Oliver Berben

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Oliver Berben (2017)

Oliver Berben (* 29. August 1971 in München) ist ein deutscher Filmproduzent. Seit Januar 2017 ist er Vorstand für Television, Entertainment und digitale Medien bei der Constantin Film.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Berben, Sohn der Schauspielerin Iris Berben, begann zunächst an der Technischen Universität Berlin ein Studium der Elektro- sowie der Luft- und Raumfahrttechnik, das er nicht beendete. Er wurde als Produktionsassistent und Aufnahmeleiter bei Werbefilmproduktionen tätig, später im Kino- und Fernsehfilm. Zusammen mit dem Regisseur Carlo Rola gründete er 1996 das Unternehmen Moovie – the art of entertainment, das später mit der Constantin-Film von Bernd Eichinger fusionierte.

Seine erste Regiearbeit war 1999 der TV-Film Das Teufelsweib. Bis 2006 produzierte er zirka 40 weitere TV- und Kinofilme, darunter Die schöne Braut in schwarz, Schöne Witwen küssen besser und Die Patriarchin, welcher für den Deutschen Fernsehpreis 2005 nominiert wurde. 2004 produzierte er die TV-Dokumentation Und jetzt, Israel? 2006 wurde die TV-Produktion Thousand Words/Der Hölle so nah, die unter der Regie von Solo Avital entstand, ausgestrahlt; ein Film, der die Arbeit des Kriegsfotografen Ziv Koren über zwei Jahre begleitete.

Im Januar 2009 übernahm Oliver Berben die Geschäftsführung der Constantin Film Produktion GmbH.[2] Seit dem 1. Januar 2017 ist er neben seiner Produzententätigkeit als Vorstand für Television, Entertainment und digitale Medien innerhalb der Constantin Film AG tätig.[3]

Insgesamt produzierte Oliver Berben über 150 Fernseh- und Kinofilme. Dazu zählen Produktionen wie Elementarteilchen (2006), Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (2007), Männersache (2009), Die Päpstin (2009), Der Gott des Gemetzels (2011), Schoßgebete (2014), Frau Müller muss weg! (2015) und Er ist wieder da (Film) 2015.

Für das Fernsehen produzierte Oliver Berben eine Vielzahl von Filmen, u. a. Afrika, mon amour (2006), Krupp – Eine deutsche Familie (2009), die sechsteilige TV-Serie Klimawechsel (2009), Das Adlon. Eine Familiensaga (2013), Verbrechen nach Ferdinand von Schirach (2013), Das Zeugenhaus (Film) (2014), Schuld nach Ferdinand von Schirach (2016), Schweigeminute (Film) (2016), Der weiße Äthiopier (2016), Terror – Ihr Urteil, Das Sacher (2016), Familie! (2017).

Oliver Berben wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Ehrungen (eine Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: New York Film Festival: „Finalist Award“ für Regie, Film, Produzent für Code Red – Die sieben Feuer des Todes
  • 2000: Adolf-Grimme-Preis: Nominierung für Der Solist – Kein Weg zurück
  • 2002: Tokyo International Film Festival: „Best Director-Award“ für Sass – Die Meisterdiebe
  • 2002: Bayerischer Filmpreis für die „Beste Kamera“ für Sass
  • 2003: Deutscher Comedypreis: Nominierung für „Beste Comedy-Serie“ für Bewegte Männer
  • 2003: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer
  • 2004: Adolf-Grimme-Preis für Dienstreise („Beste Regie“, beste Hauptdarsteller)
  • 2004: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer
  • 2005: Goldene Kamera für Die Patriarchin
  • 2005: Deutscher Fernsehpreis: Nominierungen in den Kategorien „Bester Fernsehfilm“, „Beste Schauspielerin“ und „Bester Schauspieler“ für Die Patriarchin
  • 2006: Fernsehfilm-Festival Baden-Baden: Einladung für den Film Silberhochzeit
  • 2009: Bernd Burgemeister Fernsehpreis für Der verlorene Sohn
  • 2012: Goldene Kamera für Liebesjahre („Bester Fernsehfilm“)
  • 2014: Romy in der Kategorie Bester Produzent TV-Film für Schuld nach Ferdinand von Schirach
  • 2015: Romy in der Kategorie Bester Kinofilm für Frau Müller muss weg![4]
  • 2017: Rose d’Or in der Kategorie TV Movie für Terror – Ihr Urteil

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oliver Berben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oliver Berben: "Nicht sparen wird belohnt, sondern Mut". Media.biz vom 4.August. Zuletzt abgerufen am 23. Januar 2018.
  2. vgl. Christopher Keil: Elementarteile. bei sueddeutsche.de, 15. Dezember 2008 (aufgerufen am 16. Dezember 2008)
  3. Pressebericht von Constantin Film, abgerufen am 24. November 2016.
  4. Kurier: ROMY 2015: Akademiepreise vergeben. Artikel vom 23. April 2015, abgerufen am 23. April 2015.