Oleanderblättrige Kleinie

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Oleanderblättrige Kleinie
Senecio neriifolia La Palma.jpg

Oleanderblättrige Kleinie (Kleinia neriifolia)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Kleinia
Art: Oleanderblättrige Kleinie
Wissenschaftlicher Name
Kleinia neriifolia
Haw.

Die Oleanderblättrige Kleinie (Kleinia neriifolia Haw., Syn.: Senecio kleinia (L.) Less.), als Zierpflanze manchmal Affenpalme genannt, ist eine auf den Kanarischen Inseln endemische Pflanzenart aus der Gattung Kleinia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Gattungsname Kleinia ehrt den deutschen Wissenschaftler Jacob Theodor Klein.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütenstände

Ältere Pflanzen wachsen als laubabwerfende, verzweigte, sukkulente Sträucher und erreichen Wuchshöhen von 50 bis 300 Zentimetern. Die graugrünen Glieder der Sprossachsen sind zylindrisch und von den Blattnarben der während der trockenen Monate abgefallenen Laubblätter übersät. Die fleischigen, graugrünen Laubblätter sind bis zu 12 Zentimeter lang, lanzettförmig, aber sehr unterschiedlich breit; oft ähneln sie denen des Oleanders, sie können aber auch schmaler sein.

Die Blütezeit beginnt gegen Ende der Trockenperiode, wobei die lange Blühperiode die Sommer- und Herbstmonate umfasst (etwa August bis November). Die schlanken körbchenförmigen Blütenstände besitzen eine einreihige Hülle (Involucrum) mit kleiner Außenhülle. Die Blüten sind weißlich bis gelb.

Die Achänen weisen einen auffallenden Pappus auf.

Verbreitung und Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oleanderblättrige Kleinie wächst nur auf den Kanarischen Inseln, wo sie auf allen sieben Inseln vorkommt. Sie gedeihen in Höhenlagen zwischen 50 und 1000 Metern. Sie ist dort meist mit strauchigen Euphorbien vergesellschaftet und eine charakteristische Art des makaronesischen Sukkulentenbusches.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1753 als Cacalia kleinia durch Carl von Linné in Species Plantarum.[1] Der Name Kleinia neriifolia Haw. wurde 1812 durch Haworth veröffentlicht. Christian Friedrich Lessing stellte 1831 diese Art Senecio kleinia (L.) Less. in die Gattung Senecio. Doch wird der Name Kleinia neriifolia Haw. akzeptiert. Die als Senecio kleinia f. ovalifolia bezeichnete breitblättrige Form aus Lanzarote und La Gomera wird als Synonym behandelt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. 2. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09361-1.
  • Adalbert Hohenester, Walter Welss: Exkursionsflora für die Kanarischen Inseln. Mit Ausblicken auf ganz Makaronesien. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3466-7, S. 269 (PDF-Datei; 23,2 MB [abgerufen am 27. Juli 2016]).
  • Miguel A. Cabrera Pérez: Die einheimische Flora der Kanarischen Inseln. Everest, León 1999, ISBN 84-241-3550-4.
  • Markus Fischer, Patrick Kuss, Jürg Stöcklin: Neophytische Opuntien im Sukkulentenbusch auf Teneriffa. In: Bauhinia. Band 20, 2007, S. 34–44 (PDF-Datei; 534 kB).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 834, Digitalisat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oleanderblättrige Kleinie (Kleinia neriifolia) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien