Olaf Scholz

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Olaf Scholz, 2016 Unterschrift von Olaf Scholz

Olaf Scholz (* 14. Juni 1958 in Osnabrück) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit dem 14. März 2018 ist er Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler im Kabinett Merkel IV.

Er war von 2007 bis 2009 Bundesminister für Arbeit und Soziales sowie vom 7. März 2011 bis zum 13. März 2018 Erster Bürgermeister von Hamburg. Seit 2009 ist Scholz einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD und war mehrfach Landesvorsitzender der SPD Hamburg. Er war vom 13. Februar 2018 bis zum 22. April 2018 kommissarischer Bundesvorsitzender der SPD.[1]

Herkunft, beruflicher Werdegang und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie, Studium und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Scholz wuchs als ältestes von drei Kindern in Hamburg-Rahlstedt[2] auf. Seine Eltern waren in der Textilbranche tätig. Sein Bruder Jens Scholz (* 7. September 1959 in Osnabrück) ist Anästhesiologe und seit 2009 Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,[3][4] der jüngste Bruder Ingo Scholz ist Geschäftsführer eines IT-Unternehmens in Hamburg.[5] Die Grundschule besuchte Olaf Scholz in Hamburg-Großlohe. Nach dem Abitur 1977 am Gymnasium Heegen in Hamburg-Rahlstedt und Zivildienst absolvierte Scholz an der Universität Hamburg ein Studium der Rechtswissenschaft im Rahmen der einstufigen Juristenausbildung, das er 1985 abschloss. Seit 1985 ist er als Rechtsanwalt zugelassen. Scholz ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Anwaltskanzlei Zimmermann, Scholz und Partner in Hamburg. Von 1990 bis 1998 war er zudem Syndikus des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Scholz ist seit 1998 mit der SPD-Politikerin Britta Ernst verheiratet[6] und lebt in Hamburg-Altona-Altstadt.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist Mitglied der Hamburger Initiative Mehr Zeit für Kinder. Von November 2006 an war Scholz Schirmherr des Projekts Bildung gegen Kriminalität – eine gewaltpräventive und schulfördernde Maßnahme in einem sozial schwachen Stadtteil Hamburgs. Das Projekt entstand 2005 aus einer studentischen Bildungsbewegung in dem Viertel, das Olaf Scholz als Schirmherr unterstützte.

SPD-Politiker seit 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Scholz auf dem Juso-Bundeskongress 1984

Jungsozialist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz trat 1975, als Gymnasiast, in die SPD ein, wo er sich bei den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, engagierte. Von 1982 bis 1988 war er stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender. Von 1987 bis 1989 war er außerdem Vizepräsident der International Union of Socialist Youth. In seiner Juso-Zeit unterstützte er den Freudenberger Kreis (den Stamokap-Flügel der Juso-Hochschulgruppen) sowie die Zeitschrift spw und warb in Artikeln für „die Überwindung der kapitalistischen Ökonomie“.[7]

Führungsämter in der SPD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreis- und Landesvorsitzender in Hamburg (1994 bis 2004 / 2009 bis 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz war von 1994 bis 2000 Vorsitzender des SPD-Bezirks Hamburg-Altona und von 2000 bis 2004 Landesvorsitzender der SPD Hamburg. Vom 6. November 2009 bis März 2018 bekleidete er letzteres Amt erneut.[8] Der Landesverband Hamburg bestätigte Scholz in seinem Amt 2012 mit 94,2 %, 2014 mit 94,8 % und 2016 mit 97,4 % der Stimmen.[9]

Bundesvorstand (seit 2001) und Generalsekretär (2002 bis 2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 gehört er in verschiedenen Funktionen dem SPD-Bundesvorstand an.

Vom 20. Oktober 2002 bis 21. März 2004 (damals regierte die rot-grüne Regierung Schröder II) war Scholz Generalsekretär der SPD. Auf dem Parteitag 2002 noch mit 91,3 Prozent der Stimmen gewählt, erhielt er bei seiner Wiederwahl 2003 lediglich 52,6 Prozent.[10] Nach dem Rücktritt Gerhard Schröders als SPD-Vorsitzender trat Scholz ebenfalls zurück.

