Oldham

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Oldham
Koordinaten 53° 33′ N, 2° 7′ WKoordinaten: 53° 33′ N, 2° 7′ W
Oldham (England)
Oldham
Oldham
Einwohner 103.544 (Stand: 2001 Census)
Fläche 67,1 km² (25,91 mi²)
Bevölke­rungs­dichte: 1543 Einw. je km²
Verwaltung
Post town OLDHAM
Postleitzahlen­abschnitt OL1-OL2, OL4, OL8-OL9
Vorwahl 0161
Landesteil England
Region North West England
Metropolitan county Greater Manchester
Metropolitan Borough Oldham
Britisches Parlament Oldham East and Saddleworth
Oldham West and Royton

Oldham ist eine Stadt im Nordwesten Englands am nordöstlichen Rand der Agglomeration des Greater Manchester. Historisch ist die Stadt der Grafschaft Lancashire zuzuordnen. Sie gehört seit 1974 zum gleichnamigen Metropolitan Borough Oldham und zählt 103.544 Einwohner (Stand: 2001). Urkundlich ist die Stadt als Siedlung um eine Mühle nachgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinweise auf die Siedlung reichen bis in das 11. Jahrhundert zurück. Erst mit der industriellen Revolution und der Baumwollverarbeitung im Besonderen wurde der Wohlstand der Stadt begründet. Ende des 19. Jahrhunderts galt Oldham als Zentrum der Textilindustrie und der bedeutendste Ort der Welt hinsichtlich der Baumwollverarbeitung, außerdem als Zentrum des Bergbaus. Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Niedergang der Baumwollverarbeitung und die letzte Produktionsstätte wurde 1998 geschlossen. Dieser Strukturwandel brachte wirtschaftliche und soziale Probleme für die Stadt mit sich.

Im Jahre 1900 gewann Winston Churchill einen Sitz für Oldham im englischen Unterhaus. Bis 1904 konnte er diesen Sitz halten.

Das erste Retortenbaby, Louise Joy Brown, wurde im Oldham General Hospital am 25. Juli 1978 geboren.

2001 kam Oldham in die Schlagzeilen wegen rassistisch motivierten Unruhen zwischen jugendlichen Anhängern der British National Party und britischen Jugendlichen asiatischer Herkunft.[1][2][3]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt steht das renommierte Oldham Coliseum Theatre. Zugleich war Oldham Geburtsort des Komponisten William Walton.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Künstlern und Bands, die aus Oldham kommen bzw. kamen, gehören die Inspiral Carpets, Barclay James Harvest, N-Trance, Mark Owen sowie der Organist und Dirigent Wayne Marshall.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oldham liegt etwas abseits der Autobahn M62, hat aber einen eigenen Autobahnzubringer (M66).

Bis 2009 war Oldham an das nationale Eisenbahnnetz Großbritanniens angebunden (letzter Betreiber war Northern Rail). Die ehemalige Oldham Loop Line wurde anschließend umgebaut und 2012 als Straßenbahnstrecke der Manchester Metrolink nach Rochdale wieder in Betrieb genommen. In der Innenstadt Oldhams wurde 2014 ein straßenbündiger Abschnitt realisiert.[4][5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Bagguley, Yasmin Hussain: Riotous Citizens Ethnic Conflict in Multicultural Britain. Ashgate Publishing, 2008, ISBN 978-0-7546-4627-3.
  2. Roger Boyes: Rassenunruhen in England: Im Rhythmus der Gewalt. Warum in den vergessenen Städten Englands Rassenkonflikte ausbrechen. Der Tagesspiegel, 28. Mai 2001, abgerufen im 17. August 2010.
  3. Thomas Kielinger: Rassenunruhen und Straßenschlachten spalten Großbritannien. Welt Online, 28. Mai 2001, abgerufen im 17. August 2010.
  4. Future Metrolink. 18. April 2011, abgerufen am 8. Juli 2012 (englisch).
  5. Metrolink trams line to Oldham reopens after 60 years. In: BBC News Manchester. 13. Juni 2012, abgerufen am 8. Juli 2012 (englisch).