Olaf Zimmermann

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Olaf Zimmermann (2015)

Olaf Zimmermann (* 21. Februar 1961 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher Publizist, ehemaliger Kunsthändler und seit März 1997 der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch einer Berufsfachschule und anschließender Fachoberschule absolvierte Zimmermann ein Volontariat zum Kunsthändler. Er war Geschäftsführer mehrerer Galerien in Folge. Im Jahr 1987 machte er sich mit einer eigenen Galerie für zeitgenössische Kunst selbstständig. Die Galerie unterhielt Standorte in Köln und Mönchengladbach.

Ab 1991 kam zusätzlich ein Journalisten- und Beratungsbüro in Mönchengladbach hinzu. Als Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates e. V. arbeitet Zimmermann seit März 1997. In dieser Funktion ist er zusammen mit Theo Geißler Herausgeber der Zeitschrift des Deutschen Kulturrates Politik & Kultur, die über Abonnements und im freien Kiosk-Verkauf vertrieben wird.[1]

Ehrenamtlich ist der Publizist Vorstandsmitglied des Kulturforums der Sozialdemokratie mit den Themenschwerpunkten Zusammenhang Kunst, Kultur und gesellschaftliche Entwicklung, Kulturentwicklung, zeitgenössische Kunst sowie Kultur in Ostdeutschland.[2] Zimmermann war ehrenamtlicher Moderator des Kulturkonvents Sachsen-Anhalt, der am 19. Oktober 2011 eröffnet wurde und am 28. Februar 2013 mit Empfehlungen geschlossen wurde. 2013 wurde Zimmermann in den Stiftungsbeirat der Kulturstiftung des Bundes berufen.[3] Ferner ist Zimmermann Mitglied des Beirates des Erich Pommer Instituts. 2015 wurde Zimmermann als neues Mitglied der Synode, des Kirchenparlaments der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) berufen.[4]

In drei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden war Zimmermann für Sachverständigen-Kommissionen des Deutschen Bundestags tätig. Von 1998 bis 2002 war er Leiter der Arbeitsgruppe Kunst und Kultur des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eingerichteten Forum Informationsgesellschaft und Mitglied der Enquete-Kommission Zukunft der Bürgerschaftlichen Engagements. In der 15. Legislaturperiode von 2002 bis 2005 war er Mitglied der Enquete-Kommission Kultur in Deutschland des Deutschen Bundestags. Diese Arbeit setzte sich in die folgende Legislaturperiode bis zu deren Abschlussbericht im Jahr 2007 fort.[5]

2015 wurde Zimmermann in die Hauptjury des Computerspielpreises 2015 (DCP) berufen.