Stellvertretender Bundesvorsitzender (seit 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz als SPD-Vize (2010)

Im November 2009, kurz nach der Bundestagswahl 2009, wählte ihn der SPD-Bundesparteitag zu einem von fünf stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Am 15. November 2013 wurde er in Leipzig mit 67,3 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[11] Die erneute Wiederwahl auf dem Bundesparteitag am 11. Dezember 2015 erfolgte mit 80,2 Prozent der Delegiertenstimmen.[12] Nach der Bundestagswahl 2017 meldete er sich verstärkt zu Wort, errang auf dem Bundesparteitag am 7. Dezember 2017 bei der Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden mit 59,2 % jedoch das schlechteste Ergebnis von allen nunmehr sechs Stellvertretern.[13]

Kommissarischer Parteivorsitzender (2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Rücktritt von Martin Schulz übernahm Scholz am 13. Februar 2018 auf Beschluss des Parteipräsidiums als dienstältester stellvertretender Parteichef kommissarisch den SPD-Parteivorsitz. Gleichzeitig wurde Fraktionschefin Andrea Nahles vom Präsidium als reguläre Nachfolgerin nominiert. Gegen ihre sofortige Berufung zur kommissarischen Parteichefin hatte es rechtliche und politische Einwände gegeben.[14] Der kommissarische Vorsitz endete mit Nahles' Wahl zur Parteivorsitzenden am 22. April 2018.

Potenzieller SPD-Kanzlerkandidat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verstärkt seit November 2016 wurde Scholz mehrfach, neben Sigmar Gabriel und Martin Schulz, als potentieller SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2017 erwähnt. [15][16][17] Auch für die Bundestagswahl 2021 gilt Scholz neben Andrea Nahles als möglicher Spitzenkandidat seiner Partei.

Mitglied des Bundestages[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz war von 1998 bis 2001 und von 2002 bis zum 10. März 2011 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im Untersuchungsausschuss zur Visa-Affäre war er Obmann der SPD-Fraktion.

Am 13. Oktober 2005 wurde er zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Er übte dieses Amt bis zu seiner Ernennung zum Bundesminister für Arbeit und Soziales am 21. November 2007 aus. Sein Nachfolger war Thomas Oppermann. Außerdem war Scholz bis zu seinem Eintritt in die Bundesregierung Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages, das die Arbeit der Geheimdienste überwacht.[18]

Im Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona jeweils direkt gewählt, erreichte Scholz bei der Bundestagswahl 2005 45,9 Prozent der Erststimmen, bei der Bundestagswahl 2009 36,1 Prozent.

Am 22. Oktober 2009 wählte ihn die SPD-Bundestagsfraktion zu einem ihrer neun stellvertretenden Vorsitzenden. Scholz legte dieses Amt zusammen mit dem Bundestagsmandat am 10. März 2011 nieder, nachdem er drei Tage zuvor zum Ersten Bürgermeister Hamburgs gewählt worden war.[19]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamburger Innensenator (2001)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Mai 2001 wurde Scholz Nachfolger des zurückgetretenen Innensenators Hartmuth Wrocklage in dem vom Ersten Bürgermeister Ortwin Runde geführten Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (Senat Runde). Seine Amtszeit endete nach der Bürgerschaftswahl vom 23. September 2001 mit der Wahl Ole von Beusts (CDU) zum Ersten Bürgermeister am 31. Oktober 2001.

Bundesminister für Arbeit und Soziales (2007 bis 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Rückzug Franz Münteferings aus dem Bundeskabinett (Kabinett Merkel I) war Scholz ab 21. November 2007 Bundesminister für Arbeit und Soziales, bis nach der Bundestagswahl 2009 am 28. Oktober 2009 eine Bundesregierung ohne Beteiligung der SPD (Kabinett Merkel II) berufen wurde.

Erster Bürgermeister von Hamburg (2011 bis 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Scholz als neu gewählter Erster Bürgermeister im Plenarsaal der Hamburgischen Bürgerschaft (März 2011)

Bürgerschaftswahl 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spitzenkandidat der SPD ging Scholz in die vorgezogene Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011, die nach dem Bruch der Schwarz-grünen Koalition im November notwendig geworden war. Bei der Wahl erhielt die SPD mit 62 Abgeordneten von 121 die absolute Mehrheit. Bei der konstituierenden Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft am 7. März 2011 wurde Scholz mit 62 der 118 abgegebenen Stimmen zum Ersten Bürgermeister gewählt (Senat Scholz I), obwohl der SPD-Abgeordnete Frank Wiesner fehlte. Es muss also mindestens ein Abgeordneter der Opposition für Scholz gestimmt haben.[20]

Als Erster Bürgermeister Hamburgs war Scholz Mitglied in Hauptausschuss und Präsidium des Deutschen Städtetags.[21] Sein Bürgerschaftsmandat, das er erstmals bei der Bürgerschaftswahl 2011 errungen hatte, ruhte seit seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister, da die Hamburgische Verfassung die Trennung von Abgeordnetenmandat und Regierungsamt vorschreibt.

