Olga von Griechenland

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Olga von Griechenland

Olga von Griechenland und Dänemark (* 11. Juni 1903 in Tatoi; † 16. Oktober 1997 in Paris) war die Ehefrau von Prinzregent Paul von Jugoslawien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit als griechische Prinzessin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde als älteste Tochter des griechischen Prinzen Nikolaus, einem Sohn von König Georg I., und dessen Gemahlin Großfürstin Jelena Wladimirowna Romanowa von Russland geboren. Ihre Schwestern waren Marina, Duchess of Kent (1906–1968) und Elisabeth, Gräfin von Toerring-Jettenbach (1904–1955). Außerdem ist sie eine direkte Cousine von Philip, Duke of Edinburgh.

Olga, die nach ihrer Großmutter väterlicherseits, Königin Olga von Griechenland benannt wurde, wuchs mit ihren Schwestern in Athen auf. Durch englische Kindermädchen erhielt sie eine Ausbildung, die sich auf Sprachen, Geschichte, Literatur, Mathematik, höfische Konversation, Tanzen und Reiten konzentrierte. In ihrer Kindheit besuchte die Familie oft ihre Verwandte im Ausland. Da Olgas Mutter eine geborene Großfürstin von Russland war, hatte sie engen Kontakt zu den Romanows. Außerdem hatte Olgas Vater Nikolaus durch seinen Vater König Georg I. auch Verwandte in Dänemark. Alljährlich traf sich die dänische Familie um König Christian IX. auf Schloss Hvidøre, nahe Kopenhagen.

Vor dem Ersten Weltkrieg konnte Olga ein relativ unbeschwertes Leben genießen. 1917 musste die Familie ins Exil gehen, nachdem König Konstantin I. abgedankt hatte. Da war sie 14 Jahre alt. Weitestgehend mittellos, zog die Familie nach Paris, wo Olga die nächsten Jahre leben sollte. Im Exil kümmerte sich Großfürstin Jelena um russische Emigranten, die durch die Revolution nach Paris geflüchtet waren.

Heirat und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olga von Griechenland neben Paul von Jugoslawien mit Emmy und Hermann Göring in Schloss Charlottenburg (1939)

1922 wurde Olga mit dem dänischen Kronprinzen Frederik, dem späteren König Friedrich IX. verlobt, sie heiratete jedoch am 22. Oktober 1923 in Belgrad den jugoslawischen Prinzen Paul. Nach dem Attentat auf Alexander I. trat dieser die Regentschaft für seinen noch nicht volljährigen Neffen Peter II. an. Das Paar hatte drei Kinder:

Prinz Alexander war zuerst mit Prinzessin Maria Pia von Savoyen (* 1934), Tochter von König Umberto II. von Italien, verheiratet. Seit 1973 ist er mit Prinzessin Barbara von und zu Liechtenstein (* 1942) verheiratet. Der zweite Sohn Prinz Nikola starb mit 25 Jahren bei einem Autounfall. Die einzige Tochter Elisabeth war dreimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit dem US-Amerikaner Howard Oxenberg (1919–2010) Schauspielerin Catherine Oxenberg (* 1961) als Nachkomme hervor.

Grab von Prinzessin Olga in Lausanne

Späteres Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Paul 1941 dem Dreimächtepakt beigetreten war, wurde in Belgrad gegen ihn geputscht, und die Familie ging ins Exil. Während des Krieges standen sie in Südafrika unter britischem Hausarrest.

Als Olgas Heimat Griechenland 1975 zur Republik wurde, verlor sie auch den griechischen Titel. Lediglich ihr dänischer Titel blieb bis zu ihrem Tod gültig. Prinzessin Olga überlebt ihren Mann um 21 Jahre und starb 1997 in Paris, sie wurde an der Seite ihres Gatten auf dem Cimetière de Bois de Vaux in Lausanne beigesetzt.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]