Olga-Orden

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Bandschnalle des Olga-Ordens
Olga-Orden

Der Olga-Orden wurde von König Karl von Württemberg am 27. Juni 1871 hauptsächlich zur Auszeichnung von Frauen, die sich im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 bei der Pflege verwundeter Soldaten besonders hervorgetan hatten, gestiftet. Gemäß den Ordensstatuten, wie sie im Staatshandbuch[1] 1892 abgedruckt sind, wird der Orden für besondere Verdienste auf dem Felde der freiwillig helfenden Liebe im Krieg oder Frieden als Zeichen der Anerkennung und Erinnerung verliehen, und zwar ohne Unterschied an Männer, Frauen und Jungfrauen.

Das Ordenszeichen ist ein mattsilbernes Kreuz mit in Kleeblattform auslaufenden Armen und aufgelegtem roten Kreuz. Auf dem Avers des Mittelschildes stehen verschlungen die Anfangsbuchstaben der Namen des Königs und der Königin K O (Karl und Olga), auf dem Revers die Jahreszahlen 1870 1871.

Das Ordensband ist schwarz moiriert und karminrot eingefasst und wird von Männern im Knopfloch getragen, während Damen das Ordenskreuz an einer Schleife des Bandes auf der linken Brust tragen.

Er ist nicht zu verwechseln mit der 1889 für Verdienste um das Rote Kreuz gestifteten Karl-Olga-Medaille.

Bekannte Träger[Bearbeiten]

siehe: Kategorie:Träger des Olga-Ordens

Literatur[Bearbeiten]

  • Tagore, Rajah Sir Sourindro Mohun. The Orders of Knighthood, British and Foreign. Calcutta, India: The Catholic Orphan Press, 1884
  • Maximilian Gritzner, Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt innerhalb des XIX. Jahrhunderts. Auf Grund amtlicher und anderer zuverlässiger Quellen zusammengestellt, Verlag: Leipzig, Verlagsbuchhandlung von J.J. Weber, 1893.
  • Jörg Nimmergut, Deutschland-Katalog, 2002

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1892, S. 25