Oleg Zernikel

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Oleg Zernikel Leichtathletik
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 16. April 1995 (26 Jahre)
Geburtsort AlmatyKasachstanKasachstan Kasachstan
Größe 185 cm
Beruf Student (Umweltwissenschaften)
Karriere
Disziplin Stabhochsprung
Bestleistung Halle: 5,72 m; Freiluft: 5,60 m
Verein ASV Landau, erster Verein: ABC Ludwigshafen
Trainer Jochen Wetter und Andrei Tivontchik,
vormals: Katja und Vladimir Ryzih, Olga Becker
Status aktiv
Medaillenspiegel
U20-Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Hochschulmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche U23-Meisterschaften 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Deutsche U20-Meisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche U20-Hallenmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche U18-Meisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Logo der World Athletics U20-Weltmeisterschaften
Bronze 2014 Eugene 5,50 m
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
Silber 2020 Leipzig 5,40 m
Bronze 2021 Dortmund 5,62 m
Deutsche Hochschulmeisterschaften
Silber 2019 Köln 5,30 m
Deutsche U23-Meisterschaften
Silber 2015 Wetzlar 5,20 m
Silber 2017 Leverkusen 5,50 m
Logo des DLV Deutsche U20-/U18-Meisterschaften
Gold 2013 Rostock 5,25 m
Gold 2014 BO-Wattenscheid 5,20 m
Deutsche U20-Hallenmeisterschaften
Gold 2014 Sindelfingen 5,15 m
Logo des DLV Deutsche U20-/U18-Meisterschaften
Gold 2011 Jena 4,90 m
Silber 2012 Mönchengladbach 4,85 m
letzte Änderung: 11. März 2021

Oleg Zernikel (früher auch: Alexander bzw. Alex Zernikel,[1][2][3] * 16. April 1995 in Almaty, Kasachstan) ist ein deutscher Stabhochspringer.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zernikel machte einen Hauptschulabschluss, wechselte zur Realschule, legte das Fachabitur ab, studierte drei Jahre Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie und war als Architekt/Technischer Zeichner angestellt.[4][5] Zernikel wechselte zu einem Bachelorstudium im Fach Umweltwissenschaften an die Universität Koblenz-Landau am Campus Landau, da er während des Maschinenbaustudium nicht die nötigen Leistungen erbringen konnte und zusätzlich seine sportliche Leistung darunter litt.[4][6]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem ihn sein Vater zum ersten Mal zum Leichtathletiktraining mitnahm, zeigte sich bald, dass er die Übungen verschiedener Disziplinen gut umsetzen konnte. Besonders das Springen und kurze Sprints lagen ihm gut. Im Alter von ungefähr 13 Jahren begann Zernikel mit dem Stabhochsprung.[6] Als Jugendlicher erreichte er zahlreiche vordere Platzierungen.

2010 übersprang Zernikel beim internationalen Stavshoppkarnevalen in Göteborg als Schüler A 4,61 m, wurde Deutschland Cup-Sieger in Landau und war am Jahresende Ranglistenerster der U16-Freiluftbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).[7][8]

2011 wurde er Deutscher U18-Meister und belegte bei den U18-Weltmeisterschaften den 4. Platz.

2012 konnte Zernikel seinen U18-Titel nicht verteidigen und wurde U18-Vizemeister. Am Jahresende führte er dennoch die DLV-Jahresbestenliste der U18 an, mit 5,04 m in der Halle, gesprungen beim INSA Perch’formance in Villeurbanne, und mit 5,10 m bei den Süddeutschen Meisterschaften in Wetzlar.[9]

2013 wurde Zernikel Deutscher U20-Meister und konnte sich bei der Junioren-Gala in Mannheim für die U20-Europameisterschaften in Rieti qualifizieren, wo er den 6. Platz erreichte. Beim Stabhochsprung-Meeting am Landauer Obertorplatz sprang Zernikel im Vorprogramm für den Jahrgang 1995 und jünger mit 5,33 m Weltjahresbestleistung und war am Jahresende Ranglistenerster der U20-Freiluftbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV).

2014 holte er die U20-Titel sowohl in der Halle als auch im Stadion. Beim U20-Hallenländerkampf Frankreich-Deutschland-Italien in Halle (Saale) trug Zernikel mit 5,25 m und einem ersten Platz im Stabhochsprung zum Sieg der deutschen Mannschaft bei.[10] Bei den U20-Weltmeisterschaften in Eugene holte er die Bronzemedaille mit persönlicher Bestleistung von 5,50 m, womit Zernikel die gleiche Höhe wie der Zweitplatzierte hatte, der sich jedoch einen Fehlversuch weniger leistete.[4] Am Jahresende stand er auf Platz 1 der U20-Hallenbestenliste des DLV mit den in Halle (Saale) gesprungenen 5,25 m. Mit den 5,50 m aus Eugene (Oregon) führte er sogar die U23-Freiluftbestenliste des DLV an.