An der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar übernahm er einen Lehrauftrag zu Kulturpolitik in der Praxis.[6]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Labyrinth der Künstlerförderung, 1992.
  • Der Ausstellungsbetrieb, 1993.
  • Medienarbeit und Marketing für Künstler, 1995 (zweite Auflage. 1999)
  • Kultur-Fundraisingmarkt der Zukunft 1995.
  • mit Gabriele Schulz: Kulturpolitik für das 21. Jahrhundert – Anforderungen an die Informationsgesellschaft. 1999.
  • mit Gabriele Schulz: Weiterbildung in künstlerischen und kulturellen Berufen. 1999.
  • Urheberrecht – Eine kurze und leicht verständliche Einführung in das Urheberrecht für bildende Künstlerinnen und Künstler, 1999.
  • mit Gabriele Schulz: Künstlersozialversicherung – Kulturpolitik Hintergrundinformation Band 1. 2000.
  • Traumberuf Künstler, 2002 (mit Gabriele Schulz)
  • mit Gabriele Schulz: Zukunft Kulturwirtschaft. 2009.
  • mit Gabriele Schulz: Der WDR als Kulturakteur – Anspruch • Erwartung • Wirklichkeit. 2009.
  • Kulturpolitik auf den Punkt gebracht: Kommentare und Begriffe von Olaf Zimmermann (Aus Politik & Kultur Band 12), AZ Druck, Berlin 2014, ISBN 978-3-934868-32-8, ISSN 1865-2689.
Herausgeberschaft
  • mit Gabriele Schulz: Kulturelle Bildung in der Wissensgesellschaft – Zukunft der Kulturberufe. 2002.
  • mit Gabriele Schulz: Im Labyrinth der Kulturzuständigkeiten: Ein Handbuch. 2005.
  • mit Gabriele Schulz: Kulturelle Bildung in der Bildungsreformdiskussion. Konzeption Kulturelle Bildung. 2005.
  • mit Theo Geißler: Streitfall Computerspiele: Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz, 2007 (2. erweiterte Auflage 2009).
  • mit Theo Geißler: Die Kirchen, die unbekannte kulturpolitische Macht. 2007.
  • mit Gabriele Schulz: Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Entwurf eines III. Gesetzes zur Änderung des Künstlersozialversicherungsgesetzes Hintergründe und aktuelle Anforderungen, 2007.
  • mit Theo Geißler: Kulturpolitik der Parteien: Visionen, Programmatik, Geschichte, Differenzen. 2008.
  • mit Theo Geißler: Digitalisierung: Kunst und Kultur 2.0. 2010.
  • mit Theo Geißler:Künstlerleben: Zwischen Hype und Havarie, 2010.
  • mit Theo Geißler: Kulturlandschaft Deutschland: Die Provinz lebt. 2010.
  • mit Theo Geißler: Kulturelle Vielfalt erleben: Chancen und Herausforderungen interkultureller Bildung (Aus Politik & Kultur Nr. 8). Deutscher Kulturrat, Berlin 2012, ISBN 978-3-934868-27-4.
  • mit Theo Geißler: Arbeitsmarkt Kultur: Vom Nischenmarkt zur Boombranche (Aus Politik & Kultur Nr. 9). Deutscher Kulturrat, Berlin 2012, ISBN 978-3-934868-28-1.
  • mit Theo Geißler: Disputationen I. Reflexionen zum Reformationsjubiläum 2017 (Aus Politik & Kultur Nr. 10). Deutscher Kulturrat, Berlin 2013, ISBN 978-3-934868-29-8; erweiterte und aktualisierte 2. Auflage 2015.7
  • mit Wolfgang Börnsen, Eberhard Junkersdorf: Roter Teppich für die Kultur. Wortmeldungen zur Kulturpolitik (Festschrift aus Anlass des 70. Geburtstages von Bernd Neumann), Be.bra Verlag, Berlin 2012.
  • mit Gabriele Schulz, Rainer Hufnagel: Arbeitsmarkt Kultur. Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Kulturberufen. Deutscher Kulturrat, Berlin 2013, ISBN 978-3-934868-30-4.
  • mit Theo Geißler: Islam. Kultur. Politik (Aus Politik & Kultur Nr. 11). AZ Druck Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-934868-31-1.
  • mit Klaus-Dieter Lehmann: Die Welt lesbarer machen. Goethe-Institute im Porträt, DZA Druckerei zu Altenburg 2013, ISBN 978-3-939670-92-6.
  • mit Theo Geißler (Hrsg.): TTIP, CETA & Co. Die Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf Kultur und Medien (Aus Politik & Kultur Band 13), Berlin 2015, ISBN 978-3-934868-34-2, 2. erweiterte Auflage 2016, ISBN 978-3-934868-39-7 (http://www.kulturrat.de/dokumente/buecher/ttip-kultur.pdf).
  • mit Theo Geißler: Altes Zeug: Beiträge zur Diskussion zum nachhaltigen Kulturgutschutz (Aus Politik & Kultur, Band 14), Berlin 2016, ISBN 978-3-934868-38-0; kostenfreies E-Book: [1]
  • mit Theo Geissler: Martin Luther Superstar - 500 Jahre Reformation, Berlin 2016, ISBN 978-3-934868-40-3.
  • mit Gabriele Schulz, Carolin Ries, Theresa Brüheim, Barbara Haack, Ruth Sandforth, Friederike Wapler: Frauen in Kultur und Medien.Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge, Deutscher Kulturrat, Berlin 2016, ISBN 978-393-486841-0.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates
  2. Kulturforum der Sozialdemokratie – Vorstand, abgerufen am 30. Juni 2013.
  3. Homepage Kulturstiftung des Bundes Stiftungsbeirat, abgerufen am 5. Februar 2013.
  4. Homepage Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg - schlesische Oberlausitz Top News vom 21. Januar 2015: Neues EKBO-Kirchenparlament kommt zu erster Tagung zusammen, abgerufen am 12. Februar 2015.
  5. Enquete-Kommission Kultur in Deutschland (PDF; 6,8 MB)
  6. Hochschule für Musik Franz Liszt Lehrauftrag zu Kulturpolitik in der Praxis