Oldendorff Carriers

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Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung Februar 1921
Sitz Lübeck
Leitung Henning Oldendorff (Chairman) Peter Twiss (CEO)
Mitarbeiterzahl 4000
Umsatz ca. 5 Mrd. US-Dollar[1]
Branche Schifffahrt
Website www.oldendorff.com
Stand: 2019

Das Reedereischiff Texas Gal

Das Lübecker Schifffahrtsunternehmen Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG ist die größte deutsche Massengutreederei. Sie betreibt rund 500 eigene und gecharterte Schiffe mit einer Tragfähigkeit von etwa 40 Millionen Tonnen.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oldendorff-Flotte läuft jährlich rund 14.000 Häfen in 125 Ländern an und transportiert dabei etwa 300 Millionen Tonnen Schüttladung und Massenstückgüter. Insbesondere bei Stahlladungen nimmt die Reederei eine weltweit führende Stellung ein. Zusammen mit CSL International betreibt Oldendorff einen Pool von selbstentladenden Massengutschiffen. Darüber hinaus ist das Unternehmen in den Bereichen Landwirtschaft, Luftfahrt und Immobilien engagiert.

Die Reederei Oldendorff Carriers ist eine 100-prozentige Tochter der Familienholding Egon Oldendorff. Der Hauptsitz in Lübeck ist seit 1999 die oberste Etage des Radisson Blu Senator Hotel. Rund 210 Mitarbeiter arbeiten in der Firmenzentrale mit dem Spitznamen „The Dorff“, weitere über 100 Landangestellte arbeiten in 15 Büros in London, Stamford (Vereinigte Staaten), Singapur, Mumbai, Melbourne, Shanghai, Tokyo, Vancouver, Kapstadt, Rio de Janeiro, Guyana, Trinidad, Hong Kong, in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der Flotte werden weit über 2000 Seeleute beschäftigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firmensitz in Lübeck

Am 19. Februar 1921 trat der 21-jährige Egon Oldendorff als Partner in eine kleine Hamburger Reederei ein, in der er seit neun Monaten ausgebildet wurde. Die Reederei wurde in Lilienfeld & Oldendorff umbenannt und am Ende des Jahres von Oldendorff übernommen. Das erste Schiff der Reederei war der 1881 in Rostock gebaute 870-Tonnen-Dampfer Planet. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs besaß die Reederei 13 Dampfschiffe. Nach Kriegsende blieben der Reederei zwei Schiffe, die Gisela Oldendorff und die Nordmark.

In den Jahren des Wiederaufbaus wuchs die Flotte schnell an, wobei die Jahre 1950 bis 1953 durch den Koreakrieg zu ausgesprochenen Boomjahren wurden. Der Betrieb von Massengutschiffen hat seine Wurzeln im Ostseehandel mit Forstprodukten und wurde über die Jahre zum wichtigsten Standbein der Lübecker Reederei. 1964 verließ einer der Söhne des Firmengründers, Klaus E. Oldendorff, das väterliche Unternehmen und gründete in Hamburg die Reederei Nord. 1980 übernahm der 23-jährige Henning Oldendorff den Posten als CEO von seinem 80-jährigen Vater. Drei Jahre darauf, am 9. Mai 1984 starb der Firmengründer und Henning Oldendorff wurde zum Mehrheitseigner des Unternehmens. Im Jahr 1989 eröffnete die Reederei ihr erstes Büro in Asien und 1995 gründete Henning Oldendorff eine separate Reederei namens Concept Carriers, die im Januar 2001 mit dem Hauptunternehmen zu Oldendorff Carriers fusionierte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gert Uwe Detlefsen: 75 Years. The Ships of Egon Oldendorff. Hrsg.: Egon Oldendorff. Verlag Gert Uwe Detlefsen, Bad Segeberg 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oldendorff Carriers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oldendorff: Key Figures, abgerufen am 18. März 2020

Koordinaten: 53° 52′ 4″ N, 10° 40′ 43″ O