2015 ging Zernikel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften an den Start, blieb aber ohne gültigen Versuch. In der Freiluftsaison wurde er Deutscher U23-Vizemeister. Bei den Süddeutschen Meisterschaften steigerte Zernikel seine persönliche Bestleistung auf 5,51 m.[11] Die Deutschen Meisterschaften schloss Zernikel auf dem 9. Platz ab. Am Jahresende führte er erneut die DLV-Jahresbestenliste Freiluft der U23 an.

2016 ging nach seinen Worten gar nichts mehr und er war kurz davor aufzuhören.[4]

2017 konnte Zernikel wieder Deutscher U23-Vizemeister werden, belegte den 6. Platz bei den Deutschen Meisterschaften und erreichte ein paar Tage später Platz 5 bei den U23-Europameisterschaften.

2018 musste er einige Rückschläge verkraften, private und sportliche, auch eine Handverletzung kam dazu.[4]

2019 wurde Zernikel Deutscher Hochschulvizemeister und erreichte den 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

2020 konnte er zu Jahresbeginn Hallenvizemeister werden. In der Freiluftsaison belegte er wie im Vorjahr bei den Deutschen Meisterschaften den vierten Platz.

2021 errang Zernikel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften die Bronzemedaille. Beim ISTAF Indoor in Berlin sprang er 5,72 m, was nicht nur persönliche Bestleistung war, sondern auch zur Qualifikation für die Halleneuropameisterschaften in Toruń führte. Dort kam er als bester deutscher Teilnehmer mit 5,70 m auf den vierten Platz.

Vereinsmitgliedschaften und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ludwigshafen lernte er die Stabhochsprung-Familie Ryzih kennen, trainierte erst bei Katja, dann bei Vladimir, Eltern der vielfachen Deutschen Meisterin im Stabhochsprung Lisa Ryzih.[4] Als Jugendlicher wechselte er vom ABC Ludwigshafen zum ASV Landau und wurde dort von Jochen Wetter trainiert.[4]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zernikel kam als Elfjähriger mit seiner Familie aus Kasachstan nach Landau in der Pfalz.[4] Sein Vater war Weit- und Hochspringer.[6]

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 10. März 2021)

  • Freiluft: 5,60 m, (Hechingen, 4. Juli 2020)
    • Halle: 5,72 m, (Berlin, 5. Februar 2017)
Leistungsentwicklung[12]
Jahr Halle Freiluft
2010 4,10 m 4,60 m
2011 4,40 m 5,01 m
2012 5,04 m 5,10 m
2013 5,04 m 5,33 m
2014 5,25 m 5,50 m
2015 5,20 m 5,55 m
2016 4,80 m 5,05 m
2017 5,50 m
2018 5,00 m
2019 5,00 m 5,41 m
2020 5,55 m 5,60 m
2021 5,72 m[13] 5,80 m

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ABC-News, Nr. 28, auf: abc-ludwigshafen.de, im Mai 2009, S. 10, 15, 16, abgerufen 11. März 2021 (pdf 7,2 MB)
  2. Rheinland-Pfalz-Meisterschaften WJA/MJA,W/M14/15 – Teilnehmerliste, auf: lvrheinland.de, abgerufen 11. März 2021
  3. Bestenlisten aller Zeiten im Hochsprung des Landes Rheinland-Pfalz Stand vom 31.12.2013, auf: leichtathletikarchiv-rheinland-pfalz.de, abgerufen 11. März 2021, (pdf 1 MB)
  4. a b c d e f g h Silke Bernhart: Oleg Zernikel und der harte Weg vom Talent zum gereiften Athleten, Leute, auf: leichtathletik.de, vom 12. Februar 2021, abgerufen am 8. März 2021
  5. Zernikel Oleg, auf: xing.com, abgerufen 11. März 2021
  6. a b c Nadja Riegger: Hohe Ziele – nicht nur im Studium, Uni-Menschen, auf: uni-koblenz-landau.de, vom 6. Mai 2020, abgerufen 11. März 2021
  7. Leichtathletik - Geschichte, auf: turnverein1861.de, abgerufen 11. März 2021
  8. Deutschland Cup Schüler A 2010, auf: leichtathletik-datenbank.de, abgerufen 11. März 2021
  9. Süddeutsche Meisterschaften Aktive / U18, auf: leichtathletik-datenbank.de, abgerufen 11. März 2021
  10. Final Result Book, auf: leichtathletik.de, abgerufen 11. März 2021
  11. David Weber: Tobias Dahm solide - Oleg Zernikel gut wie nie, Süddeutsche, auf: leichtathletik.de, vom 5. Juli 2015, abgerufen 8. März 2021
  12. gem. Profil bei World Athletics
  13. Stand: 10. März 2021