Bürgerschaftswahl 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 verlor die SPD ihre absolute Mehrheit. Eine Regierungs-Koalition mit den Grünen verhalf Scholz zur Wiederwahl als Erster Bürgermeister. Im März 2018 trat er zurück, um als Finanzminister in die neu gebildete Bundesregierung einzutreten. Sein Nachfolger im Amt des Ersten Bürgermeisters wurde Peter Tschentscher (SPD).

Bundesminister der Finanzen (seit 2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages (2018)

Mit Bildung einer Koalition von CDU, CSU und SPD auf Bundesebene (Kabinett Merkel IV) wurde Olaf Scholz am 14. März 2018 zum Bundesminister der Finanzen und Stellvertreter der Bundeskanzlerin berufen. Er hatte zuvor für die SPD den Koalitionsvertrag mitverhandelt und im Mitgliedervotum als kommissarischer Parteichef erfolgreich um die Zustimmung der SPD-Basis zur Großen Koalition (GroKo) geworben.

Positionen, Kontroversen und Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundorientierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Scholz gilt grundsätzlich als dem politisch eher konservativen Flügel der SPD zugehörig.[22][23] Als Jungsozialist vertrat er dagegen linke Positionen. Zudem verbindet ihn mit der SPD-Linken Andrea Nahles eine enge Zusammenarbeit.

Brechmitteleinsatz in der Innenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz führte im Juli 2001 als Hamburger Innensenator die zwangsweise Verabreichung von Brechmitteln zur Beweissicherung bei Drogendealern ein. Die Senatoren des damaligen Koalitionspartners GAL trugen diese Maßnahme mit; ein Teil der GAL lehnte sie ab und äußerte, er sei einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeitssphäre und körperliche Unversehrtheit.[24] Die Ärztekammer Hamburg wandte sich im Oktober 2001 und April 2004 gegen die zwangsweise Verabreichung von Brechmitteln, da es durch die Gegenwehr des Betroffenen zu einer erheblichen gesundheitlichen Gefährdung kommen könne, bejahte aber den Einsatz von Brechmitteln grundsätzlich.[25][26]

Scholz hielt auch nach dem Todesfall Achidi John im Dezember 2001 an der Richtigkeit seiner Entscheidung fest.[27] Der spätere Hamburger Justizsenator Roger Kusch sagte 2002, die Einführung des Brechmitteleinsatzes zwei Monate vor der Bürgerschaftswahl im September 2001 sei eine Kehrtwende um 180 Grad gewesen; dies habe „einen Geruch vom Unseriösen“ gehabt.[28] Als Parteichef der SPD Hamburg verankerte Scholz schließlich im Oktober 2003 den Brechmitteleinsatz als „sozialdemokratische Innenpolitik“ im Sofortprogramm zur vorgezogenen Bürgerschaftswahl 2004 unter dem Spitzenkandidaten Thomas Mirow.[29] Im Juli 2006 verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte den deutschen Brechmitteleinsatz als menschenrechtswidrig.[30]

Agenda-Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz als SPD-Generalsekretär bei einer Rede zur Agenda 2010 in Bonn (2003)

Während der Kanzlerschaft Gerhard Schröders (1998 bis 2005) setzte er sich für dessen Reformpolitik ein und wurde dem Kreis der „Schröderianer“ zugerechnet. Er galt zudem als Pragmatiker[31] und half etwa als Arbeitsminister in der großen Koalition 2005–2009 maßgeblich mit, die Rente mit 67 durchzusetzen.[32] Vor der Bundestagswahl 2009 nannte er die programmatischen Unterschiede zwischen SPD und Die Linke „größer als zu allen anderen Parteien“.[33]

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb 2002: „Scholz machte die steilste Karriere, die in den achtziger Jahren für einen Stamokap möglich war“.[34] „Er war ein Apparatschik, der wie versteinert zuhörte und uns dann in langatmigen Reden die wahre Lehre eintrichtern wollte – ohne ein Lächeln!“, zitierte die FAS einen Weggefährten. Inzwischen könne „Scholz lachen, besonders über den ,fachlichen und sachlichen Schwachsinn‘ seiner damaligen Thesen.“ Als Scholz 1998 direkt in den Bundestag gewählt wurde, habe er gezielt alte Feinde aus Juso-Tagen um parlamentarischen Rat gefragt. Diese seien angenehm verblüfft gewesen über seine Verwandlung.

