Oliver Blume (Manager)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Oliver Blume (2013)

Oliver Ingo Blume (* 6. Juni 1968 in Braunschweig)[1] ist ein deutscher Manager und Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG. Ab dem 1. September 2022 übernimmt er den Vorstandsvorsitz bei der Volkswagen AG.[2]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur 1987 in Braunschweig folgte ein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität in Braunschweig.[1] 1994 absolvierte Blume ein internationales Trainee-Programm bei Audi.[3]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 28 Jahren war er ab 1996 Planer für Karosseriebau und die Lackiererei bei Audi, drei Jahre später übernahm er dort die Verantwortung für den Karosseriebau des Audi A3 und weitere zwei Jahre später stieg er zum Vorstandsassistenten Produktion bei Audi auf. Er wurde im Bereich Fahrzeugtechnik promoviert. Fünf Jahre lang war Blume in der Produktionsplanung von Seat, weitere fünf Jahre bei der Marke Volkswagen.[4]

2013 wurde Blume in den Vorstand der Volkswagen-Konzerntochter Porsche AG berufen und war dort für den Bereich Produktion und Logistik verantwortlich.[5] Der Aufsichtsrat des Unternehmens berief ihn am 30. September 2015 zum Vorsitzenden des Vorstandes ab 1. Oktober 2015. Blume ersetzte Matthias Müller, der im Zuge der Abgasaffäre an die VW-Konzernspitze gerückt war.[6] Am 22. Juli 2022 wurde bekannt, dass Herbert Diess als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG Ende August zurücktreten werde. Sein designierter Nachfolger ist Oliver Blume.[7][8]

Nach eigenen Aussagen stand Blume in der Frage über die Weiterzulassung von Fahrzeugen mit E-Fuel-Betankung über das Jahr 2035 hinaus in enger Verbindung mit Christian Lindner. Dadurch kamen Vorwürfe auf, er hätte die Koalitionsverhandlungen im Jahr 2021 beeinflusst. Sowohl das Bundesfinanzministerium als auch der Porschekonzern wiesen dies zurück.[9][10]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blume hat sehr früh die Fokussierung des Unternehmens auf Elektromobilität vorangetrieben.[11] Auch die Beteiligung von Porsche an der ersten großtechnischen E-Fuel-Anlage in Chile ist von ihm favorisiert worden.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oliver Blume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lea Weidner: Lebensläufe Vorstände Porsche. (PDF) Porsche AG, 29. Oktober 2014, abgerufen am 30. September 2015.
  2. Volkswagens neuer Chef: Der heimliche Spielmacher im Konzern, Handelsblatt, abgerufen am 23. Juli 2022
  3. Lebenslauf Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Website Porsche, abgerufen am 22. Juli 2022
  4. Blume heißt der neue Mr. Porsche, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. September 2015
  5. Der Vorstand der Porsche AG – Alle Mitglieder des Vorstandes – Porsche Deutschland. In: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG – Porsche Deutschland. Abgerufen am 30. September 2015.
  6. Oliver Blume ist neuer Porsche-Chef, Sueddeutsche Zeitung, 30. September 2015
  7. Diess tritt als VW-Chef ab – Porsche-Manager Blume übernimmt. In: Spiegel Online. Abgerufen am 22. Juli 2022.
  8. Porsche-Chef Oliver Blume übernimmt Führung bei VW – ein Kurzporträt des Nachfolgers von Herbert Diess. Abgerufen am 24. Juli 2022.
  9. Paul Middelhoff, Mark Schieritz: Auto-Fokus. zeit.de, 27. Juli 2022, abgerufen am 29. Juli 2022.
  10. Gekungel zwischen Lindner und Autobauer? Jetzt entschuldigt sich der Porsche-Chef. focus.de, 26. Juli 2022, abgerufen am 29. Juli 2022.
  11. Autobauer: Porsche-Chef konkretisiert Weg in E-Mobilität: E-Auto-Anteil soll bis 2030 auf 80 Prozent steigen. Abgerufen am 24. Juli 2022.
  12. Oliver Blume: „Porsche setzt auf ein Doppel-E: E-Mobilität und eFuels“. Abgerufen am 24. Juli 2022.