezug wiedererkennbar wäre. Kühnemann fuhr mit der Entwicklung von Ideen im Umfeld von Abstraktion und freier Assoziation fort, während er mit der Schaffung eines Arbeitsraums aus Papier experimentierte, in dem sein direkter und indirekter Arbeitsprozess sich akkumulieren konnte: Zeitungen, die zum Abdecken des Bodens dienten, wurden Kunstwerke, ebenso Fahrradteile, Hautschalen von Früchten, Hintergrundmusik. An diesem Punkt beschloss Kühnemann die Nebenprodukte seiner Arbeit zu sammeln, statt sie künstlerisch zu veräußern.

2015 erhielt er ein Aufenthaltsstipendium des Künstlerhauses Bethanien in Berlin[1].

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Painting and Drawing, Zvi Lachman’s Private Workshop, Herzliya, Israel
  • 1999: Golem, Start Art Gallery, Tel Aviv, Israel
  • 2005: Family Papers (It’s Me: Auto/biography), Herzliya Museum of Contemporary Art, Israel
  • 2007: Homescapes, The Heder Gallery, Tel Aviv, Israel
  • 2007: Hornby Island, Tel Aviv Artists’ Studios, Israel
  • 2008: Family, Tree, Gallery 39 for Contemporary Art, Tel Aviv, Israel
  • 2009: M.D.F Woods, Art+ Hotel, Tel Aviv, Israel Permanent Installation
  • 2009: Schichten/Layers, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld
  • 2010: Outside-in, Pavillon am Milchhof, Berlin, (in Zusammenarbeit mitschir – art concepts).
  • 2011-2012: Balancing Acts, Alon Segev Gallery, Tel Aviv, Israel
  • 2012: Painting Installation, Zusammenarbeit zwischen Eva & Bernard fashion label and Alexander Ochs Galleries Berlin|Beijing at Mercedes-Benz Berlin fashion week
  • 2012: Disposition, Upstairs Gallery, Meyerbohlenoldenburg, Oldenburg
  • 2014: Turpentine Dreams, Feinberg Projects, Tel Aviv, Israel
  • 2015: Heartworn Highways, CIRCLE1, Berlin
  • 2015: HERE, Duo exhibition, Galerie Franzkowiak, Berlin
  • 2015: Paintings, A4 and some things | וכמה דברים A4, ציורים | Malerei, A4 und ein paar Dinge, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  • 2017: Small, Das Kleine Format, Upstairs Gallery, Oldenburg

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992/93: Two Awards of Excellence for Painting, National Arts Club, Manhattan NY, USA
  • 1994: Scholarship for Arts, Parsons School of Design, Manhattan NY, USA
  • 2008: Isracard Award, Tel Aviv Museum of Art, Israel
  • 2014: Jurors’ Pick, 100 Painters of Tomorrow, Thames & Hudson[2]

Lehrtätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003-2009: HaMidrasha Faculty of the Arts, Kfar-Sava, Israel
  • 2005-2007: Hatachana, Tel Aviv, Israel.
  • 2007-2009: Avni institute of Art and Design, Tel Aviv, Israel

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tel Aviv Museum of Art, Bank Hapoalim Sammlung, ORS Doron Sabag Sammlung, Igal Ahuvi Sammlung, Givon Gallery Sammlung, Anette Bollag-Rothschild Sammlung, Judith Yovel Recanati Sammlung, Ifat Gurion Sammlung and various private Sammlungs in Israel, Germany, Switzerland, USA and Tonga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KB | Olaf Kühnemann. Abgerufen am 7. Juni 2018 (deutsch).
  2. Olaf Kühnemann. Abgerufen am 7. Juni 2018.