Kinderbetreuung und Familienbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2002, wenige Wochen nach seiner Wahl zum SPD-Generalsekretär, löste er mit der Aussage, die SPD müsse durch entsprechende Kinder- und Familienpolitik, insbesondere durch den Ausbau der Kindertagesbetreuung, „die Lufthoheit über die Kinderbetten erobern“, einen Eklat aus. Kardinal Karl Lehmann verurteilte als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz die Einstellung, die hinter dieser Aussage stecke, als „rücksichtslos und zynisch“ gegenüber Familien.[7][10]

Auftreten als Scholzomat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz wurde von Medien (zuerst von Jan Roß in der Zeit vom 13. März 2003) als ‚Scholzomat‘ tituliert, was auf seine automatisierte und mechanisch wirkende Wortwahl in Pressekonferenzen gemünzt war. Scholz äußerte 2013 dazu, er habe die Wortwahl als „sehr treffend“ empfunden und sich nie darüber bei Redaktionen beschwert.[35]

Gefahrengebiete in Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Jahresbeginn 2014 geriet Scholz als erster Bürgermeister in die Kritik bezüglich der durch die Hamburger Polizei ausgewiesenen Gefahrengebiete im Schanzenviertel und den Stadtteilen St. Pauli und Altona-Altstadt.[36]

Buch Hoffnungsland über Herausforderungen der Flüchtlingskrise seit 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. März 2017 erschien Scholz’ erstes Buch Hoffnungsland – eine neue deutsche Wirklichkeit über die Herausforderungen der Flüchtlingskrise in Deutschland.[37]

Kontroverse Rolle beim G20-Gipfel in Hamburg 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scholz beim Empfang der Ehepartner der Staatschefs im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg (2017)

Kontrovers wird die Rolle von Scholz im Zuge der Planung und Vorbereitung des G-20-Gipfels bewertet. So äußerte er die Sätze „Seien Sie unbesorgt: Wir können die Sicherheit garantieren.“ und „Wir richten ja auch jährlich den Hafengeburtstag aus. Es wird Leute geben, die sich am 9. Juli wundern werden, dass der Gipfel schon vorbei ist.“[38] Es kam jedoch zu Ausschreitungen und Plünderungen. Einen Rücktrittsgrund sah Scholz angesichts dieser Ereignisse noch nicht: „Bei G20-Toten wäre ich zurückgetreten“.[39] In der Diskussion über eventuelle Straftaten von Polizisten im Rahmen des G-20-Gipfels – es wurden diesbezüglich 115 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten, davon 92 wegen Körperverletzung im Amt eröffnet – sagte Scholz: „Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise.“[40] Die Hamburger Morgenpost gab Scholz u. a. wegen seiner Äußerungen zu G-20 in ihrem „Jahreszeugnis“ die Note „5+“.[41]

Kabinette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Reinhardt: XIV. Olaf Scholz. In: Max Reinhardt: Aufstieg und Krise der SPD. Flügel und Repräsentanten einer pluralistischen Volkspartei, Nomos, Baden-Baden 2011, S. 450–454, ISBN 978-3-8329-6575-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olaf Scholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Olaf Scholz – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SPD-Spitze: Nahles soll SPD-Chefin werden, Scholz kommissarisch führen. In: faz.net. Abgerufen am 13. Februar 2018.
  2. Olaf Scholz (SPD): Wer ist der Mann, der jetzt Hamburg regieren wird? In: bild.de. Abgerufen am 29. März 2017.
  3. Biographie Jens Scholz bei dgai.de (PDF; 404 kB)
  4. Mit Jens Scholz soll die Uniklinik Kiel gesunden. In: Hamburger Abendblatt, 16. April 2009
  5. Ingo Scholz bei Twitter
  6. Olaf Scholz beim Bild-Frühstück 2010 – Interview mit Norbert Vojta
  7. a b Rückkehr eines Bauernopfers. In: Der Spiegel 48/2007, 26. November 2007
  8. Veit Medick: Hamburgs SPD-Chef Scholz: Das rote Chamäleon. In: Spiegel Online. 20. Juli 2010, abgerufen am 29. Juni 2016.
  9. Scholz mit großer Mehrheit wiedergewählt. In: ndr.de. 11. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  10. a b Olaf Scholz: Der Fehlgriff. In: Stern, 6. Februar 2004
  11. Wahl der SPD-Vizevorsitzenden: Klatsche für Olaf Scholz – Denkzettel für Hannelore Kraft. In: focus.de, 15. November 2013
  12. Gabriel stand offenbar kurz vor dem Rücktritt. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 29. März 2017.
  13. Christian Teevs: SPD-Vize Olaf Scholz: Reservemann ohne Rückhalt. In: Spiegel Online. 8. Dezember 2017 (spiegel.de [abgerufen am 8. Dezember 2017]).
  14. SPD: Scholz übernimmt kommissarisch. In: Tagesschau.de. 13. Februar 2018 (tagesschau.de [abgerufen am 13. Februar 2018]).
  15. Gabriel zur Kanzlerkandidatur. Mit Schulz und Scholz. In: tagesschau.de, 21. November 2016, abgerufen am 5. Dezember 2016
  16. Gabriel, Schulz oder Scholz? SPD könnte Kandidaten halten per Urwahl küren. In: focus.de, 28. November 2016, abgerufen am 5. Dezember 2016
  17. Kanzlerkandidatur von SPD-Chef?Gabriel hält Urwahl für unnötig. In: n-tv.de, 10. Januar 2017, abgerufen am 10. Januar 2017
  18. Deutscher Bundestag: Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums. Archivversion.
  19. Scholz legt Bundestagsmandat nieder (Memento vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive). In: NDR.de, 10. März 2011.
  20. Scholz ist Hamburgs neuer Bürgermeister. In: NDR, abgerufen am 7. März 2011
  21. Städtetag aktuell 5/2013, S. 14
  22. Stefan Reinecke und Ulrich Schulte: Die zweite erste Reihe. In: Die Tageszeitung, 23./24. Juli 2016.
  23. Matthias Iken: Ist Olaf Scholz auf dem Gipfel der Macht? In: abendblatt.de. Abgerufen am 24. Juli 2016.
  24. Oliver Schirg: Brechmittel: GAL-Basis gegen eigene Senatoren. In: welt.de, 12. Juli 2001, abgerufen am 12. Juli 2017
  25. Hamburger Ärzte gegen gewaltsame Verabreichung von Brechmitteln. (Memento vom 19. November 2010 im Internet Archive) In: aerztekammer-hamburg.de, 30. Oktober 2001
  26. Beschluss der Ärztekammer Hamburg. (Memento vom 19. November 2010 im Internet Archive) In: aerztekammer-hamburg.de, 23. April 2004
  27. Olaf Scholz hält Brechmitteleinsatz für richtig und bedauert den Vorfall. In: olafscholz.de, 24. Juni 2002
  28. Wolf von Hirschheydt: Ist Henning Scherf der CDU näher als der SPD? In: Die Welt. 8. April 2002, abgerufen am 31. Mai 2016.
  29. Brechmitteleinsatz im Sofortprogramm der Hamburger SPD. In: olafscholz.de, 25. Oktober 2003
  30. Deutscher Brechmitteleinsatz menschenrechtswidrig: Begründungsgang und Konsequenzen der Grundsatzentscheidung des EGMR im Fall Jalloh. In: olafscholz.de, Juli 2006
  31. FAZ.net 25. September 2002: Olaf Scholz: Schröders neuer General (Porträt)
  32. Susanne Höll / Sueddeutsche.de 28. Februar 2011: SPD im Aufwind – Frühlingsgefühle bei den Sozialdemokraten.
  33. Berlin: SPD-Linke grenzt sich von Linkspartei ab. In: Frankfurter Rundschau. 29. März 2009 (fr.de [abgerufen am 26. März 2018]).
  34. Der Machtwerker. In: FAS, 6. Oktober 2002, Seite 10
  35. Olaf Scholz: Ich war der „Scholzomat“. In: Zeit 26/2013
  36. Heribert Prantl: Bürgerrechte – Warum die SPD von der SPD lernen muss. In: Sueddeutsche.de. 6. Januar 2014.
  37. www.hoffmann-und-campe.de
  38. https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/afxline/topthemen/hintergruende/article166427055/Fruehere-Zitate-zur-Sicherheit-des-G20-Gipfels.html
  39. [1], NDR vom 10. November 2017
  40. http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Scholz-Polizeigewalt-hat-es-nicht-gegeben,scholz1300.html
  41. https://www.mopo.de/hamburg/politik/jahreszeugnis-fuer-den-senat-einer-kriegt-die-note-5-29400044